Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Episode 47: Ran an den Mond Unser Mond ist der einzige Himmelskörper, auf dem schon Menschen gestanden haben – allerdings ist das schon über 50 Jahre her. Dennoch: Im Moment scheint es wieder eine Art „Run auf den Mond“ zu geben. Grund genug für unsere beiden galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne, im aktuellen Podcast einmal einen Blick auf das Treiben rund um den Mond zu werfen. Ganz neue Mitspieler machen sich bemerkbar: Robotische Sonden aus China und Indien sind bereits erfolgreich gelandet, und die Japaner beteiligen sich ebenso am neuen „Wettlauf zum Mond“ wie die Südkoreaner. Die Amerikaner setzen auf kleine, private Firmen, die es bis zum Mond schaffen wollen. Wenn es um Missionen mit einer menschlichen Crew geht, sind die staatlichen Raumfahrtorganisationen, neben der federführenden NASA auch die Kanadier, Japaner und Europäer, dann aber doch wieder am Zug. Wann mag es so weit sein, dass im Rahmen des Artemis-Programms eine Astronautin als erster Mensch seit Jahrzehnten den Mond betreten wird? Paul und Susanne spekulieren – und erklären auch, warum die Landung wohl in der Nähe des Südpols des Mondes stattfinden wird.
Erschienen: 11.01.2024
Dauer: 00:35:24
Weitere Informationen zur Episode "Episode 47: Ran an den Mond"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
In unserem Sonnensystem gibt es nicht nur die Sonne und ihre acht Planeten – auch sehr viele kleine Objekte sind dort unterwegs. Auf diese „Asteroiden“ werfen unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne in ihrer aktuellen Podcast-Folge einen genaueren Blick. An die 600.000 dieser Objekte, von denen die meisten nur wenige hundert Meter groß sind, haben eine bekannte Bahn – und es existieren noch viel mehr. Die größten der Asteroiden messen dagegen mehrere hundert Kilometer. Raumsonden haben schon einige Asteroiden besucht und immerhin dreimal Proben zurück zur Erde gebracht. Dabei stellt sich heraus, dass die Kleinen im Sonnensystem ein große Vielfalt aufweisen: Manche sind eine Art fliegender Schutthaufen, nur ganz locker durch ihre sehr geringe Schwerkraft zusammengehalten. Andere, wie Psyche, zu der sich gerade eine Sonde aufgemacht hat, haben einen hohen Metallanteil – Heavy Metal im All! In Sachen Einschlag auf der Erde können Paul und Susanne für den Moment Entwarnung geben – aber für den Fall der Fälle tut Vorbereitung trotzdem Not und eine lange Vorwarnzeit ist günstig. Auch deshalb sollte man das Kleinzeug des Sonnensystems nicht vernachlässigen!
Erschienen: 28.12.2023
Dauer: 00:40:34
Weitere Informationen zur Episode "Episode 46: Von Schutthaufen bis Heavy Metal"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Regelmäßig gibt es am Himmel „Planetentreffen“ – und manchmal sind sie richtig auffällig. Das ist Grund genug für unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne, sich einmal mit solchen „Konjunktionen“ zu beschäftigen. Dabei kommen sich die Planeten im Weltraum natürlich nicht wirklich nah, denn sie laufen ja in ganz unterschiedlichen Abständen um unsere Sonne. Aber von der Erde aus gesehen überholt der eine Planet den anderen, und dabei stehen sie für einige Tage scheinbar sehr nah beieinander. Der bekannteste „Fall“ betrifft die Planeten Jupiter und Saturn, die sich etwa alle 20 Jahre am Himmel begegnen. Das taten sie das letzten Mal im Dezember 2020 – aber es geschah auch im Jahr 7 vor Christus, damals sogar in der noch viel selteneren Variante der dreifachen Begegnung innerhalb eines Jahres. In vielen Planetarien, auch in Bochum, kann man in diesen Tagen diesem Himmelsschauspiel zusehen – ist es doch der vielleicht beliebteste Kandidat für den „Stern von Bethlehem“ oder Weihnachtstern!
Erschienen: 14.12.2023
Dauer: 00:35:44
Weitere Informationen zur Episode "Episode 45: Treffen sich zwei Planeten"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Bekanntlich darf unsere galaktische Spaziergängerin Susanne in Bochum das Planetarium leiten. Und das ist gerade 100 Jahre alt geworden – nicht etwa das in Bochum, das nächstes Jahr immerhin seinen 60. Geburtstag feiert, sondern das Planetarium überhaupt! Grund genug für Paul und Susanne, einmal auf die Geschichte des Sterntheaters zurückzuschauen. Der erste Sternenprojektor, als „Modell 1“ bekannt, wurde am 21. Oktober 1923 zum ersten Mal in Betrieb genommen. Aber erst am 7. Mai 1925 öffnete im neu gegründeten Deutschen Museum in München das erste Planetarium für regelmäßige Vorführungen. In den folgenden hundert Jahren hat sich technisch wie inhaltlich viel getan. Den eindrucksvollen Anblick eines perfekt klaren Sternenhimmels bietet die Sternenkuppel immer noch. Aber moderne Planetarien sind kosmische Raumzeit-Maschinen, mit denen man weit ins Universum reisen kann und Planeten, Sterne und Galaxien aus der Nähe sieht. Auch Musik und Kultur kommen nicht zu kurz. Unsere beiden Spaziergänger sind naturgemäß etwas parteiisch, aber ihr Fazit ist: Ein Besuch lohnt sich!
Erschienen: 30.11.2023
Dauer: 00:37:18
Weitere Informationen zur Episode "Episode 44: Licht aus - Sterne an! Faszination Planetarium"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Sie sind eine Vorhersage von Albert Einstein, dem Schöpfer der Relativitätstheorie: Gravitationswellen, bei denen der Raum selbst schwingt. Unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne machen sich im aktuellen Podcast auf die Suche nach dieser „perfekten Welle“. Es stellt sich heraus, dass sie nicht leicht zu finden ist. Das Prinzip der Messung ist dabei im Grunde ganz einfach: Man muss „nur“ feststellen, dass sich die Länge des Messgeräts periodisch verändert. Aber der Raum ist ein sehr steifes Gebilde – um ihn zum Schwingen zu bringen, bedarf es äußerst energiereicher Ereignisse. Zwei Schwarze Löcher mit der mehrfachen Masse unserer Sonne, die in einer fernen Galaxie miteinander verschmelzen, sind geeignet. Nur ist der Effekt selbst dann leider winzig: Auf einen Kilometer Länge ändert sich die Länge gerade einmal um ein Tausendstel der Größe eines Atomkerns. 2015 wurde so etwas zum ersten Mal beobachtet, und 2017 gab es einen Nobelpreis dafür. Inzwischen sind schon an die hundert Ereignisse bekannt – und ein neues Fenster ins Universum hat sich geöffnet.
Erschienen: 16.11.2023
Dauer: 00:38:14
Weitere Informationen zur Episode "Episode 43: Die Perfekte Welle"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Episode 42: Radio Gaga - PulsareSeit der Entdeckung der „Pulsare“ 1967 wissen wir, dass es am Himmel immer wieder blitzt – allerdings ist das in den meisten Fällen nur für Radio-Augen zu bemerken. Was das kosmische „Radio Gaga“ verursacht, diskutieren unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne in der aktuellen Folge ihres Podcast. Es sind sehr exotische Objekte, Neutronensterne genannt, die für die kurzen Pulse verantwortlich sind. Ein Neutronenstern war einmal ein Stern mit der vielfachen Masse der Sonne. Dann wurde er zur Supernova – und zurück blieb ein Objekt, schwerer als unsere Sonne aber nur etwa 20 Kilometer groß. So ein Neutronenstern rotiert sehr schnell, viele Male pro Sekunde. Dabei sendet er wie ein Leuchtturm einen Kegel von Strahlung aus. Wenn die Erde in diesem Kegel liegt, sehen wir einen sehr regelmäßig wiederholten Lichtblitz – und der Neutronenstern erscheint als „Pulsar“. Die Schwerkraft in seiner Nähe ist extrem. Und das macht es sogar möglich, Einsteins Theorie der Schwerkraft zu überprüfen!
Erschienen: 02.11.2023
Dauer: 00:32:42
Weitere Informationen zur Episode "Episode 42: Radio Gaga - Pulsare"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Unsere beiden galaktischen Spaziergänger Susanne und Paul widmen sich in der ersten Folge unserer nigelnagelneuen Staffel dem Thema Recycling. Nein, es geht nicht um verschieden farbige Mülltonnen. Denn auch wenn die Notwendigkeit des Recyclings auf der Erde in aller Munde ist – der Kosmos kennt das Prinzip der „Kreislaufwirtschaft“ schon seit Milliarden Jahren. Beim kosmischen Recycling dreht sich alles um Sterne. Sie werden tief im Inneren von Staub- und Gaswolken geboren - und sie existieren nicht für immer. Wenn ihr Leben nach Millionen oder Milliarden Jahren zu Ende geht, geben sie einen großen Teil der Materie, aus der sie bestehen, ins Weltall zurück. Dies kann in einer spektakulären Explosion geschehen, oder auch nach und nach durch starke Sternwinde. Aus diesem Material können sich neue Sterne bilden – der Kreislauf schließt sich. Die Materie wurde aber durch den Aufenthalt im Stern verändert: Fast alle Elemente, aus denen wir und unsere Erde bestehen, sind in Sternen entstanden. Und so sind wir Menschen nicht nur Produkte des kosmischen Recyclings, sondern können auch stolz sagen: „Wir sind Sternenstaub!“
Erschienen: 19.10.2023
Dauer: 00:32:18
Weitere Informationen zur Episode "Episode 41: Kosmisches Recycling"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Sie sind nicht mit dem bloßen Auge zu sehen und man nennt sie Eisriesen… Unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne hat es aber in dieser Podcast-Folge keineswegs ins Reich der Fantasy verschlagen. Sie plaudern über veritable Mitglieder unseres Sonnensystems, nämlich die fernsten Planeten Uranus und Neptun. Sie erzählen die Geschichte der Entdeckung der beiden Planeten 1781 und 1846, aber erklären natürlich auch, warum sie „Eisriesen“ heißen. Wie die größeren „Gasriesen“ Jupiter und Saturn haben sie keine feste Oberfläche – aber sie sind ganz anders aufgebaut. Und in den tiefen Schichten ihrer Atmosphären mag es Diamanten regnen… Auch den Monden der beiden Planeten statten Paul und Susanne einen Besuch ab. Auf dem Weg können die Mitwandernden beim Springen von den Klippen auf dem Uranusmond Miranda einen Stopp einlegen. Immerhin sind sie 20 Kilometer hoch - die Schwerkraft ist aber zum Glück erfreulich niedrig. Einladend erscheint auch das „Netzmelonenland“ des größten Neptunmonds Triton. Allerdings ist es dort -235 Grad kalt.
Erschienen: 14.09.2023
Dauer: 00:35:42
Weitere Informationen zur Episode "Episode 40: Rätselhafte Eisriesen"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Am 1. Juli dieses Jahres war es so weit: Das europäische Weltraumteleskop „Euclid“ startete zu seiner mindestens sechsjährigen Mission. Das ist Anlass genug für unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne, den Zielen dieses Unternehmens auf den Grund zu gehen – umso mehr, da es um wahrhaft galaktische Themen geht. Euclid soll nicht nur eine Galaxie genau vermessen, sondern Milliarden! Dadurch entsteht über Jahre der Beobachtung ein dreidimensionales Bild der Verteilung der Galaxien und ihrer Veränderung im Lauf der Geschichte des Kosmos. Das Teleskop soll wesentliche Beträge zur Lösung der vielleicht größten Rätsel der modernen Astronomie leisten: Was ist dunkle Materie? Und was ist die geheimnisvolle Kraft, die die Ausdehnung des Alls immer schneller wachsen lässt und die wir „Dunkle Energie“ nennen? Paul und Susanne beantworten aber auch die Frage, warum das Teleskop nach einem griechischen Mathematiker benannt ist, der vor 2300 Jahren lebte. Und ihre Antwort hat eine Menge damit zu tun, wie man eigentlich die Geometrie der Welt vermisst…
Erschienen: 31.08.2023
Dauer: 00:34:59
Weitere Informationen zur Episode "Episode 39: Die Vermessung der „Galaxien“-Welt"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
In dieser Podcast-Folge unternehmen unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne eine Zeitreise in die Vergangenheit. Was wussten eigentlich unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren schon über den Himmel? Vielleicht waren ihnen manche Abläufe wie Mondphasen und Jahreszeiten näher als uns heute – schließlich war zu viel künstliches Licht für sie sicherlich noch kein Problem! Und große Steinkreise wir Stonehenge oder die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ aus der Bronzezeit zeigen, dass auch Menschen, die noch keine Schrift kannten, sich schon intensiv mit dem Himmel auseinandersetzten. Die Babylonier schufen dann einen komplexen und genauen Kalender und machten exakte Aufzeichnungen über ihre Beobachtungen der Bewegungen der Himmelskörper. Griechische und römische Gelehrte benutzten dieses Wissen und entwickelten es weiter. Und sie schufen erste Apparate, auf denen man den Lauf der Gestirne ablesen konnten, wie den berühmten und geheimnisvollen Mechanismus von Antikythera – der aber sicherlich keine Zeitmaschine im Sinne der letzten Folge der Serie um Indiana Jones war…
Erschienen: 17.08.2023
Dauer: 00:36:20
Weitere Informationen zur Episode "Episode 38: Wer wusste was wann?"