Podcast "Podcast des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB)"

Im Podcast „Bevölkerungsforschung – demografische Einblicke in sozialen Wandel“ berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung über ihre Studien und Ergebnisse.

Podcast-Episoden

Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Was hat Gender und unbezahlte Arbeit damit zu tun?

Immer wieder wird in der politischen Debatte der gesellschaftliche Zusammenhalt betont. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich genau? Konsens, Regelbefolgung und gemeinsame Werte spielen dabei eine Rolle, doch zu viel davon kann in Autoritarismus umschlagen, wie die Soziologin Prof. Dr. Daniela Grunow (Goethe-Universität Frankfurt) analysiert. Der Zusammenhalt sei in Deutschland nicht gefährdet, aber die Formen und Vorstellungen davon änderten sich. Ein zentraler Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist die Aufteilung unbezahlter Arbeit wie familiärer Pflege, Hausarbeit und Kinderbetreuung sowie von Erwerbsarbeit. Die Aufteilung ist stark geschlechtsbezogen und führt zunehmend zu Konflikten. Während traditionelle Vorstellungen von Familie und Partnerschaft zurückgehen, wird die Verantwortung für die Familie oft noch vorrangig den Frauen zugeschrieben, auch wenn sie berufstätig sind. Diese Vorstellungen schlagen sich in vielen Ländern auch in unterschiedlichen politischen Ansichten und im Wahlverhalten von Männern und Frauen nieder. Publikationen: Hudde, Ansgar (2023): Seven Decades of Gender Differences in German Voting Behavior. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 75, 143–170. https://doi.org/10.1007/s11577-023-00904-4 Grunow, Daniela; Sachweh, Patrick; Schimank, Uwe und Traunmüller, Richard (2022): Gesellschaftliche Sozialintegration. Konzeptionelle Grundlagen und offene Fragen. FGZ Working Paper Nr. 2. Leipzig: Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. https://fgz-risc.de/bibliothek/publikationsdatenbank/details/gesellschaftliche-sozialintegration-konzeptionelle-grundlagen-und-offene-fragen

Erschienen: 12.09.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Was hat Gender und unbezahlte Arbeit damit zu tun?"


Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig

Im Zuge der Coronapandemie hat sich die chronische Einsamkeit in Deutschland mehr als verdoppelt – von 15 auf 40 Prozent in der jüngeren erwachsenen Bevölkerung. Seither ist sie nur leicht zurückgegangen. Besonders betroffen waren und sind nach wie vor Erwachsene unter 30 Jahren, wie Daten der FReDA-Studie (www.freda-panel.de) zeigen. Die Lockdowns und die soziale Distanzierung spielten dabei eine große Rolle und beeinträchtigen junge Menschen möglicherweise langfristig, sagt Soziologin Lena Frembs vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Neben unterschiedlichen Formen von Einsamkeit von Frauen und Männern ist auch die soziale Frage als Ursache von Einsamkeit entscheidend: „Arme Menschen sind häufiger von chronischer Einsamkeit betroffen, aufgrund ihrer geringeren Teilhabe am sozialen Leben“, sagt die Forscherin. Dabei ist anhaltende Einsamkeit gesundheitlich belastend. Sie führt nicht nur zu Rückzug und Isolation, sondern ist mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden, wie Schlafstörungen, Depressionen, einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen und verringerter Lebenserwartung. Um dem entgegenzuwirken, zeigt die Wissenschaftlerin Wege aus der Einsamkeit. Tipps gegen Einsamkeit: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/einsamkeit/einsamkeit-ueberwinden-10-tipps-die-helfen-koennen-1140298 Publikation: Diabaté, Sabine; Frembs, Lena C.; Kaiser, Till; Bujard, Martin (Hrsg.) (2024): Einsamkeit im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter angestiegen. Wer ist betroffen und wie hat sich das Einsamkeitsempfinden entwickelt? FReDA Policy Brief, Mai 2024. Link: https://www.freda-panel.de/FReDA/DE/Service/Newsletter/newsletter_2024-1/Downloads/down_policy-brief.html

Erschienen: 12.07.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig"


Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig

Im Zuge der Coronapandemie hat sich die chronische Einsamkeit in Deutschland mehr als verdoppelt – von 15 auf 40 Prozent in der jüngeren erwachsenen Bevölkerung. Seither ist sie nur leicht zurückgegangen. Besonders betroffen waren und sind nach wie vor Erwachsene unter 30 Jahren, wie Daten der FReDA-Studie (www.freda-panel.de) zeigen. Die Lockdowns und die soziale Distanzierung spielten dabei eine große Rolle und beeinträchtigen junge Menschen möglicherweise langfristig, sagt Soziologin Lena Frembs vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Neben unterschiedlichen Formen von Einsamkeit von Frauen und Männern ist auch die soziale Frage als Ursache von Einsamkeit entscheidend: „Arme Menschen sind häufiger von chronischer Einsamkeit betroffen, aufgrund ihrer geringeren Teilhabe am sozialen Leben“, sagt die Forscherin. Dabei ist anhaltende Einsamkeit gesundheitlich belastend. Sie führt nicht nur zu Rückzug und Isolation, sondern ist mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden, wie Schlafstörungen, Depressionen, einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen und verringerter Lebenserwartung. Um dem entgegenzuwirken, zeigt die Wissenschaftlerin Wege aus der Einsamkeit. Tipps gegen Einsamkeit: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/einsamkeit/einsamkeit-ueberwinden-10-tipps-die-helfen-koennen-1140298 Publikation: Diabaté, Sabine; Frembs, Lena C.; Kaiser, Till; Bujard, Martin (Hrsg.) (2024): Einsamkeit im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter angestiegen. Wer ist betroffen und wie hat sich das Einsamkeitsempfinden entwickelt? FReDA Policy Brief, Mai 2024. Link: https://www.freda-panel.de/FReDA/DE/Service/Newsletter/newsletter_2024-1/Downloads/down_policy-brief.html

Erschienen: 12.07.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig"


Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig?

Im Zuge der Coronapandemie hat sich die chronische Einsamkeit in Deutschland mehr als verdoppelt – von 15 auf 40 Prozent in der jüngeren erwachsenen Bevölkerung. Seither ist sie nur leicht zurückgegangen. Besonders betroffen waren und sind nach wie vor Erwachsene unter 30 Jahren, wie Daten der FReDA-Studie (www.freda-panel.de) zeigen. Die Lockdowns und die soziale Distanzierung spielten dabei eine große Rolle und beeinträchtigen junge Menschen möglicherweise langfristig, sagt Soziologin Lena Frembs vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Neben unterschiedlichen Formen von Einsamkeit von Frauen und Männern ist auch die soziale Frage als Ursache von Einsamkeit entscheidend: „Arme Menschen sind häufiger von chronischer Einsamkeit betroffen, aufgrund ihrer geringeren Teilhabe am sozialen Leben“, sagt die Forscherin. Dabei ist anhaltende Einsamkeit gesundheitlich belastend. Sie führt nicht nur zu Rückzug und Isolation, sondern ist mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden, wie Schlafstörungen, Depressionen, einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen und verringerter Lebenserwartung. Um dem entgegenzuwirken, zeigt die Wissenschaftlerin Wege aus der Einsamkeit. Tipps gegen Einsamkeit: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/einsamkeit/einsamkeit-ueberwinden-10-tipps-die-helfen-koennen-1140298 Publikation: Diabaté, Sabine; Frembs, Lena C.; Kaiser, Till; Bujard, Martin (Hrsg.) (2024): Einsamkeit im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter angestiegen. Wer ist betroffen und wie hat sich das Einsamkeitsempfinden entwickelt? FReDA Policy Brief, Mai 2024. Link: https://www.freda-panel.de/FReDA/DE/Service/Newsletter/newsletter_2024-1/Downloads/down_policy-brief.html

Erschienen: 12.07.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Chronische Einsamkeit: Warum sinken die Werte nach Corona nur wenig?"


Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?

In Deutschland leben Frauen rund fünf Jahre länger als Männer. Woran liegt das? Antworten liefert Dr. Markus Sauerberg vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Dazu richtet er den Blick auch auf die Entwicklung in Europa. Obwohl weltweit ein Vorsprung der weiblichen Lebenserwartung gegeben ist, unterscheidet sich der Abstand zwischen den Geschlechtern je nach Land erheblich. Ursachen dafür sind unter anderem Lebensstilfaktoren wie das Rauchen, mangelnde Bewegung, erhöhter Alkoholkonsum oder schlechte medizinische Versorgung. Insgesamt ist die Lebenserwartung ein guter Indikator für die Bewertung der Lebensqualität eines Landes, einer Region oder einer Bevölkerungsgruppe, denn es fließen Gesundheit, sozioökonomische Lage und der Bildungsstand in diesen Wert ein. Einkommensunterschiede, die sich in der Sterblichkeit zeigen, sind zudem ein gutes Beispiel für Geschlechterunterschiede. Der Grund dafür ist, dass der Unterschied in der Sterblichkeit zwischen armen und reichen Frauen durch den Einfluss des Einkommens ihres Partners verzerrt wird. Publikation zu Geschlechterunterschieden in der Lebenserwartung in Europa: https://doi.org/10.1093/eurpub/ckad111 Publikation zur Sterblichkeitsentwicklung Deutschlands im internationalen Kontext: https://doi.org/10.1007/s00103-024-03867-9

Erschienen: 11.06.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?"


Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?

In Deutschland leben Frauen rund fünf Jahre länger als Männer. Woran liegt das? Antworten liefert Dr. Markus Sauerberg vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Dazu richtet er den Blick auch auf die Entwicklung in Europa. Obwohl weltweit ein Vorsprung der weiblichen Lebenserwartung gegeben ist, unterscheidet sich der Abstand zwischen den Geschlechtern je nach Land erheblich. Ursachen dafür sind unter anderem Lebensstilfaktoren wie das Rauchen, mangelnde Bewegung, erhöhter Alkoholkonsum oder schlechte medizinische Versorgung. Insgesamt ist die Lebenserwartung ein guter Indikator für die Bewertung der Lebensqualität eines Landes, einer Region oder einer Bevölkerungsgruppe, denn es fließen Gesundheit, sozioökonomische Lage und der Bildungsstand in diesen Wert ein. Einkommensunterschiede, die sich in der Sterblichkeit zeigen, sind zudem ein gutes Beispiel für Geschlechterunterschiede. Der Grund dafür ist, dass der Unterschied in der Sterblichkeit zwischen armen und reichen Frauen durch den Einfluss des Einkommens ihres Partners verzerrt wird. Publikation zu Geschlechterunterschieden in der Lebenserwartung in Europa: https://doi.org/10.1093/eurpub/ckad111 Publikation zur Sterblichkeitsentwicklung Deutschlands im internationalen Kontext: https://doi.org/10.1007/s00103-024-03867-9

Erschienen: 11.06.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?"


Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?

In Deutschland leben Frauen rund fünf Jahre länger als Männer. Woran liegt das? Antworten liefert Dr. Markus Sauerberg vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Dazu richtet er den Blick auch auf die Entwicklung in Europa. Obwohl weltweit ein Vorsprung der weiblichen Lebenserwartung gegeben ist, unterscheidet sich der Abstand zwischen den Geschlechtern je nach Land erheblich. Ursachen dafür sind unter anderem Lebensstilfaktoren wie das Rauchen, mangelnde Bewegung, erhöhter Alkoholkonsum oder schlechte medizinische Versorgung. Insgesamt ist die Lebenserwartung ein guter Indikator für die Bewertung der Lebensqualität eines Landes, einer Region oder einer Bevölkerungsgruppe, denn es fließen Gesundheit, sozioökonomische Lage und der Bildungsstand in diesen Wert ein. Einkommensunterschiede, die sich in der Sterblichkeit zeigen, sind zudem ein gutes Beispiel für Geschlechterunterschiede. Der Grund dafür ist, dass der Unterschied in der Sterblichkeit zwischen armen und reichen Frauen durch den Einfluss des Einkommens ihres Partners verzerrt wird. Publikation zu Geschlechterunterschieden in der Lebenserwartung in Europa: https://doi.org/10.1093/eurpub/ckad111 Publikation zur Sterblichkeitsentwicklung Deutschlands im internationalen Kontext: https://doi.org/10.1007/s00103-024-03867-9

Erschienen: 11.06.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Lebenserwartung: Warum leben Frauen länger als Männer?"


Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?

Dass Väter Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, ist eine absolute Ausnahme – obwohl mehr als die Hälfte der Väter angibt, sie würde gern die Arbeitszeit reduzieren. Dr. Stefanie Hoherz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Bromance Daddys-Podcaster Nick und Leon erörtern, inwieweit die wirtschaftliche Situation, ein teilzeitfreundliches Umfeld und die Lage der Partnerinnen und Mütter dabei von Bedeutung sind und wie sich die Rollen für Väter heute verändert haben – auch im Vergleich zur eigenen Kindheit. Väter können aber ihre Zeit mit Kindern gut gegen beruflichen Stress schützen, nur besonders lange Pendelzeiten beeinträchtigen die Familienzeit.

Erschienen: 08.05.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?"


Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?

Dass Väter Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, ist eine absolute Ausnahme – obwohl mehr als die Hälfte der Väter angibt, sie würde gern die Arbeitszeit reduzieren. Dr. Stefanie Hoherz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Bromance Daddys-Podcaster Nick und Leon erörtern, inwieweit die wirtschaftliche Situation, ein teilzeitfreundliches Umfeld und die Lage der Partnerinnen und Mütter dabei von Bedeutung sind und wie sich die Rollen für Väter heute verändert haben – auch im Vergleich zur eigenen Kindheit. Väter können aber ihre Zeit mit Kindern gut gegen beruflichen Stress schützen, nur besonders lange Pendelzeiten beeinträchtigen die Familienzeit.

Erschienen: 08.05.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?"


Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?

Dass Väter Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, ist eine absolute Ausnahme – obwohl mehr als die Hälfte der Väter angibt, sie würde gern die Arbeitszeit reduzieren. Dr. Stefanie Hoherz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Bromance Daddys-Podcaster Nick und Leon erörtern, inwieweit die wirtschaftliche Situation, ein teilzeitfreundliches Umfeld und die Lage der Partnerinnen und Mütter dabei von Bedeutung sind und wie sich die Rollen für Väter heute verändert haben – auch im Vergleich zur eigenen Kindheit. Väter können aber ihre Zeit mit Kindern gut gegen beruflichen Stress schützen, nur besonders lange Pendelzeiten beeinträchtigen die Familienzeit.

Erschienen: 08.05.2024
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Moderne Väter: Was bedeutet es heute, Vater zu sein?"


Podcast "Podcast des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB)"
Merken
QR-Code