Podcast "Podcast des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB)"

Im Podcast „Bevölkerungsforschung – demografische Einblicke in sozialen Wandel“ berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung über ihre Studien und Ergebnisse.

Podcast-Episoden

Kinderreiche Familien: Arm oder wohlhabend?

Deutlich mehr Kinder als allgemein vermutet stammen aus kinderreichen Familien, haben also mindestens zwei Geschwister. Sie machen in Deutschland rund ein Viertel der Kinder aus. Unter kinderreichen Familien gibt es deutlich mehr Armut als bei Familien mit bis zu zwei Kindern, obwohl ihr Bruttoeinkommen sogar im Schnitt höher ist. Gleichzeitig gibt es auch mehr akademische, wohlhabende Eltern in dieser Gruppe. Wie geht es ihnen?

Erschienen: 10.12.2025
Dauer: keine Angabe

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Kein Kinderwunsch, keine Verhütung – wie passt das zusammen?

Auf der Grundlage einer aktuellen Untersuchung, die Dr. Jasmin Passet-Wittig gemeinsam mit BiB-Wissenschaftler Dr. Detlev Lück durchgeführt hat, gibt die BiB-Fertilitätsforscherin Antworten auf die Frage, warum überraschenderweise rund ein Viertel der Frauen nicht verhütet – obwohl sie derzeit kein Kind planen. Die Befunde weisen auf vielfältige Ursachen hin, sagt Passet-Wittig im Podcast. So glauben die Frauen etwa, dass sie infertil oder unfruchtbar sind und verzichten daher auf Verhütung. Darüber hinaus spielt auch die Beziehungsdauer eine Rolle. Die Soziologin erläutert, dass bei Paaren in einer langfristigen Beziehung nichts dagagen spricht ein Kind zu bekommen – selbst dann nicht, wenn es nicht bewusst geplant wurde. Publikation: Passet-Wittig, Jasmin; Lück, Detlev (2025): Drivers of contraceptive non-use among women and men who are not trying to get pregnant. Population Studies 79(1): 1–25. (https://www.bib.bund.de/Publikation/2025/Drivers-of-contraceptive-non-use-among-women-and-men-who-are-not-trying-to-get-pregnant.html)

Erschienen: 30.04.2025
Dauer: keine Angabe

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Kein Kinderwunsch, keine Verhütung – wie passt das zusammen?

Auf der Grundlage einer aktuellen Untersuchung, die Dr. Jasmin Passet-Wittig gemeinsam mit BiB-Wissenschaftler Dr. Detlev Lück durchgeführt hat, gibt die BiB-Fertilitätsforscherin Antworten auf die Frage, warum überraschenderweise rund ein Viertel der Frauen nicht verhütet – obwohl sie derzeit kein Kind planen. Die Befunde weisen auf vielfältige Ursachen hin, sagt Passet-Wittig im Podcast. So glauben die Frauen etwa, dass sie infertil oder unfruchtbar sind und verzichten daher auf Verhütung. Darüber hinaus spielt auch die Beziehungsdauer eine Rolle. Die Soziologin erläutert, dass bei Paaren in einer langfristigen Beziehung nichts dagagen spricht ein Kind zu bekommen – selbst dann nicht, wenn es nicht bewusst geplant wurde. Publikation: Passet-Wittig, Jasmin; Lück, Detlev (2025): Drivers of contraceptive non-use among women and men who are not trying to get pregnant. Population Studies 79(1): 1–25. (https://www.bib.bund.de/Publikation/2025/Drivers-of-contraceptive-non-use-among-women-and-men-who-are-not-trying-to-get-pregnant.html)

Erschienen: 30.04.2025
Dauer: keine Angabe

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Räumliche Mobilität: Wie verändern Homeoffice und Wohnungsmangel unser Leben?

Von Homeoffice bis Wohnungsmangel – räumliche Mobilität und die Entscheidungen über Wohnstandorte unterliegen Veränderungen. Die Soziologen PD Dr. Heiko Rüger (BiB) und Prof. Dr. Knut Petzold (Hochschule Zittau-Görlitz) sprechen darüber, in welche Richtung sich die Forschung in diesem Kontext bewegt. Der demografische Wandel rückt Mobilitätsfragen zunehmend in den Fokus: So steigt seit Jahren die Zahl der Single-Haushalte. Von den Babyboomern – ob alleinlebend oder als Paar – ist kaum zu erwarten, dass sie ihre Wohnfläche künftig reduzieren, was die steigende Wohnungsknappheit weiter verschärft. Zudem hat sich der Trend, aus Städten in suburbane und ländliche Räume zu ziehen, zuletzt wieder abgeschwächt, obwohl sich die Nutzung von Homeoffice seit der Pandemie verdoppelt hat: Rund 24 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten inzwischen teilweise von zu Hause aus.

Erschienen: 27.01.2025
Dauer: keine Angabe

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Räumliche Mobilität: Wie wirken sich Homeoffice und schwierige Wohnungssuche aus?

Von Homeoffice bis zu Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche – räumliche Mobilität und Wohnstandortentscheidungen verändern sich. Die Soziologen Heiko Rüger (BiB) und Knut Petzold (Hochschule Zittau/Görlitz) sprechen darüber, in welche Richtung sich die Forschung in diesem Kontext bewegt. Der demografische Wandel rückt Mobilitätsfragen zunehmend in den Fokus: So steigt seit Jahren die Zahl der Single-Haushalte. Von den Babyboomern – ob alleinlebend oder als Paar – ist kaum zu erwarten, dass sie ihre Wohnfläche künftig reduzieren. Das erschwert wiederum jungen Familien die Suche nach einer passenden Wohnung, da insbesondere sie mehr Wohnfläche benötigen. Zudem hat sich der Trend, aus Städten in suburbane und ländliche Räume zu ziehen, zuletzt wieder abgeschwächt – obwohl sich die Nutzung von Homeoffice seit der Pandemie verdoppelt hat: Rund 24 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten inzwischen zumindest teilweise von zu Hause aus.

Erschienen: 27.01.2025
Dauer: keine Angabe

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Geflüchtete aus der Ukraine: Können sie auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen?

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern lag die Erwerbsbeteiligung ukrainischer Geflüchteter in Deutschland nach Ausbruch des Krieges noch auf einem niedrigeren Niveau. Verantwortlich dafür ist nach der Ansicht von BiB-Wissenschaftler Dr. Andreas Ette der Vorrang des Spracherwerbs in Deutschland. „Erst soll die deutsche Sprache erlernt werden, dann erfolgt der Einstieg in den Arbeitsmarkt“, sagt er im Podcast. Dass der Anteil der ukrainischen Erwerbstätigen aktuell weitersteigt, führt er auch darauf zurück, dass die Geflüchteten in beeindruckender Geschwindigkeit deutsche Sprachkenntnisse erworben haben. Dass die Geflüchteten für den deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein können, belegen ihre beruflichen Qualifikationen. So haben nach den Daten der BiB/FReDA-Studie „Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland“ rund 50 Prozent der Geflüchteten, die in den ersten Kriegsmonaten nach Deutschland gekommen sind, in der Ukraine in Berufen gearbeitet, bei denen in Deutschland Personalengpässe bestehen. Überdurchschnittlich viele Geflüchtete sind außerdem hochgebildet. Als zentrale Hürde für einen Eintritt in den Arbeitsmarkt erweisen sich allerdings die zu langen und zu komplizierten Anerkennungsverfahren. „Hier benötigen wir deutlich vereinfachte Anerkennungsverfahren“, sagt Dr. Ette. Darüber hinaus berichtet er über weitere Befunde aus der vierten Befragungswelle der Studie. Publikationen: Ette, Andreas; Kriechel, Lisa; Spieß, C. Katharina; Bujard, Martin; Décieux, Jean P.; Gambaro, Ludovia et al: Erwerbstätigkeit Schutzsuchender aus der Ukraine in Deutschland. Bestehende Hürden und weitere Potenziale für den Arbeitsmarkt. In: BiB.Aktuell 6/2024. Wiesbaden. (https://www.bib.bund.de/Publikation/2024/Erwerbstaetigkeit-Schutzsuchender-aus-der-Ukraine-in-Deutschland.html) Brücker, Herbert; Ette, Andreas; Grabka, Markus; Kosyakova, Yuliya; Niehues, Wenke; Rother, Nina; Spieß, C. Katharina et al.: BiB.Bevölkerungsstudien 1/2023. Wiesbaden. DOI: 10.12765/bro-2023-01 (www.bib.bund.de/Publikation/2023/Gefluechtete-aus-der-Ukraine-in-Deutschland.html)

Erschienen: 29.11.2024
Dauer: keine Angabe

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Update Geflüchtete aus der Ukraine: Können sie auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen?

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern lag die Erwerbsbeteiligung ukrainischer Geflüchteter in Deutschland nach Ausbruch des Krieges noch auf einem niedrigeren Niveau. Verantwortlich dafür ist nach der Ansicht von BiB-Wissenschaftler Dr. Andreas Ette der Vorrang des Spracherwerbs in Deutschland. „Erst soll die deutsche Sprache erlernt werden, dann erfolgt der Einstieg in den Arbeitsmarkt“, sagt er im Podcast. Dass der Anteil der ukrainischen Erwerbstätigen aktuell weitersteigt, führt er auch darauf zurück, dass die Geflüchteten in beeindruckender Geschwindigkeit deutsche Sprachkenntnisse erworben haben. Dass die Geflüchteten für den deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein können, belegen ihre beruflichen Qualifikationen. So haben nach den Daten der BiB/FReDA-Studie „Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland“ rund 50 Prozent der Geflüchteten, die in den ersten Kriegsmonaten nach Deutschland gekommen sind, in der Ukraine in Berufen gearbeitet, bei denen in Deutschland Personalengpässe bestehen. Überdurchschnittlich viele Geflüchtete sind außerdem hochgebildet. Als zentrale Hürde für einen Eintritt in den Arbeitsmarkt erweisen sich allerdings die zu langen und zu komplizierten Anerkennungsverfahren. „Hier benötigen wir deutlich vereinfachte Anerkennungsverfahren“, sagt Dr. Ette. Darüber hinaus berichtet er über weitere Befunde aus der vierten Befragungswelle der Studie. Publikationen: Ette, Andreas; Kriechel, Lisa; Spieß, C. Katharina; Bujard, Martin; Décieux, Jean P.; Gambaro, Ludovia et al: Erwerbstätigkeit Schutzsuchender aus der Ukraine in Deutschland. Bestehende Hürden und weitere Potenziale für den Arbeitsmarkt. In: BiB.Aktuell 6/2024. Wiesbaden. Brücker, Herbert; Ette, Andreas; Grabka, Markus; Kosyakova, Yuliya; Niehues, Wenke; Rother, Nina; Spieß, C. Katharina et al.: BiB.Bevölkerungsstudien 1/2023. Wiesbaden. DOI: 10.12765/bro-2023-01

Erschienen: 29.11.2024
Dauer: keine Angabe

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Wohlfühlorte: Wo ist die Lebenszufriedenheit am höchsten und warum?

Ob man in Ost- oder Westdeutschland lebt, in der Großstadt oder im Dorf, hat einen großen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Allerdings gibt es zwischen den Regionen erhebliche Unterschiede, erklären Dr. Heiko Rüger und Dr. Nico Stawarz. So schätzt die Bevölkerung besonders in Mittelstädten innerhalb ländlicher Regionen in Ostdeutschland ihr Leben weniger günstig ein. Dies gilt ebenso in Gemeinden, in denen die Bevölkerung nur ein niedriges Haushaltseinkommen aufweist, das Steueraufkommen gering und die Arbeitslosigkeit höher ist. In Metropolen fühlen sich die Menschen weniger wohl bei schlechter Luftqualität und wenig Grünflächen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese Entwicklung hat gerade für den demografischen Wandel erhebliche Folgen, etwa was die Abwanderung aus ungünstigen Regionen angeht. Publikation: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2024): BiB.Monitor Wohlbefinden: Regionale Unterschiede in der Lebenszufriedenheit in Deutschland. Wiesbaden

Erschienen: 29.10.2024
Dauer: keine Angabe

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Wohlfühlorte: Wo ist die Lebenszufriedenheit am höchsten und warum?

Ob man in Ost- oder Westdeutschland lebt, in der Großstadt oder im Dorf, hat einen großen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Allerdings gibt es zwischen den Regionen erhebliche Unterschiede, erklären Dr. Heiko Rüger und Dr. Nico Stawarz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). So schätzt die Bevölkerung besonders in Mittelstädten innerhalb ländlicher Regionen in Ostdeutschland ihr Leben weniger günstig ein. Dies gilt ebenso in Gemeinden, in denen die Bevölkerung nur ein niedriges Haushaltseinkommen aufweist, das Steueraufkommen gering und die Arbeitslosigkeit höher ist. In Metropolen fühlen sich die Menschen weniger wohl bei schlechter Luftqualität und wenig Grünflächen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese Entwicklung hat gerade für den demografischen Wandel erhebliche Folgen, etwa was die Abwanderung aus ungünstigen Regionen angeht. Publikation: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2024): BiB.Monitor Wohlbefinden: Regionale Unterschiede in der Lebenszufriedenheit in Deutschland. Wiesbaden (www.bib.bund.de/wohlbefinden)

Erschienen: 29.10.2024
Dauer: keine Angabe

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Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Was hat Gender und unbezahlte Arbeit damit zu tun?

Immer wieder wird in der politischen Debatte der gesellschaftliche Zusammenhalt betont. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich genau? Konsens, Regelbefolgung und gemeinsame Werte spielen dabei eine Rolle, doch zu viel davon kann in Autoritarismus umschlagen, wie die Soziologin Prof. Dr. Daniela Grunow (Goethe-Universität Frankfurt) analysiert. Der Zusammenhalt sei in Deutschland nicht gefährdet, aber die Formen und Vorstellungen davon änderten sich. Ein zentraler Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist die Aufteilung unbezahlter Arbeit wie familiärer Pflege, Hausarbeit und Kinderbetreuung sowie von Erwerbsarbeit. Die Aufteilung ist stark geschlechtsbezogen und führt zunehmend zu Konflikten. Während traditionelle Vorstellungen von Familie und Partnerschaft zurückgehen, wird die Verantwortung für die Familie oft noch vorrangig den Frauen zugeschrieben, auch wenn sie berufstätig sind. Diese Vorstellungen schlagen sich in vielen Ländern auch in unterschiedlichen politischen Ansichten und im Wahlverhalten von Männern und Frauen nieder. Publikationen: Hudde, Ansgar (2023): Seven Decades of Gender Differences in German Voting Behavior. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 75, 143–170. https://doi.org/10.1007/s11577-023-00904-4 Grunow, Daniela; Sachweh, Patrick; Schimank, Uwe und Traunmüller, Richard (2022): Gesellschaftliche Sozialintegration. Konzeptionelle Grundlagen und offene Fragen. FGZ Working Paper Nr. 2. Leipzig: Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. https://fgz-risc.de/bibliothek/publikationsdatenbank/details/gesellschaftliche-sozialintegration-konzeptionelle-grundlagen-und-offene-fragen

Erschienen: 12.09.2024
Dauer: keine Angabe

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Podcast "Podcast des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB)"
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