Mit: Gwendolyn Sasse, Nadja Douglas und Silvia Stöber
Vor einem Jahr löste der Armeniens Präsident Sersch Sargsjan weitreichende Proteste aus, als er seine Macht durch einen Wechsel in das Amt des Ministerpräsidenten verlängern wollte. Die friedliche Protestbewegung um den Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan führte schließlich zu einem Rücktritt Sargsjans und in der Folge zu einem friedlichen Machtwechsel und Neuwahlen. Wer hat die Proteste getragen und wodurch unterscheiden sich die Ereignisse von „Farb-“ und „Blumenrevolutionen der letzten Jahre? Die Politikwissenschaftlerinnen Gwendolyn Sasse und Nadja Douglas diskutieren mit der Journalistin und Kaukasus-Expertin Silvia Stöber über die Vorläufer, die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Proteste und über den von der Regierung Paschinjans angestoßenen Reformprozess.
Erschienen: 18.04.2019
Dauer: 00:42:55
Weitere Informationen zur Episode "Armenien: Ein Jahr nach der "samtenen Revolution""
Migration und der Transfer politischer Ideen
Mit einem Konzept aus der Ökonomie fing alles an: Remittances, finanzielle Transfers von Migrant*innen in ihre Herkunftsländer sorgten schon in den 80er Jahren für Aufsehen, als sich herausstellte, dass deren ökonomische Bedeutung lange unterschätzt worden war. Seitdem hat der Begriff auch in der Politikwissenschaft Karriere gemacht. Wie lässt sich das Konzept auf politische Zusammenhänge übertragen? Und wo stößt es an seine Grenzen? Wenn Migrant*innen neue politische Prinzipien in ihre Herkunftsländer einbringen, kann dies die dortige Politik beeinflussen. Wie sich das auf die Akteur*innen und Ideen selbst auswirkt und welche Effekte man tatsächlich beobachten kann, diskutiert Félix Krawatzek (ZOiS) im Roundtable Osteuropa mit Lea Müller-Funk (University of Amsterdam) und Magda Nowicka (Humboldt-Universität).
Erschienen: 02.04.2019
Dauer: 00:33:42
mit Julia Langbein, Gwendolyn Sasse und Regina Elsner
In der ersten Folge unseres Podcasts sprechen wir über die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in der Ukraine. Ihr Ausgang ist offen. Sicher ist aber, dass das Ergebnis richtungsweisend für die Parlamentswahlen im Herbst sein wird. Politökonomin Julia Langbein diskutiert gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Gwendolyn Sasse und der Theologin Regina Elsner über die Themen, die den Wahlkampf dominiert haben, und über die aussichtsreichsten Kandidat*innen, Wolodymyr Selenskyj, Petro Poroschenko und Julija Tymoschenko. Welche Rolle spielen der Krieg in der Ostukraine und der Kirchenstreit und warum waren drängende wirtschaftliche und soziale Fragen am Ende kaum präsent? (Music: "Complete" by Modul is licensed under a Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 International License.)
Erschienen: 12.03.2019
Dauer: 00:31:29
Weitere Informationen zur Episode "Die Ukraine vor den Präsidentschaftswahlen"