#AskDifferent 53 - Unser Erbgut verrät viel – auch, warum Menschen erkranken, welche Therapien anschlagen und wo Medizin an Grenzen stößt. Die Genommedizin, also die umfassende Analyse des menschlichen Erbguts, eröffnet hier neue Möglichkeiten: Der Humangenetiker und Einstein-Professor Malte Spielmann setzt Genomsequenzierung ein, um vor allem Patient:innen mit seltenen Erkrankungen schneller zur richtigen Diagnose und zu gezielteren Behandlungen zu führen. Was früher einer „diagnostischen Odyssee“ glich, kann heute oft in einem einzigen Test geklärt werden. Doch der Blick ins Genom bringt auch heikle Fragen mit sich: Wie geht man mit den gewonnenen Erkenntnissen um? Wer soll getestet werden – und wer nicht? Und wo verlaufen die roten Linien, wenn Techniken wie die „Genschere“ CRISPR-Cas Eingriffe bis hin zu ungeborenem Leben denkbar machen? Ein Gespräch über medizinische Chancen, historische Erfahrungen und die Zukunft einer verantwortungsvollen Genommedizin.
Erschienen: 25.06.2026
Dauer: 00:30:15
Weitere Informationen zur Episode ": Vom Rätsel zur Diagnose – wie weit ist die Genommedizin?"
#AskDifferent 52 - What if we could build an internet that is fundamentally more secure, one where information is carried by light and cannot be secretly intercepted? This is the promise of quantum communication, but it requires a seemingly impossible technology: a way to store light. In this episode, Einstein Independent Researcher Mustafa Gündoğan from Humboldt-Universität zu Berlin explains his work on quantum memory. He breaks down the central dilemma scientists face: the more efficiently you store quantum information, the faster it's lost. Discover his groundbreaking approach to solving this problem by using atom clouds in microgravity, a method that could extend storage time from one second to several minutes. Learn how this key technology could pave the way for a global network of interconnected quantum computers and revolutionize secure communication as we know it. *Please note: the informational insert is AI-generated*
Erschienen: 22.05.2026
Dauer: 00:19:30
Weitere Informationen zur Episode ": Can We Build an Unhackable Internet?"
#AskDifferent 51 - In this episode of AskDifferent, bioinformatician and Einstein Foundation Early Career Awardee Maximilian Sprang takes us into the hidden world of errors in genomic data. Why do sequencing studies sometimes produce impressive-looking results that later fail to replicate? What happens when tiny technical glitches masquerade as biological discoveries - and what does that mean for patients and precision medicine? Sprang explains how his team detects and even deliberately introduces errors to understand them better, improve software tools, and make genomic research more reliable without throwing "messy" data away. *Please note: the informational insert is AI-generated*
Erschienen: 23.04.2026
Dauer: 00:26:07
Weitere Informationen zur Episode ": Can "Bad" Genomic Data Make Science Better?"
#AskDifferent 50 - Stadtleben bedeutet Vielfalt, Möglichkeiten – und manchmal Stress. Unser städtisches Gehirn passt sich der urbanen Dichte an und reagiert sensibler auf soziale Reize und auf Stress. Gut dosiert kann Stress antreiben und motivieren. Wird er jedoch chronisch und überlastet uns, kann er psychisch krank machen. Doch was genau stresst uns in der Stadt? Und wie lassen sich Städte so gestalten, dass sie unsere mentale Gesundheit stärken statt belasten? In dieser Folge spricht #AskDifferent mit Mazda Adli, Stressforscher an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Gründer des Einstein-Zirkels Urban Mental Health Strategy, über Dichte- und Isolationsstress, grüne Stresspuffer, mentale Stresskarten der Stadt und die zentrale Rolle öffentlicher Räume. Eine Folge für alle, die Stadt leben – und besser verstehen wollen, was sie mit uns macht.
Erschienen: 26.03.2026
Dauer: 00:26:35
#AskDifferent 49 - Im Gespräch mit der britischen Germanistin, Übersetzerin und Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow Karen Leeder geht AskDifferent der Frage nach, warum Deutsch und Englisch unterschiedliche „Wesen“ haben – und wie Sprache Identität formt. Leeder erzählt, wie sie in der DDR-Lyrik eine kreative Intensität entdeckte, die aus Druck, Zensur und einer vibrierenden Untergrundszene entstand. Sie spricht über die Kunst des Übersetzens, das Ringen darum, den „Kern“ eines Gedichts in einer neuen Sprache neu zu bauen, sowie über ihr Forschungsprojekt zur Nachträglichkeit in der Lyrik: dem Schreiben im Schatten großer Ereignisse und Traditionen. Ein Gespräch über Freiheit, Rhythmus, Erbe – und die Magie von Poesie.
Erschienen: 26.02.2026
Dauer: 00:20:42
Weitere Informationen zur Episode ": Was ist faszinierend an (ost-)deutscher Lyrik?"
#AskDifferent 48 - Exposure to stress affects us in remarkably different ways — and neuroscientist Dr Sarah Ayash, Einstein Independent Researcher at Charité – Universitätsmedizin, is on a mission to find out why. Her research with mice reveals how individuals can respond very differently to the same social stressor: some become vulnerable, others remain resilient, and a surprising third group fails to learn to recognise threat at all. By uncovering the brain mechanisms behind these responses, Ayash shows that resilience is not a fixed trait but an active, learnable process. She also emphasises that mild, manageable stress is essential for strengthening our “psychological immune system” — and that avoiding stress altogether is counterproductive.
Erschienen: 29.01.2026
Dauer: 00:25:13
Weitere Informationen zur Episode ": What Can Mice Teach Us About Stress Resilience?"
#AskDifferent 47 - In this episode of #AskDifferent, political scientist and Einstein Visiting Fellow Tomila Lankina explores why open resistance to Russia’s war against Ukraine remains so limited. Drawing on her forthcoming book To Live for Freedom: A History of Dissent in Russia, she traces centuries of dissent—from religious nonconformists to today’s small anti-war networks—and shows how deep social divisions and a tradition of “running away”, both literally and metaphorically, have weakened collective protest. Lankina shares her archival discoveries, contrasts Russian apathy with Ukrainian civic mobilization, and explains why Berlin is a crucial base for her research. Her message to Russians: dissent needs numbers—so keep fighting.
Erschienen: 16.12.2025
Dauer: 00:24:54
Weitere Informationen zur Episode ": Who Speaks Out Against the War in Russia?"
#AskDifferent 46 - Wohnungslosigkeit ist weit mehr als ein soziales Problem – sie ist ein massiver Risikofaktor für die psychische und körperliche Gesundheit. Menschen ohne Wohnung sterben früher, sind häufiger krank und stoßen in unserem Versorgungssystem auf Hürden, die kaum zu überwinden sind. Warum das so ist, welche Rolle Stigmatisierung spielt und wie Versorgungssysteme umgebaut werden müssten, erklärt Dr. Stefanie Schreiter, Psychiaterin und Oberärztin an der Charité. Im Einstein-Zirkel Improving (Mental) Health Care in Homelessness entwickelt sie neue, flexible Modelle der Behandlung. Im Podcast spricht sie mit Moderatorin Marie Röder über strukturelle Hürden, Housing-First-Ansätze und darüber, warum sicherer Wohnraum eine zentrale Voraussetzung für psychische Gesundheit ist.
Erschienen: 18.11.2025
Dauer: 00:25:20
#AskDifferent 45 - In Debatten über Klimawandel, Migration oder Krieg prallen nicht nur Meinungen, sondern auch starke Gefühle aufeinander. Ist unsere Gesellschaft deshalb gespalten – oder wirkt es nur so? Der Soziologe Christian von Scheve forscht in der Einstein Research Unit „Coping with Affective Polarization“ zu Emotionen im (politischen) Miteinander. In unserem Podcast erklärt er, was affektive Polarisierung bedeutet, wie sie sich von bloßer Meinungsverschiedenheit unterscheidet und warum Gefühle in Demokratien sowohl verbinden als auch trennen können. Persönliche Begegnungen, so zeigt seine Forschung, könnten ein Schlüssel zur Verständigung sein.
Erschienen: 30.10.2025
Dauer: 00:26:47
Weitere Informationen zur Episode ": Affektive Polarisierung – spaltet uns das Fühlen?"
#AskDifferent 44 - Die Historikerin Beate Dignas, Associate Professor an der University of Oxford und Einstein Visiting Fellow an der Humboldt-Universität zu Berlin, blickt mit uns in die antike Welt, in der Religion keine Privatsache war, sondern politisches Fundament. In griechischen Stadtstaaten definierte sich Bürgerschaft über Rituale, Opfer und Feste – Religion stiftete Gemeinschaft. Doch die Vielfalt brachte auch Spannungen mit sich: Vor allem das frühe Christentum forderte das polytheistische Miteinander heraus. In ihrem Forschungsprojekt untersucht Beate Dignas, wie Religion und Religionserfahrung von 800 vor Christus bis 400 nach Christus den sozialen Zusammenhalt in Städten des antiken Mittelmeerraumes prägte – und was sich daraus für heutige Fragen von Religion, Gesellschaft und politischer Verantwortung lernen lässt.
Erschienen: 25.09.2025
Dauer: 00:21:32