Der verzerrte Bild von der Welt
Claudia Schmiderer - Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt. Die Masse gegenwärtiger Fotos fristet ihr Dasein als als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit. Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer. Inhalt02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image 04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel 06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen 07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden 08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird 09:25‘ Politische und Kriegsbilder 12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können 13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll 15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt 16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf 17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen 20:22‘ Bilder lesen lernen FazitBilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie. Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer. Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/9318 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 29.04.2026
Dauer: keine Angabe
KI als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe statt Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien
Doris Nitsche-Ruhland - Künstliche Intelligenz entfacht die uralte menschliche Sehnsucht, die Grenzen des eigenen Daseins zu überwinden, sich Himmel und Erde Untertan zu machen, für Körper und Geist Unangenehmes oder Beschwerliches an Maschinen oder Programme zu delegieren. Die Diskussion um Künstliche Intelligenz bewegt sich zwischen Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien. Künstliche Intelligenz jedoch sollte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Technologie, Bildung und Gesellschaft begriffen werden. Denn am Ende ist KI ein Werkzeug, dass man helfend und auch zerstörend einsetzen kann. Birgit Spies ist im Gespräch mit der Informatikprofessorin Doris Nitsche-Ruhland. Inhalt02:52‘ Ist Künstliche Intelligenz für uns ein Traum oder ein Albtraum? 03:56‘ Was ist Künstliche Intelligenz? 05:18‘ Wann funktionieren Künstliche-Intelligenz-Systeme sehr gut? 07:17‘ Wie kommt eine Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis? 07:56‘ Wie arbeitet generative Künstliche Intelligenz? 09:25‘ Datenverzerrung und Bias in den Daten 10:55‘ Sind die Menschen bereit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz? 12:38‘ Probleme beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz 13:17‘ Kognitive Demenz durch Künstliche Intelligenz 14:12‘ Wie arbeiten Neuronale Netzwerke? Wie kommt eine generative Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis? 16:32‘ Wann ist der Einsatz Künstlichen Intelligenz schwierig? 19:28‘ Entscheidungen, die den Menschen betreffen und Sozialkreditsysteme 20:41‘ Ethisches Nachdenken über Künstliche-Intelligenz-Systeme 22:11‘ Den Umgang mit Künstliche Intelligenz lernen: AI-Literacy 23:53‘ Diskussion rund um das Thema Künstliche Intelligenz 24:57‘ Künstliche Intelligenz als Werkzeug zwischen Grenzen und Möglichkeiten FazitEs ist wichtig, dass die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz stärker auf Verstehen, auf Gestaltung und auf Verantwortung ausgerichtet ist; dass wir die Möglichkeiten und Risiken gleichermaßen ernst nehmen und Künstliche Intelligenz aktiv gesellschaftlich gestalten. Dazu benötigen wir Wissen. Wir müssen verstehen, wie Künstliche-Intelligenz-Systeme arbeiten, wo ihre Risiken liegen und wie wir ihre Ergebnisse kritisch bewertet werden können. Am Ende liegt die größte Stärke von KI liegt nicht darin, Menschen zu ersetzen, sondern darin, menschliche Fähigkeiten zu verstärken. KI ist ein Werkzeug! Und wie jedes Werkzeug kann man es positiv oder negativ einsetzen. Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/9116 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 31.03.2026
Dauer: keine Angabe
Weitere Informationen zur Episode "Künstliche Intelligenz zwischen Traum und Albtraum"
Der alte Mensch als Kostenfaktor statt eines Lebens in der Gemeinschaft
Edeltraud Sänger - Eine Gesellschaft, die sich über immerwährenden Wachstum und Fortschritt definiert, die stark auf Jugendlichkeit, Fitness und Geschwindigkeit fixiert ist, hat wenig Platz für die Endlichkeit. Es stellt sich die Frage, was das Leben ausmacht und wie das Alter und auch der Tod ihren Platz in unserem Erdendasein finden können. Birgit Spies ist im Gespräch mit der Seelsorgerin und Pastorin i.R. Edeltraud Sänger. Inhalt 03:43‘ Was macht das Leben aus? 05:09‘ Müssen wir unserem Leben einen Sinn geben? 05:50‘ Leben wir zu wenig in Gemeinschaften? 08:08‘ Der Umgang mit dem alten Menschen in unserer Gesellschaft 12:27‘ Martin Buber: Der Mensch wird erst am Du zum Ich 13:39‘ Die Reduzierung des Alters auf den Kostenfaktor 15:32‘ Die Wachstumsgesellschaft und ihr Problem mit der Endlichkeit FazitWir leben in einer Welt, die uns selbst, dem Lebendigen, Grenzen setzt und uns zwingt, auch das Alter und den Tod als Teil im Kreislauf des Lebens anzunehmen und in das Dasein zu integrieren. Hier können Rituale, Begegnungen, Geschichten und auch religiöse und spirituelle Erfahrungen Trost spenden und Akzeptanz schaffen. Das wirkliche Leben jedoch spiegelt sich in der Begegnung, so meinte es der Religionsphilosoph Martin Buber vor mehr als 100 Jahren. Denn der Mensch wird erst am DU zum ICH. In Gemeinschaften können wir uns geborgen fühlen, gemeinsam lachen, voneinander lernen, uns in Krisen gegenseitig stärken und bis zum Lebensende begleiten. Soziale Geborgenheit bedeutet menschliche Wärme, Vertrauen, Akzeptanz und Liebe. Ist es vielleicht Zeit für deutlich mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft? Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/8738 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 24.02.2026
Dauer: keine Angabe
Weitere Informationen zur Episode "Über das Leben, das Alter und den Tod"
Aus Machtgefügen aussteigen, um selbstbestimmt zu leben
Gertrud Müller - Wir sind überflutet von Macht und Gewalt. Beschämungen, toxische Beziehungen und Falschinformationen sind als Machtmittel in Familien, Unternehmen und in der Gesellschaft alltäglich. Doch wie entstehen Macht und Gewalt? Und wie kann es uns gelingen, vom Kampfmodus in eine kooperative Lebensweise zu wechseln? Birgit Spies ist im Gespräch mit der Soziologin, Psychoonkologin und Therapeutin Dr. Gertrud Müller. Inhalt02:26‘ Sind Macht und Gewalt im Menschen angelegt? 03:54‘ Macht als Möglichkeit, eigene Interessen gegen Widerstreben durchzusetzen 05:08‘ Gewalt als erlernte Erfahrung 05:56‘ Gewalt als Mittel, um Macht durchzusetzen 06:12‘ Beschämung als Machtmittel 07:17‘ Beschämungen in der Gegenwart 07:51‘ Verändert Macht den Charakter eines Menschen? 09:16‘ Mechanismen der Macht: Falschinformation, Unklarheiten 10:50‘ Toxische Beziehungen 12:17‘ Ungleichheiten im sozialen Gefüge 14:01‘ Macht als Fähigkeit, sich zusammenzuschließen 16:12‘ Gesellschaftliche Unterschiede als Machtmittel 17:23‘ Der Mensch als gegensätzliches Wesen 18:21‘ Der Ausweg aus Verstrickung und Gewalt 19:11‘ Aufbau innerer Stärke 22:16‘ Macht in Unternehmen FazitBeschämungen, Falschinformationen und Gewalt sind mögliche Mittel der Machtausübung. Es ist wichtig, dass Menschen die Strukturen von Macht und Gewalt erkennen, um sich aus Zwängen, Unterdrückung und Machtgefügen zu befreien. Dann können wir als freie und selbstbestimmte Menschen unser Leben gestalten - so Dr. Gertrud Müller. Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/8557 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 28.01.2026
Dauer: 0:28:00
Was uns wirklich glücklich macht
Ricarda Gades-Büttrich - Glück ist in aller Munde und ein glückliches Leben scheint zur Pflicht zu werden. Doch gibt es so tatsächlich etwas wie eine Glücksformel und können wir lernen, glücklich zu sein? Was macht uns wirklich glücklich? Und wie können wir dem Hamsterrad der ewigen Suche nach – noch mehr - Glücksmomenten entkommen? Fest steht: Glück ist ansteckend. Birgit Spies ist im Gespräch mit der Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Ricarda Gades-Büttrich. Inhalt02:00‘ Müssen wir in die Ferne schweifen oder liegt das Glück vor unserer Haustür? 03:27‘ Was ist Glück? 04:15‘ Glück ist verbunden mit positiven Emotionen – Freude, Neugier, Stolz, Mitgefühl, Zufriedenheit, Dankbarkeit 06:29‘ Hedonistisches Glück – positive Emotionen für kurze Zeit 07:00‘ Eudomonistisches Glück – Zufriedenheit, Wohlbefinden, Sinnhaftigkeit 08:22‘ Was macht uns glücklich? 09:25‘ PERMA – Die Glückformel 09:55‘ E – Engagement 10:57‘ Bin ich meines Glückes Schmied? Glück ist ansteckend 11:45‘ R - Relationship – Beziehungen 13:31‘ M – Meaning – Sinnhaftigkeit im Leben 15:15‘ A – Accomplishment – Errungenschaften 16:50‘ Wie wirkt sich Glück aus? Die Nonnenstudie 19:01‘ Macht Geld glücklich? 20:21‘ Die Glücksfalle 24:25‘ Warum es wichtig ist zu wissen, was uns glücklich macht FazitGlück ist, neben all den Dingen, die wir nicht beeinflussen können, auch eine Frage der inneren Haltung. Wir können herausfinden, worin unser Glück besteht und lernen, glücklicher zu sein. Dazu gehört es, dankbar und achtsam mit sich und anderen umzugehen; Tätigkeiten zu finden, in denen man ganz aufgeht und Raum und Zeit vergisst; sich intensiv um gute – reale und menschliche - Beziehungen zu bemühen; Ausdauer in all seinem Tun zu zeigen – auch, wenn es mühselig ist. So kann das Leben als erfüllend und sinnvoll – als ein glückliches Leben - wahrgenommen werden. Und Achtung: Glück ist ansteckend! Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/8464 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 17.12.2025
Dauer: keine Angabe
Wie die Schule wieder ein echter Lern- und Begegungsort werden kann
Eva Bolland-Ditzen - Burnoutgefährdete Lehrer, überforderte Schüler, falsch verstandene Digitalisierung und zu wenig Zeit für den eigentlichen Unterricht: Dies ist Alltag in vielen Schulen. Was brauchen Lehrer und Schüler, damit wieder interessiertes und vertrauensvolles Lernen und Begegnen möglich sind? Und welche Veränderungen braucht die Schule selbst, um junge Menschen zuversichtlich, wissend und mutig in den Alltag einer unsicheren Welt zu entlassen? Birgit Spies ist im Gespräch mit der Gymnasiallehrerin Eva Bolland-Ditzen. Inhalt 02:31‘ Das Lehrerdasein zwischen Begeisterung und Überlastung 04:12‘ Psychische Belastungen der Schüler; Schule nicht mehr ohne Sozialarbeiter und Schulpsychologen 05:16‘ Schule sollte den Fokus wieder auf Lehren, Lernen und Beziehung legen 06:42‘ Schule braucht eine kluge Mediennutzung, die sich an den Entwicklungsstufen der Schüler orientiert 09:52‘ Wie kann eine hilfreiche Digitalisierung der Schule aussehen? 14:07‘ Schüler zwischen Interesse und Gleichgültigkeit 15:35‘ Wie können Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam an einem Strang ziehen? 17:47‘ Was brauchen Lehrer, Eltern und Schüler für eine gute Schule? FazitLehrer brauchen mehr Anerkennung und Wertschätzung aus der Gesellschaft, damit die Schule ein echter und vertrauensvoller Lern- und Begegnungsort sein kann. Schüler brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können und die mit Sinn angefüllt sind. Schulen brauchen finanziellen Rückhalt und Freiraum, um Projekte umsetzen und neue Wege ausprobieren zu können – so Eva Bolland-Ditzen. Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/8254 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 26.11.2025
Dauer: 00:27:59
Weitere Informationen zur Episode "Über das Kehrerdasein, die Schule und das Digitale"
Wenn moralische Konventionen durch Digitaltechnik verändert werden
Mark Dahlhoff - Moralische Konventionen und ethische Ideen sind kulturell geprägt. Sie werden zunehmend durch Technik, Digitales und Künstliche Intelligenz verändert. Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren? Welche Gestaltungsspielräume bleiben uns? Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Philosophen Mark Dahlhoff. Inhalt01:55‘ Was ist der Mensch? 03:15‘ Der Mensch als Mängelwesen? 04:59‘ Philosophische Fragen 05:41‘ Unterscheidung zwischen Ethik und Moral 08:24‘ Digitalisierung zwischen Technikeuphorie und Zukunftsängsten 10:08‘ Digitale Moral 12:52‘ Herausbildung von ethischen Ideen 15:02‘ Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren? 16:44‘ Narrative der Mediengeschichte 18:42‘ Kann es einen verantwortungsvollen Umgang mit Technik, Digitalem und KI geben? 20:42‘ Haben wir Gestaltungsspielräume in der technischen Entwicklung? 22:37‘ Wie kann eine postdigitale Welt aussehen? FazitMark Dahlhoff ist es wichtig, dass jüngere Menschen befähigt werden, ihr Verhalten in einer digitalisierten Welt in ihren Folgen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Es ist ihm aber ebenso wichtig, dass ältere Menschen ermutigt werden, hilfreiche digitale Anwendungen zu nutzen. Denn am Ende steht nichts weniger auf dem Spiel als eine Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Generationen und mit verschiedenen Ansichten miteinander leben wollen – und auch müssen. Und in der Technik und Digitales als Hilfsmittel einem sinnerfüllten Dasein des Menschen dienen. Webseite und Quellen zum Podcasthttps://bildung.hypotheses.org/7806 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 29.10.2025
Dauer: 00:27:59
Weitere Informationen zur Episode "Über Moral in einer digitalisierten Welt"
Wie Ängste und Allmachtsphantasien in der Gesellschaft überwunden werden können
Matthias Beier - Gegenwärtig verlagern wir unsere Prioritäten mehr auf das Äußere, können kaum noch friedlich aufeinander zugehen, erheben das Rationale über das Menschliche. Ängste und Allmachtsphantasien bestimmen mehr und mehr unser Dasein. Wie kann die Gesellschaft die Mechanismen der Angst überwinden? Wie können Menschen wieder mehr mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen in Kontakt kommen? Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen, Soziologen und Theologen Matthias Beier. Inhalt03:00‘ Warum muss die Gesellschaft auf die Couch? 04:53‘ Mit welchen Ängsten leben die Menschen? 04:58‘ Biologische Ängste 05:17‘ Psychologische Ängste 05:47‘ Gruppenängste – Soziologische Ängste 06:15‘ Existenzielle Ängste 07:45‘ Metaphysische Ängste 09:13‘ Die Mechanismen der Angst 09:34‘ Der Mechanismus der Spaltung 11:22‘ Der Andere als Projektionsfläche für die eigenen Ängste 12:04‘ Identifikation mit Gruppen und/oder Führern 13:07‘ Allmachtsphantasien 14:30‘ Rationalisierung des menschlichen Seins 16:39‘ Borderline-Politik 18:28‘ Narzisstische Politik 22:15‘ Die Künstliche Intelligenz als Therapeut ist unmöglich 24:45‘ Allmachtsphantasien der IT-Konzerne FazitMatthias Beier ist es wichtig, dass narzisstischer Politik Grenzen gesetzt werden; dass wir als Gesellschaft unsere Probleme und Ängste ehrlich und direkt ansprechen und behandeln, damit Menschen ihr wahres Selbst leben und gesunde Beziehungen mit anderen Menschen und anderen Ländern pflegen können. Literatur, LinksDr. Beier ist Autor des english-deutschsprachigen Blogs "Religion und Gesellschaft auf der Couch": https://matthiasbeier.substack.com/ Bücher von Matthias Beier: Gott ohne Angst https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/gott-ohne-angst-172543.html Nur durch Frieden bewahren wir uns selber https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/nur-durch-frieden-bewahren-wir-uns-selber-011428.html Webseite und Quellenhttps://bildung.hypotheses.org/7125 GastgeberinBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Workshop, Videokurse und Keynote-Vorträge buchen. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 24.09.2025
Dauer: 00:28:00
Weitere Informationen zur Episode "Eine Gesellschaft auf der Couch"
Wenn Datenmaximierung die Freiheit von Mensch und Gesellschaft bedroht
Thilo Weichert - Beinahe jeder Moment unseres Lebens wird in Form von Daten gespeichert und verkauft. Mit Big Data gilt Datenmaximierung statt Datenminimierung und drängt den Datenschutz an die Wand. Das verändert uns und unsere Gesellschaft. Wie digital souverän sind wir noch? Warum sollten wir uns dafür interessieren, was mit unseren Daten passiert? Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Juristen und Politikwissenschaftler Thilo Weichert. Inhalt02:30‘ Datenschutz im Rückblick 04:58‘ Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und die EU-Datenschutz-Grundverordnung: Sind die gegenwärtigen Regelungen zum Datenschutz ausreichend? 06:50‘ Was bedeutet Datenschutz? 07:15‘ Worin liegt das Problem, wenn Daten an Andere weitergegeben werden? 09:17‘ Informationsfreiheit als Voraussetzung für freie Entscheidungen 10:24‘ Informationen über das eigene Denken und Tun sind schützenswert 11:45‘ Der europäische Gesundheitsdatennutzungsraum und die zentrale Datenspeicherung 13:10‘ Was ist digitale Souveränität? 16:05‘ Möglichkeiten, um anonym digitale Angebote zu nutzen 18:25‘ Von Datenminimierung zu Datenmaximierung 20:14‘ Eine Vielzahl von Informationen erfordert das Handeln des Gesetzgebers, um dafür einen passenden Rahmen zu schaffen 20:55‘ Überwachungspraktiken haben Hochkonjunktur, aber: mehr Überwachung trägt nicht zu mehr Sicherheit bei 24:08‘ Einsatz der fehlerhaften Palantir-Software bei der Polizei 24:35‘ Permanente Überwachung schränkt die persönliche Freiheit ein 25:52‘ Datensparsame digitale Möglichkeiten nutzen und sich zur Wehr setzen FazitThilo Weichert setzt sich gegen den Digitalzwang ein, eben dafür, dass wir Digitalisierung nicht mit Überwachung gleichsetzen und immer die Wahlfreiheit haben, auch analog zu bleiben. Denn, wie der Medienwissenschaftler Ralf Lankau sagt: „Nicht Digitaltechnik ist das Problem, sondern die damit verbundenen Geschäftsmodelle, die auf personalisierten Daten und Nutzerprofilen beruhen, um Menschen und Gesellschaften zu kontrollieren und zu steuern.“ Literatur und Linkshttps://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de https://digitalcourage.de https://bigbrotherawards.de Webseite und Quellenhttps://bildung.hypotheses.org/7072 GastgeberinBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 27.08.2025
Dauer: 00:28:00
Systemversagen in der Schule: Ökonomisierung, Digitalisierung und die Degradierung des Lehrers zum Coach
Carl Bossard - Überfrachtete Lehrpläne, schwache Schulleistungen, der Lehrer als Coach: Bildung wird immer weniger Wert zugewiesen und findet damit immer weniger statt. Lernen wird zunehmend auf die Aufnahme von Informationen reduziert. Hinzu kommt eine verstärkte Ökonomisierung und Digitalisierung des Unterrichts. In der Schule zeigt sich ein komplettes Systemversagen. Was bedeutet es für den Menschen und die Gesellschaft, wenn wir auf Lernen und Bildung zunehmend verzichten? Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Schweizer Pädagogen Dr. Carl Bossard. Inhalt01:44‘ Unterrichten ist wie Segeln statt Bahnfahren 03:02‘ Die Bildungsidee 04:55‘ Bildung als die Kultivierung seiner selbst 05:32‘ Wie ereignet sich Bildung? 06:44‘ Über die tiefen Dimensionen des Lernen und die Wirkung des Lehrers 07:38‘ Der Pygmalion-Effekt und das Lernen 08:40‘ Lernen benötigt ein Gegenüber - eine vital präsente Person 09:10‘ 1. Sündenfall: Die Degradierung des Lehrers zum Coach 10:55‘ Über den verlorengegangen Wert des Wortes Pädagoge 11:42‘ Forderung zur Rückkehr zum Teaching 12:29‘ Wenn die Überladung der Lehrpläne tiefes Lernen verhindert 13:15‘ Schule erfüllt ihren Grundauftrag nicht 14:10‘ Lernen benötigt intensives Üben 15:15‘ Lernen als Ergebnis von verstehen, üben und anwenden 16:50‘ Das Systemversagen in der Schule 18:54‘ 2. Sündenfall: Die Digitalisierung der Schule 19:56‘ Warum kann eine Lehrperson nicht durch digitale Anwendungen ersetzt werden? 21:17‘ 3. Sündenfall: Die Ökonomisierung der Schule 21:46‘ Über Verfügungswissen und Orientierungswissen 23:16‘ Wir wissen nicht mehr um den Wert der Bildung und die Bedeutung der Lehrperson 23:49‘ Schule muss zur Mündigkeit führen, um Autor des eigenen Lebens zu werden; Bildung als Unverführbarkeit 24:57‘ Eine gute Schule ist nicht zu verordnen FazitDr. Carl Bossard setzt sich für die Renaissance einer guten Bildung ein: für wirksamen Unterricht durch die Stärkung der Lehrperson; für den Fokus auf die analogen Prozesse des Unterrichts und dafür, dass kein Kind die Schule verlässt, ohne die wesentlichen Grundkenntnisse zu beherrschen. Eine gute Schule ist eine pädagogisch geführte Schule, in der Lehrer in eine gute Beziehung zu Schülern gehen und daran glauben, dass sie für den Schüler wichtig sind. Literatur, LinksWebseite Carl Bossard: https://www.carlbossard.ch Klaus Zierer: Hattie für gestresste Lehrer 2. 0 https://paedagogik.de/alle-anzeigen-paedagogik/product/hattie-für-gestresste-lehrer-2-0-3469/ Gert Biesta: Rediscovery Teaching https://www.taylorfrancis.com/books/mono/10.4324/9781315617497/rediscovery-teaching-gert-biesta Webseite und Quellenhttps://bildung.hypotheses.org/6782 GastgeberinBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de. Musik: https://gemafreie-musik-online.de Soundeffekte: pixabay.com
Erschienen: 30.07.2025
Dauer: 00:28:00
Weitere Informationen zur Episode "Über den Verlust an Bildung"