Warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben, unterscheidet sich einer internationalen Studie zufolge stark nach psychologischen, aber auch länderspezifischen Faktoren. „Das Bild über die persönlichen, politischen und kulturellen Ursachen ist komplex. Die Wirkung von Verschwörungstheorien aber ist überall gleich: Polarisierung, Skepsis gegenüber Institutionen, Eliten und Minderheiten sowie ein Abnehmen des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, erläutern der Psychologe Prof. Dr. Mitja Back und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Schlipphak vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster im Podcast.
Erschienen: 27.05.2021
Dauer: 00:17:32
Judaist Rainer Josef Barzen
Im Mittelalter waren die Mitglieder jüdischer Gemeinden in Deutschland immer wieder mit dem gewaltsamen Tod ihrer Familienangehörigen und Freudinnen und Freunde durch ihre nichtjüdischen Nachbarn konfrontiert. In der neuen Folge unserer Podcast-Reihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ zeigt der Judaist Dr. Rainer Josef Barzen vom Institut für Jüdische Studien der Universität Münster, wie sie ihrer Verstorbenen gedachten: in Gedenksteinen, Märtyrerlisten und Gebeten. Heute sind dies wichtige Zeugnisse jüdischen Lebens und des Totengedenkens in Deutschland.
Erschienen: 25.05.2021
Dauer: 00:17:03
Mit Martina Wagner-Egelhaaf
Seit etwa zehn Jahren ist eine sprachliche Verschärfung in der öffentlichen Diskussion zu beobachten: ‚Hassdelikte‘ hätte man zuvor eher ‚Gewalttaten‘ genannt, stellt die Literaturwissenschaftlerin Martina Wagner-Egelhaaf fest. Politisierungen und Instrumentalisierungen dieses extremen Gefühls werden allerdings seit jeher vorgenommen. Die Forscherin erarbeitet am Exzellenzcluster im Forschungsprojekt „Figuren des Hasses“ eine Literatur- und Kulturgeschichte dieser Emotion. Im Podcast „Religion und Politik“ gibt sie einen Einblick in ihre bisherigen Erkenntnisse.
Erschienen: 19.05.2021
Dauer: 00:15:20
Weitere Informationen zur Episode "Hass kommt von hetzen: Konjunktur und Geschichte einer Emotion"
Germanist Bruno Quast
Übertriebene Eitelkeit, Untreue, schlechte Tischmanieren: Die Moralsatire „Das Narrenschiff“ des vor 500 Jahren verstorbenen Humanisten Sebastian Brant präsentiert menschliches Fehlverhalten aller Art in zugespitzter Form. Der Germanist Prof. Dr. Bruno Quast spricht über das populärste Werk vor der Reformation, das mit Illustrationen des jungen Albrecht Dürer erschien und Leserinnen und Lesern bis heute den Spiegel vorhält. Ob Fashion Victim oder Streithammel, naiver Glücksuchender oder notorischer Schwarzseher: Wir alle sind Narren.
Erschienen: 06.05.2021
Dauer: 00:11:06
Weitere Informationen zur Episode "Fashion Victims an Bord des „Narrenschiffs“ von Sebastian Brant"
Sozialethiker Arnulf von Scheliha und Theologin Uta Elisabeth Hohmann
Evangelische Parlamentarier decken in der Langzeitperspektive vom 19. Jahrhundert bis heute das gesamte politische Spektrum ab und sind keineswegs mehrheitlich linksorientiert. Bis zur Akzeptanz von Demokratie und Pluralismus war es gerade für Protestanten, die sich im Kaiserreich sehr Monarchie-orientiert zeigten, ein langer Weg. Der Sozialethiker Arnulf von Scheliha und die Theologin Uta Elisabeth Hohmann vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" berichten im Podcast über erste Ergebnisse aus ihrem Forschungsprojekt „TheoParl“, in dem sie reichhaltiges Datenmaterial über die politischen Aktivitäten evangelischer Theologinnen und Theologen auswerten.
Erschienen: 27.04.2021
Dauer: 00:16:28
Weitere Informationen zur Episode "Nicht nur rot-grün: Protestant*innen im Parlament"
Judaistin Katrin Kogman-Appel
Wer etwas über jüdisches Leben in der Vergangenheit erfahren möchte, greift auf historische Quellen zurück. Neben Texten bieten sich auch Materialien an, also Bilder, Buchobjekte, Gebäude, Inschriften, Münzen oder Dinge des Alltags. Die Forschung hat sie in den vergangenen Jahren verstärkt in den Blick genommen. Eine besondere Quelle dieser Art, ein Feiertagsgebetbuch – den Amsterdamer Mahsor, der vermutlich um 1240 in Köln entstand – stellt die Judaistin Katrin Kogman-Appel vom Exzellenzcluster in unserer Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ vor.
Erschienen: 26.04.2021
Dauer: 00:14:14
Mit dem Judaisten und evangelischen Theologen Lutz Doering
Die Erinnerung an die eigene Geschichte ist seit jeher Bestandteil jüdischen Lebens. In unserer neuen Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ werfen wir gemeinsam mit dem Institut für jüdische Studien der Uni Münster Schlaglichter auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Die Podcastreihe ist ein Beitrag zum gleichnamigen bundesweiten Festjahr – und zugleich Teil des Themenjahres „Zugehörigkeit und Abgrenzung“ des Exzellenzclusters. Den Anfang macht der Judaist und evangelische Theologe Lutz Doering vom Exzellenzcluster. Er forscht zum Judentum in der Antike und Spätantike und fragt: Was war denn genau vor 1.700 Jahren, und was wissen wir eigentlich über die ersten Jüdinnen und Juden in der Region, die wir heute Deutschland nennen?
Erschienen: 14.04.2021
Dauer: 00:12:13
Religionswissenschaftler und Theologe Perry Schmidt-Leukel
Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, wie Christen sie Ostern im Auferstehungsglauben feiern, prägen Wissenschaftlern zufolge viele Religionen. „Auch Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten haben vielfältige Jenseits-Vorstellungen entwickelt – als Antwort auf die große Menschheitsfrage: Kommt etwas nach dem Tod? Und wenn ja, was?“, sagt der Religionswissenschaftler und Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. Die Theologie müsse solche Fragen heute im Kontext des Glaubens aller Religionen behandeln, also in einer „interreligiösen Theologie“.
Erschienen: 27.03.2021
Dauer: 00:18:48
Archäologe Achim Lichtenberger
Auf dem Olymp: Das berühmte Bergmassiv war nach griechischer Mythologie von Göttern bevölkert, im wahren Leben aber laut Archäologen über Jahrtausende fast menschenleer. So wurde der Berg seit der Antike zur Projektionsfläche für religiöse, politische und popkulturelle Ideen, wie der Archäologe Achim Lichtenberger vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster im Podcast erläutert.
Erschienen: 16.03.2021
Dauer: 00:15:13
Weitere Informationen zur Episode "Der Olymp: Von Göttern bevölkert, aber menschenleer"
Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand
Trotz Corona und Kontaktbeschränkungen zeigen die Menschen in Deutschland nach einer Umfrage weiter Bereitschaft zur Solidarität. In der nicht-repräsentativen Online-Befragung unter 2.300 Menschen geben 63 Prozent der Befragten an, mehr Solidarität und Hilfsbereitschaft im Pandemie-Alltag zu zeigen. Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster spricht im Podcast über ihre Ergebnisse.
Erschienen: 16.03.2021
Dauer: 00:15:36
Weitere Informationen zur Episode "Corona und gesellschaftlicher Zusammenhalt"