Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Sie sind eine Vorhersage von Albert Einstein, dem Schöpfer der Relativitätstheorie: Gravitationswellen, bei denen der Raum selbst schwingt. Unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne machen sich im aktuellen Podcast auf die Suche nach dieser „perfekten Welle“. Es stellt sich heraus, dass sie nicht leicht zu finden ist. Das Prinzip der Messung ist dabei im Grunde ganz einfach: Man muss „nur“ feststellen, dass sich die Länge des Messgeräts periodisch verändert. Aber der Raum ist ein sehr steifes Gebilde – um ihn zum Schwingen zu bringen, bedarf es äußerst energiereicher Ereignisse. Zwei Schwarze Löcher mit der mehrfachen Masse unserer Sonne, die in einer fernen Galaxie miteinander verschmelzen, sind geeignet. Nur ist der Effekt selbst dann leider winzig: Auf einen Kilometer Länge ändert sich die Länge gerade einmal um ein Tausendstel der Größe eines Atomkerns. 2015 wurde so etwas zum ersten Mal beobachtet, und 2017 gab es einen Nobelpreis dafür. Inzwischen sind schon an die hundert Ereignisse bekannt – und ein neues Fenster ins Universum hat sich geöffnet.
Erschienen: 16.11.2023
Dauer: 00:38:14
Weitere Informationen zur Episode "Episode 43: Die Perfekte Welle"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Episode 42: Radio Gaga - PulsareSeit der Entdeckung der „Pulsare“ 1967 wissen wir, dass es am Himmel immer wieder blitzt – allerdings ist das in den meisten Fällen nur für Radio-Augen zu bemerken. Was das kosmische „Radio Gaga“ verursacht, diskutieren unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne in der aktuellen Folge ihres Podcast. Es sind sehr exotische Objekte, Neutronensterne genannt, die für die kurzen Pulse verantwortlich sind. Ein Neutronenstern war einmal ein Stern mit der vielfachen Masse der Sonne. Dann wurde er zur Supernova – und zurück blieb ein Objekt, schwerer als unsere Sonne aber nur etwa 20 Kilometer groß. So ein Neutronenstern rotiert sehr schnell, viele Male pro Sekunde. Dabei sendet er wie ein Leuchtturm einen Kegel von Strahlung aus. Wenn die Erde in diesem Kegel liegt, sehen wir einen sehr regelmäßig wiederholten Lichtblitz – und der Neutronenstern erscheint als „Pulsar“. Die Schwerkraft in seiner Nähe ist extrem. Und das macht es sogar möglich, Einsteins Theorie der Schwerkraft zu überprüfen!
Erschienen: 02.11.2023
Dauer: 00:32:42
Weitere Informationen zur Episode "Episode 42: Radio Gaga - Pulsare"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Unsere beiden galaktischen Spaziergänger Susanne und Paul widmen sich in der ersten Folge unserer nigelnagelneuen Staffel dem Thema Recycling. Nein, es geht nicht um verschieden farbige Mülltonnen. Denn auch wenn die Notwendigkeit des Recyclings auf der Erde in aller Munde ist – der Kosmos kennt das Prinzip der „Kreislaufwirtschaft“ schon seit Milliarden Jahren. Beim kosmischen Recycling dreht sich alles um Sterne. Sie werden tief im Inneren von Staub- und Gaswolken geboren - und sie existieren nicht für immer. Wenn ihr Leben nach Millionen oder Milliarden Jahren zu Ende geht, geben sie einen großen Teil der Materie, aus der sie bestehen, ins Weltall zurück. Dies kann in einer spektakulären Explosion geschehen, oder auch nach und nach durch starke Sternwinde. Aus diesem Material können sich neue Sterne bilden – der Kreislauf schließt sich. Die Materie wurde aber durch den Aufenthalt im Stern verändert: Fast alle Elemente, aus denen wir und unsere Erde bestehen, sind in Sternen entstanden. Und so sind wir Menschen nicht nur Produkte des kosmischen Recyclings, sondern können auch stolz sagen: „Wir sind Sternenstaub!“
Erschienen: 19.10.2023
Dauer: 00:32:18
Weitere Informationen zur Episode "Episode 41: Kosmisches Recycling"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Sie sind nicht mit dem bloßen Auge zu sehen und man nennt sie Eisriesen… Unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne hat es aber in dieser Podcast-Folge keineswegs ins Reich der Fantasy verschlagen. Sie plaudern über veritable Mitglieder unseres Sonnensystems, nämlich die fernsten Planeten Uranus und Neptun. Sie erzählen die Geschichte der Entdeckung der beiden Planeten 1781 und 1846, aber erklären natürlich auch, warum sie „Eisriesen“ heißen. Wie die größeren „Gasriesen“ Jupiter und Saturn haben sie keine feste Oberfläche – aber sie sind ganz anders aufgebaut. Und in den tiefen Schichten ihrer Atmosphären mag es Diamanten regnen… Auch den Monden der beiden Planeten statten Paul und Susanne einen Besuch ab. Auf dem Weg können die Mitwandernden beim Springen von den Klippen auf dem Uranusmond Miranda einen Stopp einlegen. Immerhin sind sie 20 Kilometer hoch - die Schwerkraft ist aber zum Glück erfreulich niedrig. Einladend erscheint auch das „Netzmelonenland“ des größten Neptunmonds Triton. Allerdings ist es dort -235 Grad kalt.
Erschienen: 14.09.2023
Dauer: 00:35:42
Weitere Informationen zur Episode "Episode 40: Rätselhafte Eisriesen"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Am 1. Juli dieses Jahres war es so weit: Das europäische Weltraumteleskop „Euclid“ startete zu seiner mindestens sechsjährigen Mission. Das ist Anlass genug für unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne, den Zielen dieses Unternehmens auf den Grund zu gehen – umso mehr, da es um wahrhaft galaktische Themen geht. Euclid soll nicht nur eine Galaxie genau vermessen, sondern Milliarden! Dadurch entsteht über Jahre der Beobachtung ein dreidimensionales Bild der Verteilung der Galaxien und ihrer Veränderung im Lauf der Geschichte des Kosmos. Das Teleskop soll wesentliche Beträge zur Lösung der vielleicht größten Rätsel der modernen Astronomie leisten: Was ist dunkle Materie? Und was ist die geheimnisvolle Kraft, die die Ausdehnung des Alls immer schneller wachsen lässt und die wir „Dunkle Energie“ nennen? Paul und Susanne beantworten aber auch die Frage, warum das Teleskop nach einem griechischen Mathematiker benannt ist, der vor 2300 Jahren lebte. Und ihre Antwort hat eine Menge damit zu tun, wie man eigentlich die Geometrie der Welt vermisst…
Erschienen: 31.08.2023
Dauer: 00:34:59
Weitere Informationen zur Episode "Episode 39: Die Vermessung der „Galaxien“-Welt"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
In dieser Podcast-Folge unternehmen unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne eine Zeitreise in die Vergangenheit. Was wussten eigentlich unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren schon über den Himmel? Vielleicht waren ihnen manche Abläufe wie Mondphasen und Jahreszeiten näher als uns heute – schließlich war zu viel künstliches Licht für sie sicherlich noch kein Problem! Und große Steinkreise wir Stonehenge oder die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ aus der Bronzezeit zeigen, dass auch Menschen, die noch keine Schrift kannten, sich schon intensiv mit dem Himmel auseinandersetzten. Die Babylonier schufen dann einen komplexen und genauen Kalender und machten exakte Aufzeichnungen über ihre Beobachtungen der Bewegungen der Himmelskörper. Griechische und römische Gelehrte benutzten dieses Wissen und entwickelten es weiter. Und sie schufen erste Apparate, auf denen man den Lauf der Gestirne ablesen konnten, wie den berühmten und geheimnisvollen Mechanismus von Antikythera – der aber sicherlich keine Zeitmaschine im Sinne der letzten Folge der Serie um Indiana Jones war…
Erschienen: 17.08.2023
Dauer: 00:36:20
Weitere Informationen zur Episode "Episode 38: Wer wusste was wann?"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Wer möchte nicht einmal einen Großen Kometen am Himmel sehen, also einen Kometen, der nicht nur leicht mit dem bloßen Auge zu sehen ist, sondern dessen Schweif sich über den halben Himmel erstreckt? Unseren galaktischen Spaziergängern Paul und Susanne geht es da nicht anders. Zunächst beschäftigt sie aber die Frage, was ein Komet überhaupt ist und ab wann er zu den „Großen Kometen“ gezählt wird. Damit ein solcher Eis- und Staubklumpen aus dem äußeren Sonnensystem nämlich eine wirklich spektakuläre Sichtbarkeit bietet, muss er einige Voraussetzungen erfüllen: Sein Kern muss mehrere Kilometer groß sein, er muss der Sonne nah genug kommen, um richtig „angetaut“ zu werden – aber nicht so nah, dass es ihn womöglich zerreißt. Und auch die Erde muss an der passenden Stelle ihrer Bahn sein. Im Augenblick kündigt sich so ein Objekt leider nicht an. Aber helle Kometen sind meist Überraschungsbesucher im inneren Sonnensystem: Vielleicht wird ja schon morgen der nächste Große Komet entdeckt?
Erschienen: 03.08.2023
Dauer: 00:34:00
Weitere Informationen zur Episode "Episode 37: Wann gibt es wieder einen Großen Kometen?"
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
Gibt es Aliens, also intelligente Außerirdische, mit denen wir womöglich Kontakt aufnehmen können? Diese Frage wurde nicht nur in unzähligen Filmen und Büchern behandelt – und meist mit „Ja, und sie sind hier!“ beantwortet. Sie beschäftigt in dieser Podcast-Folge auch unsere galaktischen Spaziergänger Paul und Susanne. Bei über 5.000 bisher entdeckten Planeten in fernen Sonnensystemen müsste doch eigentlich das eine oder andere dabei sein, das Aliens eine gute Heimat bieten kann. Aber ganz so einfach ist es nicht, denn die meisten dieser Planeten sind lebensfeindlich – zumindest für Leben, wie wir es kennen. Wie wahrscheinlich ist es also, dass wir im Universum nicht allein sind? Ist eine Abschätzung möglich, und worauf kommt es dabei an? Würden wir eine fremde Intelligenz überhaupt erkennen, und könnten wir mit ihr reden? Beim Thema „Aliens“ geht Paul und Susanne der Gesprächsstoff bestimmt nicht aus!
Erschienen: 20.07.2023
Dauer: 00:33:06
Weitere Informationen zur Episode "Episode 36: Aliens - Wo seid ihr?"
Es startete zu Weihnachten 2021, seine ersten Bilder wurden aber am 12. Juli 2022 veröffentlicht, vor fast genau einem Jahr. Das ist Gelegenheit genug für Paul und Susanne, dem James Webb Weltraumteleskop zum ersten Geburtstag seiner wissenschaftlichen Karriere zu gratulieren. Das Teleskop hat einen schwierigen Weg hinter sich, inklusive fast 20-facher Überschreitung der zuerst geplanten Kosten – am Ende kostete es an die 10 Milliarden Euro – und eines um viele Jahre verzögerten Starts. Aber die Mühen haben sich gelohnt: Webbs erste Ergebnisse sind spektakulär. Und der neue Alleskönner im All beobachtet wirklich alles, von den Planeten unseres Sonnensystems und nahen Sternen und deren Planeten bis hin zu den fernsten Galaxien. Unsere Spaziergänger im Kosmos nehmen ihr Publikum daher nicht nur mit zu einem neuen Teleskop, sondern auch auf eine Reise durch den gesamten Kosmos.
Erschienen: 06.07.2023
Dauer: 00:34:46
Weitere Informationen zur Episode "Episode 35: Ein Jahr Webb"
Dass man Daten von kosmischen Objekten visualisieren kann und so beeindruckende Bilder erzeugt, wissen wohl die meisten. Paul und Susanne zeigen aber in dieser Folge ihres Podcasts, dass man Astro-Daten auch in Klänge verwandeln kann. „Sonifikation“ heißt das, und Paul ist als Musiker und Astronomie-Didaktiker dafür Experte. Auf dem Weg durch die faszinierenden Weiten des Alls liegen Phänomene, die Paul hörbar macht und mit live improvisierter Musik verbindet. Hat unser Sonnensystem den Blues? Haben rotierende Neutronensterne ein besseres Timing als Jazz-Schlagzeuger? Wird aus des Daten des Osterfestes eine Fuge im Stil von Bach? Unsere beiden Podcaster erklären nicht nur, was astronomisch hinter den Klängen des Himmels steckt, sondern es gibt natürlich auch Beispiele zu hören. Und wer Paul einmal live auf der Bühne erleben will, hat dazu im Rahmen der Aktionswochen zum Wissenschaftsjahr „Unser Universum“ am Donnerstag, dem 6. Juli, um 17:30 Uhr in der Bochumer Christuskirche die Gelegenheit. Eintritt frei und Faszination garantiert!
Erschienen: 22.06.2023
Dauer: 00:42:30
Weitere Informationen zur Episode "Episode 34: Der klingende Himmel"