Podcast "Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg"
Im Gespräch mit Prof. Dr. Siegfried Oechsle
Seit 1991 entsteht die neue Johannes Brahms Gesamtausgabe (JBG) in einem Forschungszentrum am Musikwissenschaftlichen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 36 Bände der historisch-kritischen Werkausgabe sind jetzt im Herbst 2022 fertig, 30 weitere Bände folgen noch. Ein Mammut-Projekt. Als wissenschaftlicher Leiter der JBG wirkt seit 2006 Prof. Dr. Siegfried Oechsle, Professor für Historische Musikwissenschaft in Kiel und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Im Gespräch berichtet Oechsle ausführlich davon, wie die Johannes Brahms Gesamtausgabe entsteht. Er erzählt, mit welchem Selbstverständnis das Editionsteam an die allein vom Umfang her monumentale Aufgabe herangeht, welche Arbeitsprozesse jede einzelne Werk-Edition mit sich bringt und auch welche Überraschungen eine solche Editionsarbeit in sich bergen kann – inklusive neuer Quellenfunde. Ziel sei eine Tiefenperspektive für jede Komposition anzubieten. Die Erkenntnisse beeinflussen auch die Forschung zu Johannes Brahms und die Aufführungspraxis seiner Werke. Der Anspruch ist hoch, die Zielgruppe eine globale und für die Gesamtausgabe erwartet Oechsle eine "immens lange Gültigkeit". Die JBG entsteht im Rahmen des Akademienprogramms der Union der deutschen Wissenschaftsakademien. Prof. Dr. Siegfried Oechsle hat sechs Jahre – bis zum Frühjahr 2020 - als Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Wissenschaftsakademien gewirkt. Thema dieser Podcast-Folge sind auch die Langzeitvorhaben der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.
Erschienen: 18.10.2022
Dauer: 01:02:17
Wissenschaft als Kompass - Schlaglicht, Folge 7 mit Prof. Dr. Siegfried Oechsle
Wie entsteht die Johannes Brahms Gesamtausgabe? Wie viel detektivischer und musikwissenschaftlicher Spürsinn ist notwendig, um alle noch vorhandenen Quellen zu finden und angemessen zu bewerten? Diese und andere Fragen zur neuen Johannes Brahms Gesamtausgabe (JBG) beantwortet Akademiemitglied Prof. Dr. Siegfried Oechsle als wissenschaftlicher Leiter der JBG. Die historisch-kritische Werkedition läuft als Langzeitforschungsprojekt seit 1991 im Rahmen des Akademienprogramms. „Das große Brahms-Bild wird nicht verändert. Was sich ändert, ist erstmal das, was klingt und was zu lesen ist. Also die Bildung, das Wissen über Brahms ändert sich. Es wird erweitert. Ich würde nicht sagen, dass wir irgendwelche grundsätzlichen Wendestellen haben. Oder wo man sagt: ‚Jetzt kommt ein ganz neuer Brahms zum Vorschein.‘ Das ist nicht der Fall. Das Bild ist reicher, ist differenzierter und bietet Anlass zu neuen Fragen, die auch die Wissenschaft und natürlich auch das Publikum, die Rezipienten, die Musikerinnen und Musiker zu formulieren haben, zu diskutieren haben.“ So beschreibt Prof. Dr. Siegfried Oechsle den Einfluss, den die historisch-kritische Edition der Werke von Johannes Brahms auf das facettenreiche Bild und die Rezeption der Musik hat. Im Gespräch berichtet der Kieler Professor für Historische Musikwissenschaft ausführlich davon, wie die Johannes Brahms Gesamtausgabe entsteht. Er erzählt, mit welchem Selbstverständnis das Editionsteam an die allein vom Umfang her monumentale Aufgabe herangeht, welche Arbeitsprozesse jede einzelne Werk-Edition mit sich bringt und auch welche Überraschungen eine solche Editionsarbeit in sich bergen kann – inklusive neuer Quellenfunde. Ziel sei eine Tiefenperspektive für jede Komposition anzubieten. Die Erkenntnisse beeinflussen auch die Forschung zu Johannes Brahms und die Aufführungspraxis seiner Werke. Der Anspruch ist hoch, die Zielgruppe eine globale. Für die Gesamtausgabe erwartet Oechsle eine "immens lange Gültigkeit". Neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung.
Erschienen: 05.10.2022
Dauer: 00:17:09
Wissenschaft als Kompass - Schlaglicht, Folge 6 mit Prof. Dr. Thomas Mettenleiter
„One Health muss eine Art zu leben sein.“ Das ist die Vision von Prof. Dr. Thomas Mettenleiter. Was One Health bedeuten könnte und an konkreten Schritten mit sich bringt, ist Thema dieser Schlaglicht-Folge. Denn One Health zielt darauf ab, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammen zu betrachten, eben alle Sektoren in Beziehung zu setzen. Insbesondere bei der Frage, wie sich Pandemien und Zoonosen verhindern lassen und wie man sie eindämmt. Mit einer Zoonose haben wir es zu tun, wenn eine Infektionskrankheit vom Tier zum Menschen springt. Infizierte Menschen wiederum können Tiere anstecken. Etwa 60 Prozent der menschlichen Infektionskrankheiten sind tierischen Ursprungs, 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten sind Zoonosen. Dazu gehört auch COVID-19. In der Schlaglicht-Fassung von Folge 6 berichtet der Molekularbiologe und Virologe Thomas Mettenleiter von seiner Arbeit und von den kraftvollen Möglichkeiten des One-Health-Ansatzes, wenn Human- und Veterinärmedizin gemeinsam mit den Umweltwissenschaften nach Lösungen suchen, um die Gesundheit aller Bereiche zu verbessern. Thomas Mettenleiter erläutert, welche Hindernisse das One-Health-Konzept noch ausbremsen. Zugleich eröffnen seiner Ansicht nach zahlreiche Initiativen neue Perspektiven, die One Health in der Breite wirksam machen. Prof. Dr. Thomas Mettenleiter ist einer der führenden Experten für Zoonosen und One Health. Seit 1996 leitet er als Präsident das Friedrich-Loeffler-Institut – das ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Hauptsitz auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, bekannt als „Alcatraz der Viren“, weil hier unter anderem auch Erreger aggressiver Tierseuchen untersucht werden. Folge 6 unseres Podcasts „Wissenschaft als Kompass“ haben wir Ende April 2022 aufgenommen. Neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung. Mehr zu Prof. Dr. Thomas Mettenleiter: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-dr-h-c-thomas-mettenleiter.html Institut für Internationale Tiergesundheit / One Health am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald: https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-internationale-tiergesundheitone-health-iitg/ Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald: https://www.helmholtz-hzi.de/de/das-hzi/standorte/helmholtz-institut-fuer-one-health-hioh/das-hioh/ Um den One-Health-Ansatz zu stärken, wirkt Thomas Mettenleiter als einer von zwei Vorsitzenden mit an einem u.a. von der WHO initiierten Gremium zur Pandemie-Prävention. Es ist das One Health High Level Expert Panel. Gut zwei Dutzend Expertinnen und Experten aus aller Welt arbeiten hier seit Mai 2021 zusammen. Der Mückenatlas: https://mueckenatlas.com/
Erschienen: 06.09.2022
Dauer: 00:14:54
Im Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Mettenleiter
One Health bedeutet, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammen zu betrachten und alle Sektoren in Beziehung zu setzen. Insbesondere bei der Frage, wie sich Pandemien und Zoonosen verhindern lassen und wie man sie bekämpft. Schließlich hängt alles mit allem zusammen. COVID-19 ist zum Beispiel eine Zoonose, also eine Infektionskrankheit aus dem Tierreich, die auf den Menschen übergesprungen ist. Die Corona-Pandemie gehört somit auch zu den Forschungsthemen von Prof. Dr. Thomas Mettenleiter. Er ist einer der führenden Experten für Zoonosen und One Health. Seit 1996 leitet der Molekularbiologe und Virologe als Präsident das Friedrich-Loeffler-Institut – das ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Hauptsitz auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, bekannt als „Alcatraz der Viren“, weil hier unter anderem auch Erreger aggressiver Tierseuchen untersucht werden. Um den One-Health-Ansatz zu stärken, wirkt Thomas Mettenleiter als einer von zwei Vorsitzenden mit an einem u.a. von der WHO initiierten Gremium zur Pandemie-Prävention. Es ist das One Health High Level Expert Panel. Gut zwei Dutzend Expertinnen und Experten aus aller Welt arbeiten seit Mai 2021 hier zusammen. https://www.who.int/groups/one-health-high-level-expert-panel/members In Podcast-Folge 6 berichtet Thomas Mettenleiter von seiner Arbeit und von den kraftvollen Möglichkeiten des One-Health-Ansatzes, wenn Human- und Veterinärmedizin gemeinsam mit den Umweltwissenschaften nach Lösungen suchen, um die Gesundheit aller Bereiche zu verbessern. Themen sind auch Hindernisse und Perspektiven, die das One-Health-Konzept noch ausbremsen beziehungsweise in der Breite wirksam machen. Das Gespräch fand Ende April 2022 statt. Thomas Mettenleiter ist seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html Mehr zu Prof. Dr. Thomas Mettenleiter: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-dr-h-c-thomas-mettenleiter.html Institut für Internationale Tiergesundheit / One Health am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald: https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-internationale-tiergesundheitone-health-iitg/ Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald: https://www.helmholtz-hzi.de/de/das-hzi/standorte/helmholtz-institut-fuer-one-health-hioh/das-hioh/ One Health High Level Expert Panel: https://www.who.int/groups/one-health-high-level-expert-panel/members Der Mückenatlas: https://mueckenatlas.com/
Erschienen: 02.09.2022
Dauer: 00:58:10
Weitere Informationen zur Episode "Mit One Health Pandemien und Zoonosen vorbeugen und bekämpfen"
Schlaglicht-Folge 5: Auszüge aus "Akademie aktuell", Podiumsdiskussion am 05.07.2022
„Krieg, Pandemie, Klimakrise – wie können wir besser vorbeugen?“ Dieser Frage widmeten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion namhafte Köpfe aus Wissenschaft und Medien. „Schneller und härter“ das vorhandene Wissen, die schon vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Krisenlösung einzubringen, das war eine Empfehlung der Politologin Prof. Dr. Ursula Schröder, sie ist Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Die Podiumsdiskussion fand statt als erste Ausgabe von „Akademie aktuell“: einem neuen Veranstaltungsformat der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Am 5. Juli 2022 diskutierten in der Bucerius Law School in Hamburg mit Ursula Schröder Akademie-Präsident Prof. Dr. Mojib Latif, Professor für Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, außerdem Investigativ-Journalist Georg Mascolo, der Soziologe Prof. Dr. Sighard Neckel von der Universität Hamburg und die Rechtswissenschaftlerin Larissa Bahmer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bucerius Law School. Es moderierte die NDR-Info-Journalistin Birgit Langhammer Sie hören Auszüge aus der Podiumsdiskussion (die Aufzeichnung finden Sie als Folge 5 in unserem Podcast „Wissenschaft als Kompass“). In dieser kürzeren Schlaglicht-Fassung sind markante Gedanken aller Podiumsteilnehmenden speziell zu Aspekten der Prävention versammelt.
Erschienen: 27.07.2022
Dauer: 00:14:52
Weitere Informationen zur Episode "Krisenprävention: Welche Rolle kann Wissenschaft spielen?"
Aufzeichnung "Akademie aktuell": Podiumsdiskussion am 05.07.2022
Ob es um den Krieg in der Ukraine geht oder um die Corona-Pandemie oder den Klimawandel mit all seinen bereits spürbaren Auswirkungen: Es sind alles Krisen mit Ansage. Vor diesen auf vielen Ebenen existenziell bedrohlichen Situationen hat die Wissenschaft gewarnt und warnt sie weiter. Oft vergeblich. Warum dringen wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichend durch? Das war eine Ausgangsfrage von vielen für den Start der ersten Ausgabe von „Akademie aktuell“: einem neuen Veranstaltungsformat der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Die Premiere fand statt am 5. Juli 2022 in der Bucerius Law School in Hamburg. „Krieg, Pandemie, Klimakrise – wie können wir besser vorbeugen?“ Diesem Thema widmeten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion namhafte Köpfe aus Wissenschaft und Medien: • Akademie-Präsident Prof. Dr. Mojib Latif, Professor für Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, • Investigativ-Journalist Georg Mascolo, • der Soziologe Prof. Dr. Sighard Neckel von der Universität Hamburg, • die Politologin Prof. Dr. Ursula Schröder, Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, • die Rechtswissenschaftlerin Larissa Bahmer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bucerius Law School. Moderation: Birgit Langhammer, NDR Info
Erschienen: 21.07.2022
Dauer: 01:35:21
Weitere Informationen zur Episode "Krieg, Pandemie, Klimakrise – wie können wir besser vorbeugen?"
Wissenschaft als Kompass - Schlaglicht Folge 4 mit Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy
Wer sich mit indigenen nordeurasischen Sprachen beschäftigt, merkt schnell: Der Forschungsbedarf ist hoch. Das zeigt sich schon daran, dass es schwierig ist, konkret zu benennen, um wie viele Sprachen es hier geht. Grundlagenforschung betreibt aktuell ein Langzeitvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms unter dem Dach der Akademie der Wissenschaften in Hamburg – in Kooperation mit der Universität Hamburg: Es heißt „INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“. Zehn bis 15 indigene nordeurasische Sprachen als eigenständige Korpora aufzubereiten – das könnte bis zum Projektende in 2033 zu schaffen sein: „im Idealfall“, so Beáta Wagner-Nagy. Dass sie als Uralistin das Langzeitvorhaben INEL leitet, hat auch historische Gründe. Die Wiege der uralischen Sprachfamilie steht in der heutigen Russischen Föderation, dort, wo die indigenen nordeurasischen Sprachen zu Hause sind. In Schlaglicht-Folge 4 berichtet Wagner-Nagy am Beispiel des Dolganischen, wie wichtig und facettenreich die Projekt-Arbeit von INEL sich gestaltet. Mit Dagmar Penzlin. Sie hören Auszüge aus dem Gespräch mit Beáta Wagner-Nagy für Folge 4 unseres Podcast; neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung.
Erschienen: 17.05.2022
Dauer: 00:11:52
Im Gespräch mit Prof. Beáta Wagner-Nagy
Erschienen: 13.05.2022
Dauer: 00:40:49
Wissenschaft als Kompass - Schlaglicht Folge 3 mit Prof. Dr. Michael Brzoska
In Schlaglicht-Folge 3 geht es um den Russland-Ukraine-Krieg: Ein Angriffskrieg auf einen souveränen Staat in Europa – bisher unvorstellbar, deshalb auch besonders erschreckend. Wie konnte es soweit kommen, dass die russischen Streitkräfte des Putin-Regimes die Ukraine angreifen? Sind Prognosen für den weiteren Verlauf möglich? Und wie müsste eine neue Sicherheitsordnung gestaltet sein? Fragen, zu denen der Friedens- und Konfliktforscher Prof. Dr. Michael Brzoska sich fundiert äußern kann. Dist ein ausgewiesener Experte für europäische Außen- und Sicherheitspolitik, für Konfliktprävention und Rüstungskontrolle. Er hat das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg von 2006 bis 2016 geleitet und ist dem Institut weiterhin als Senior Research Fellow verbunden. Michael Brzoska ist seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Mit Dagmar Penzlin. Sie hören Auszüge aus dem Gespräch mit Michael Brzoska für Folge 3 unseres Podcast; neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung.
Erschienen: 30.03.2022
Dauer: 00:13:50
Weitere Informationen zur Episode "Der Russland-Ukraine-Krieg – Ursachenforschung und Ausblicke"
Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Brzoska
Die Streitkräfte des Putin-Regimes haben die Ukraine militärisch angegriffen - am 24. Februar 2022. Dieser Tag wird als ein Datum in die Geschichtsbücher eingehen, an dem viele sicherheitspolitische Annahmen ins Wanken geraten sind – viele sprechen von einer Zeitenwende. Der Einmarsch von Soldaten in einen souveränen Staat mit einer demokratisch geführten Regierung in Europa – ein Ereignis, das sich die meisten Menschen insbesondere im Westen nicht haben vorstellen können. Wohin wird dieser Angriffskrieg führen? Wie muss die zukünftige deutsch-europäische Sicherheitspolitik aussehen? Und überhaupt: Worauf gilt es, sich einzustellen angesichts einer offenbar zunehmenden Friedlosigkeit? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt von Folge 3: Prof. Dr. Michael Brzoska ist ein ausgewiesener Experte für europäische Außen- und Sicherheitspolitik, für Konfliktprävention und Rüstungskontrolle. Er hat das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg von 2006 bis 2016 geleitet und ist dem Institut weiterhin als Senior Research Fellow verbunden. Michael Brzoska ist seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Mit Dagmar Penzlin.
Erschienen: 30.03.2022
Dauer: 01:13:34