Podcast "Frauen von damals"

Sie erkämpften das Frauenwahlrecht, gründeten Schulen, gingen auf Reisen – und sie liebten, wen sie wollten: Historikerin Bianca Walther erzählt von Frauen, die Grenzen überschritten. Von der queeren Landadligen Anne Lister bis zur Verlegergattin Emilie Mosse, von der Pionierin der Sozialen Arbeit Alice Salomon bis zu Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Komponistinnen wie Ottilie Roederstein, Selma Lagerlöf oder Ethel Smyth. Nominiert für den Grimme Online Award 2024 *** Website: https://biancawalther.de Bild: Stadtarchiv Hofheim

Podcast-Episoden

"Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual ..." - Johanna Elberskirchen (1864-1943)

"Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual - nun, dann lasse man uns doch! Dann sind wir es doch mit gutem Recht." Mit dieser klaren Ansage nahm die Feministin Johanna Elberskirchen im Jahr 1904 den Kampf gegen das Schweigen über die Liebe zwischen Frauen auf.  Ein solch offenes Bekenntnis war zu einer Zeit, in der weibliches Begehren jeder Art noch ein großes Tabuthema war, äußerst ungewöhnlich. Wer war die Frau, die so selbstbewusst zu ihrer Liebe zu und Lust auf Frauen stand?  Johanna Elberskirchen war nie eine Frau gewesen, die sich fromm in die vorgezeichneten Bahnen fügte. Als Tochter eines Kleinkaufmanns erkämpfte sie sich zunächst einen Abschluss auf der höheren Töchterschule, ging dann auf Lehr- und Wanderjahre und schließlich zum Studium nach Bern. Sie wurde Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin und Aktivistin für die Belange homosexueller Frauen. Liebe fand sie auch - in der Person der Medizinstudentin Anna Eysoldt. Bis die beiden zusammenleben konnten, sollten jedoch noch einige Hürden zu überwinden sein. Welche was waren und was die Schweizer Justiz damit zu tun hat? Lasst euch überraschen! Natürlich werfen wir in dieser Folge auch einen Blick in Johanna Elberskirchens Schriften. Immerhin befanden sich darunter so schlagkräftige Titel wie: "Was hat der Mann aus Weib, Kind und sich gemacht? Revolution und Erlösung des Weibes; eine Abrechnung mit dem Mann - ein Wegweiser in die Zukunft!", aus dem das Titelzitat dieser Folge entnommen ist. Und Johanna Elberskirchen wäre nicht sie selbst gewesen, wenn ihr bewegtes Leben nicht auch ein bewegtes Ende genommen hätte. Am Schluss wird es also noch eine kleine Räuberpostille geben. Literatur zur Folge (Auswahl): Christiane Leidinger: Keine Tochter aus gutem Hause. Johanna Elberskirchen (1864-1943), Konstanz 2008. Johanna Elberskirchen: Die Prostitution des Mannes - auch eine Bergpredigt, auch eine Frauenlektüre, Zürich 1896. Johanna Elberskirchen: Was hat der Mann aus Weib, Kind und sich gemacht? Revolution und Erlösung des Weibes; eine Abrechnung mit dem Mann - ein Wegweiser in die Zukunft! Berlin 1904. *** Übrigens: Ab sofort könnt ihr die Frauen von damals auch unterstützen! Bei Steady gibt es vier verschiedenen Abomodelle - und wer lieber einmalig etwas in den Hut werfen möchten, kann das jetzt auf Ko-Fi tun. Ihr unterstützt mich damit bei den Hosting-Kosten, der Literaturbeschaffung und der technischen Infrastruktur. ***

Erschienen: 30.09.2021
Dauer: 01:14:26

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Die Reisen der Amelia B. Edwards

Amelia Ann Blanford Edwards lebte eigentlich drei Leben in einem: Zunächst Romanautorin, wurde sie nach einer Italienreise zur gefeierten Reiseschriftstellerin und schließlich zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Ägyptologie. Sie liebte Frauen, ihre Freiheit und ferne Länder, war am liebsten auf neuen Pfaden unterwegs. Kam sie je an? Oder war der Weg das Ziel? Vielleicht wir das ihr Geheimnis bleiben. In dieser Sonderfolge erzähle ich euch die Geschichte einer Frau, die immer wieder mit Kreativität und Hingabe ihrem Herzen folgte. Die Geschichte führt uns nach Rom, in die Dolomiten, den Nil hinauf und über den Atlantik und schließlich nach Westbury-on-Trym, wo Amelia Edwards neben Ellen Braysher (1804-1892) begraben liegt - der Gefährtin, mit der sie 30 Jahre lang zusammenlebte, auch, wenn sie dazwischen immer wieder ihre eigenen Wege ging. Die vollständigen Shownotes findet ihr unter https://biancawalther.de/amelia-edwards. Die Folge und ihre Kapitel: 04:00 - Kapitel 1: Die frühen Jahre (1831-1855) 14:00 - Kapitel 2: Die Nachwuchsschriftstellerin und ihre Netzwerke (1855-1857) 23:30 - Kapitel 3: Eine Reise nach Rom (1857) 31:00 - Kapitel 4: Umbrüche (1857-1864) 33:20 - Kapitel 5: Liebe und Schmerz in Westbury-on-Trym (1864-1871) 48:00 - Kapitel 6: Marianne North (1871) 54:00 - Kapitel 7: Zu neuen Gipfeln! (1871-73) 1:12:00 - Kapitel 8: 1000 Meilen auf dem Nil (1873-1881) 1:28:00 - Kapitel 9: Ägyptomanie! 1:37:00 - Kapitel 10: Der Egypt Exploration Fund (1882) 1:44:00 - Kapitel 11: Die Reise in die USA und die letzten Jahre (1889-1892) Die Links und Bilder: Amelia Edwards, 1850er Jahre (NPG)  Matilda Hays und Charlotte Cushman, ca. 1855 (Harvard Theatre Collection) Amelia Edwards zum Zeitpunkt der Ägypten-Reise (NPG) Amelia Edwards zum Zeitpunkt der USA-Reise (Wikimedia Commons) HerstoryPod über Hatschepsut tumblr der University of Chicago mit Gedichtband von Amelia Edwards  Mehr in den vollständigen Shownotes unter https://biancawalther.de/amelia-edwards Die Quellen und Literatur: Amelia B. Edwards: Untrodden Peaks and Unfrequented Valleys. A Midsummer Ramble in the Dolomites, London 1873. Amelia B. Edwards: A Thousand Miles up the Nile, London 1877. Joan Rees: Amelia Edwards. Traveller, Novelist and Egyptologist, London 1998 Brenda E. Moon: More Usefully Employed. Amelia B. Edwards, Writer, Traveller and Campaigner for Ancient Egypt, London 2006 Sean Brady: John Addington Symonds (1840-1893) and Homosexuality. A Critical Edition of Sources, Basingstoke 2012. The Amelia Edwards Papers, Somerville College, Oxford. Alle weiteren Quellen in den vollständigen Shownotes unter https://biancawalther.de/amelia-edwards Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals!

Erschienen: 14.04.2021
Dauer: 01:58:49

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Monokel-Ball im Monbijou: Streifzug durch das lesbische Berlin der 1920er

Zum Staffelfinale nehme ich euch wie versprochen mit auf Kneipentour durchs lesbische Berlin der 1920er Jahre! Wir beginnen im Damenklub Violetta, blättern nach einem erbaulichen Ausflug in die Begriffsgeschichte ein wenig in der Freundin und der Frauenliebe und tanzen anschließend bei Mondschein auf dem Müggelsee bis zum Morgen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten! Verwendete Literatur: Hacker, Hanna: Frauen und Freundinnen. Studien zur "weiblichen Homosexualität" am Beispiel Österreich 1870-1938, Weinheim und Basel 1987. Krafft-Ebing, Richard v.: Psychopathia sexualis. Eine klinisch-forensische Studie, 2. und 7. Auflage, Stuttgart 1891 und 1892. Schader, Heike: Virile, Vamps und Wilde Veilchen. Sexualität, Begehren und Erotik in den Zeitschriften homosexueller Frauen im Berlin der 1920er Jahre, Königstein/Taunus 2004. ... und natürlich die Frauenliebe und die Freundin. Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals!

Erschienen: 27.11.2020
Dauer: 01:00:20

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"Wo ist das Recht der Frau?" - Anita Augspurg (1857-1943)

„Wo ist das Recht der Frau?“ Anita Augspurg – Juristin, Feministin, Pazifistin Sie war radikale Frauenrechtlerin, Juristin mit scharfer Feder und ab 1914 engagierte Pazifistin. Mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann mischte sie nicht nur die Männerwelt in Kaiserzeit und Weimarer Republik gehörig auf: Dr. Anita Augspurg (1857-1943). Im übrigen wächst in dieser Folge zusammen, was zusammengehört: Jasmin von HerstoryPod und Geschichtsdolmetscherin Bianca senden diese Woche gemeinsam – und haben sich viel zu erzählen. *** Das im Podcast versprochene Foto des Verbands fortschrittlicher Frauenvereine mit den Namen der Abgebildeten (vermerkt in Minna Cauers Handschrift) findet ihr auf der Website des IISG Amsterdam, wo auch Cauers Nachlass lagert: https://search.iisg.amsterdam/Record/1309653. Und wer genau hinsieht, bemerkt auch, dass es nicht, wie Bianca dachte, das Gründungsfoto ist, sondern ein Foto von einer Sitzung im Jahr 1901 – zwei Jahre nach der Gründung. Die anderen Bilder aus Jasmins heiterem Fotoraten findet ihr hier (Gruppenfoto aus dem Atelier Elvira) und hier (Orgateam des Berliner Frauenkongresses 1912). Jasmins Podcast über Pionierinnen und andere starke Frauen findet ihr unter https://herstorypod.de.  *** Wir freuen uns, mit diesem Podcast an der wunderbaren Blogparade #FemaleHeritage der Monacensia im Hildebrandhaus teilzunehmen.  Schaut doch mal dort vorbei! *** Verwendete Literatur: Augspurg, Anita:  Rechtspolitische Schriften. Kommentierte Studienausgabe. Herausgegeben und kommentiert von Christiane Henke, Köln 2013. Cauer, Minna: Briefe an Muschka von Witt (Archivgut), IISG Amsterdam, Minna Cauer Papers Nr. 79. Cauer, Minna: Tagebuch (Archivgut), IISG Amsterdam, Minna Cauer Papers, Nr. 71. Henke, Christiane: Anita Augspurg, Reinbek 2000. Heymann, Lida G.: Erlebtes, Erschautes: Deutsche Frauen kämpfen für Freiheit, Recht und Frieden 1850–1940, hg. v. Margrit Twellmann. Meisenheim 1977. Heymann, Lida G.: "Offener Brief an die Redaktion der Zeitschrift für Frauenstimmrecht", in: Zeitschrift für Frauenstimmrecht, Beilage zu Die Frauenbewegung, 20. Jg., Nr. 26 (1. Oktober 1914), S. 49-50. Kinnebrock, Susanne: Anita Augspurg (1857–1943). Feministin und Pazifistin zwischen Journalismus und Politik. Eine kommunikationshistorische Biographie, Herbolzheim 2005

Erschienen: 13.11.2020
Dauer: 02:14:22

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Minna Cauer (1841-1922) - Mit Leidenschaft für Frauen, Frieden und Demokratie

Minna Cauer war eine der wichtigsten Frauenrechtlerinnen im Kaiserreich. Trotzdem ist seit 95 Jahren kein Buch mehr über sie geschrieben worden - vielleicht, weil sie immer zwischen den Stühlen saß: Den einen zu links, den anderen zu emotional, wieder anderen zu alt. Zeit, einer ganz Großen zu ihrem Geburtstag etwas Aufmerksamkeit zu schenken! Wie immer freue ich mich über euer Feedback auf Twitter oder Instagram unter @frauenvondamals - oder per Email an rohrpost at biancawalther punkt de! Verwendete Literatur: Else Lüders: Minna Cauer. Leben und Werk, Gotha/Stuttgart 1925. (Das Bild zu dieser Folge ist das Frontispiz aus diesem Buch) Anne-Laure Briatte; Meiken Endruweit (Übers.): Bevormundete Staatsbürgerinnen. Die 'radikale' Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich, München 2020. Bianca Walther: "Diese Zeit findet kein großes Geschlecht, besonders nicht unter den Frauen." - Minna Cauer und die bürgerliche Frauenbewegung, 1914-1918. Unveröffentlichte Hausarbeit, Fernuniversität Hagen, 2014. *** Viel Material zu Minna Cauer findet ihr auch auf den Internetseiten des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (https://digitales-deutsches-frauenarchiv.de) und in deren Katalog https://meta-katalog.eu, der auch zahlreiche Digitalisate enthält. Und hier wie versprochen das Bild, das ich euch ganz am Schluss der Folge versprochen habe: https://search.iisg.amsterdam/Record/593987

Erschienen: 30.10.2020
Dauer: 00:49:11

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Die Lieben der Selma Lagerlöf

Die schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf (1858-1940) ist in Deutschland heute hauptsächlich als Autorin des Kinderbuchs "Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen" bekannt. Sie hatte aber noch deutlich mehr auf dem Kasten: Als erste Frau bekam sie 1909 den Literaturnobelpreis zugesprochen. In Schweden ist sie nach wie vor eine Ikone, zierte jahrzehntelang den 20-Kronen-Schein. Was allerdings erst 50 Jahre nach ihrem Tod bekannt wurde, war, dass sie neben der Schriftstellerei noch zwei andere große Lieben hatte: ihre Kollegin Sophie Elkan und die Studienrätin Valborg Olander - ihre "Sekretärin", wie es nach außen hieß. In dieser Folge erzähle ich euch die Geschichte dazu - und habe für euch ein paar Briefauszüge übersetzt. Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals! Verwendete Quellen und Literatur: Andersson, Eva: Valborg H C Olander, https://sok.riksarkivet.se/sbl/artikel/7676, Svenskt biografiskt lexikon (abg. 10/2020) Edström, Vivi: Selma Lagerlöf. Livets vågspel, Stockholm 2002. Frunck, Ingrid: "Minnesteckning över Valborg Olander", in: Falu folkskoleseminariums kamratförbunds årsskrift, Jg. 1956, S. 9-20. Königliche Bibliothek, Stockholm: Nachlass Selma Lagerlöf (KB1:L1) und Sophie Elkan (KB1:L84). Lagerlöf, Selma: Mårbacka. Kindheitserinnerungen, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München o. J. [orig.: 1922]. Lagerlöf, Selma: Aus meinen Kindertagen, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München 1931 [orig.: 1930]. Lagerlöf, Selma: Tagebuch der Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München 1934 [orig: 1932]. Lagerlöf, Selma: Du lär mig att bli fri. Selma Lagerlöf skriver till Sophie Elkan, hg. v. Ying Toijer-Nilsson, Stockholm 1992. Lagerlöf, Selma: En riktig författarhustru. Selma Lagerlöf skriver till Valborg Olander, hg. v. Ying Toijer-Nilsson, Stockholm 2006. Oterdahl, Jeanna: Sophie Elkan (f. Salomon), https://sok.riksarkivet.se/sbl/artikel/16006, Svenskt biografiskt lexikon (abg. 10/2020) Toijer-Nilsson, Ying: "Den nya vännen", in: Karl-Erik Lagerlöf (Hg.): Selma Lagerlöf och kärleken, Södertälje 1997, S. 9-15. Ulvros, Eva Helen: Sophie Elkan. Hennes liv och vänskap med Selma Lagerlöf, Lund 2001. Wägner, Elin: Selma Lagerlöf I: Från Mårbacka till Jerusalem, Stockholm 1942. Wägner, Elin: Selma Lagerlöf II: Från Jerusalem till Mårbacka, Stockholm 1943. Walther, Bianca: Jedes ist ein Eigenes und auf seine Art Einziges. Weibliche Lebensgemeinschaften und Freundinnenkultur im Bürgertum, 1890-1940. Unveröffentlichte Masterarbeit, FernUni Hagen 2014.

Erschienen: 16.10.2020
Dauer: 00:47:04

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Von Olympe bis Helene: Streifzug durch 100 Jahre Frauenbewegung

Nachdem wir uns schon ein paar Mal mit Biografien einzelner Frauenrechtlerinnen befasst haben, wagen wir uns ab heute in unregelmäßigen Abständen an einen Überblick über die deutsche Frauenbewegung in Kaiserzeit und Weimarer Republik. Los geht es - wie könnte es anders sein? - mit den Anfängen. Wir marschieren so um die Zeit der Französischen Revolution los und erreichen unser Etappenziel Hamburg im Jahr 1898, gerade pünktlich zu einer denkwürdigen Jahresversammlung des Bunds deutscher Frauenvereine (BDF). Natürlich können wir nur einen Ausschnitt abbilden. Mehr über das äußerst reiche, komplexe Gebilde, das sich "Frauenbewegung" nannte, könnt ihr zum Beispiel erfahren, indem ihr das wunderbare Internetportal des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de) durchstöbert - oder aus den folgenden Büchern: Literatur: Angelika Schaser: Frauenbewegung in Deutschland 1848-1933, Darmstadt 2006. Ute Gerhard: Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, Reinbek 1990. Barbara Beuys: Die neuen Frauen – Revolution im Kaiserreich München, 2014. Anne-Laure Briatte-Peters (Autorin); Meiken Endruweit (Übers.): Bevormundete Staatsbürgerinnen: Die »radikale« Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich, München 2020. Herrad Schenk: Die feministische Herausforderung. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland, München 1980. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es ferner günstig (sofern noch lieferbar) ein Überblickswerk von Rosemarie Nave-Herz. Weitere Tipps, auch zu Einzeldarstellungen und Biografien, gebe ich auch gern auf Twitter unter dem Handle @frauenvondamals, auf dem ihr mich gern kontaktieren dürft. Ich freu mich!

Erschienen: 01.10.2020
Dauer: 00:44:28

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Gertrud Bäumer (1873-1954) - Frauenrechtlerin, Politikerin, Multitaskerin

Gertrud Bäumer war eine Frauenrechtlerin, die polarisierte: Die einen fanden sie zu moderat, die anderen bewunderten ihren Pragmatismus. Den einen war sie zu machtbewusst, wieder anderen war sie Vorbild und Inspiration. Ein Jahrzehnt lang stand sie dem Bund deutscher Frauenvereine vor; danach machte sie sich auf den Marsch durch die Institutionen - ohne Landkarte, denn sie war fast überall eine der Ersten. Zeit für Privatleben fand sie trotzdem. Ein Blick in die Geschichte einer Frau, die sich nicht in eine Schublade pressen lässt und für die vielleicht noch nicht einmal eine ganze Kommode ausreicht. Verwendete Literatur: Bäumer, Gertrud: Lebensweg durch eine Zeitenwende, Tübingen 1933. Bäumer, Gertrud: Des Lebens wie der Liebe Band. Briefe (hg. v. Emmy Beckmann), Tübingen 1956. Göttert, Margit: Macht und Eros. Eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Ts. 2000. Lange, Helene: Lebenserinnerungen, Berlin 1921. Lange, Helene: Was ich hier geliebt. Briefe (hg. v. Emmy Beckmann), Tübingen 1957 Schaser, Angelika: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Eine politische Lebensgemeinschaft, Köln u.a. 2000. Velsen, Dorothee von: Im Alter die Fülle, Tübingen 1957. Bildquelle: Zeitungsausschnitt der "Gartenlaube" vom Sommer 1912, via Wikipedia.

Erschienen: 17.09.2020
Dauer: 00:42:08

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Eine afrikanische Frauenrechtlerin: Adelaide Casely-Hayford (1868-1960)

Adelaide Casely-Hayford, geboren 1868 in Freetown, lebte unabhängig, bereiste drei Kontinente und reformierte die Mädchenbildung in ihrer Heimat Sierra Leone. Die Geschichte einer Powerfrau, die Chancen ergriff und Konflikte nicht scheute. Verwendete Literatur: Adelaide Cromwell:  An African Victorian Feminist. The Life and Times of Adelaide Smith Casely Hayford (1868-1960), Washington D. C.  1992 (Daraus auch das Bild, das diese Episode ziert) Keisha Blain: Emerging Feminisms - A Historical Note. Pan-African Feminist Adelaide Casely-Hayford, The Feminist Wire, 28. März 2016, https://thefeministwire.com/2016/03/a-historical-note-pan-african-feminist-adelaide-casely-hayford/ Mary Louise Pratt: Imperial Eyes. Travel Writing and Transculturation. London/New York 1992. Erwähnte historische Personen: Mary Seacole - https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Seacole Edmonia Lewis - https://en.wikipedia.org/wiki/Edmonia_Lewis Und natürlich die Podcast-und-Sonstiges-Empfehlungen: Petra Tabarelli und andere: Frauen reden über Fußball - https://www.fruef.de/ Laura Baumgarten: Frau Abgeordnete - https://www.instagram.com/frauabgeordnete/ Nora Hespers: Die Anachronistin - https://www.die-anachronistin.de/ Jasmin Lörchner: Herstory Pod - https://herstorypod.de/ Wenn es euch gefallen hat, wenn ihr Fragen, Wünsche oder sonstiges Feedback habt, freue ich mich, von euch zu hören. Ihr findet mich auf Twitter und Instagram unter @frauenvondamals (https://twitter.com/frauenvondamals und https://www.instagram.com/frauenvondamals/), auf Facebook unter https://www.facebook.com/DieGeschichtsdolmetscherin und auf meiner Internetseite https://biancawalther.de/ Und natürlich freu ich mich auch immer über Sterne, wo auch immer ihr welche hinterlassen könnt! :)

Erschienen: 03.09.2020
Dauer: 00:37:24

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Mary Kingsley - Grenzgängerin zwischen Kulturen und Konventionen

Die englische Afrikareisende Mary Kingsley (1862-1900) war eine Grenzgängerin im wahrsten Sinne des Wortes: Mit 32 Jahren trat die Tochter einer Köchin und eines Arztes aus der Enge des viktorianischen Fräuleindaseins heraus, um Forschungsreisende zu werden. Sie reiste dreimal nach Afrika, schrieb einen schillernden Reisebericht und begeisterte das Publikum zu Hause mit ihren Vorträgen. Die britische Kolonialverwaltung war indes weniger angetan von ihren lautstarken Rufen nach Reformen. In dieser Folge beleuchten wir Mary Kingsleys Grenzgänge und begeben uns mit ihr auf Reisen - zu Flusspferden und Krokodilen, durch den Dschungel und natürlich auch zu Menschen.

Erschienen: 23.07.2020
Dauer: 00:31:59

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Podcast "Frauen von damals"
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