Sprechkontakt mit Bildung
Im Mittelpunkt steht das Gespräch. Wir unterhalten uns über Themen der Bildung und des Lernens, wir diskutieren über Zugänge und Sichtweisen.Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Im Gespräch erfahren wir über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe.
Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Indem er Rechte benennt. Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe. Großgeworden ist Kilian Kleinschmidt in Berlin als Sohn einer Lehrer- und Verlegerfamilie, er ist ausgestiegen, wurde Dachdecker in den Pyrenäen, Motorradfahrer in Mali auf den Spuren von Paris Dakar und arbeitete als Helfer für Menschen in Not von 1988 bis jetzt. (Link zum Lebenslauf). Er hat das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen können, war für die UN (Vereinten Nationen) in den Konfliktzonen dieser Welt: Kongo, Sri Lanka, Somalia, zuletzt als Leiter eines Flüchtlingslagers Zaatari in Nord-Jordanien. Hier ist ein Artikel von Spiegel Online über seine Arbeit dort. Als Leiter des Flüchtlingslagers war eine seiner selbstgesetzten Aufgaben, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat (WP Link). Jetzt arbeitet er in Wien, aus Wien heraus. Er versucht, das was die Welt beser machen sollte, zu verbinden. Er verbindet Ressourcen und Kapazitäten. Es geht dabei nicht nur darum, Essen oder Decken zu organisieren. Es geht auch um die Umsetzung des Rechts, zu träumen. Für ihn gibt es keine "Guten und Bösen". Es geht aber sehr wohl um Macht, Autorität, Unterdrückung. „Ich habe sie nicht gefunden, die guten Rebellen“. Derzeit schreibt er an seiner Autobiographie. Er will jenen, die wollen, aber nicht können, Möglichkeiten geben. Denn jeder hat ein Recht auf ein Leben im 21. Jahrhundert.
Erschienen: 30.05.2015
Dauer: 01:35:22
Die Bad Ischler Bahn verband Salzburg mit Bad Ischl im Salzkammergut von 1893 bis 1957. Werner Schleritzko hat diese Bahn "erlernt" - er hat erforscht und recherchiert, was es zu dieser Bahn an Wissen gibt. Im Gespräch erzählt er über die Wirtschafts- und Betriebsgeschichte dieser Schmalspurbahn, und wir erfahren viel über Eisenbahnbetreiber, Eisenbahnfreunde, und die Herausforderungen, den "historischen Schatten" einer heute eingestellten und ehemals wunderschön verlaufenden Bahnlinie herauszufinden. Werner hat mit diesem Wissen dann ein Buch geschrieben. Link zum Wikipedia Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Salzkammergut-Lokalbahn Link zum Buch von Werner Schleritzko: http://www.rmg-verlag.at/publikation-schmalspur.htm
Erschienen: 29.05.2015
Dauer: 01:28:51
Schule ist in Österreich eine Expertenorganisation. Es ist schwierig, sie zu verändern. Aber es kann gelingen. Durch Rollenklarheit, Zufriedenheit, Kommunikation und klare Sprache. Im Gespräch mit Marlies Krainz-Dürr - sie ist Rektorin der PH Klagenfurt. Link: http://www.ph-kaernten.ac.at
Erschienen: 30.03.2015
Dauer: 01:06:58
Sonja Gruber ist Kulturanthropologin. Sie beschäftigt sich mit der Aneignung von Räumen. Im Gespräch berichtet sie von Partizipationsprozessen, die es den beteiligten Menschen leichter machen, ein gutes Zusammenleben möglich zu machen.
Wenn die Ressource „Raum“ begrenzt ist, können Konflikte entstehen. Im Zusammenleben, im Erleben, im Gestalten. Sonja Gruber ist Kulturanthropologin. Sie beschäftigt sich mit der Aneignung von Räumen. Im Gespräch berichtet sie von Partizipationsprozessen, die es den beteiligten Menschen leichter machen, gemeinsame Interessen „auf eine Wiese“ zu bringen. Wir sprechen über eine Mädchenwiese, über Schulräume, über die Gestaltung des Zusammenleben in öffentlichen Parks. Gesprächspartnerin: Sonja Gruber, http://www.sonjagruber.at
Erschienen: 30.03.2015
Dauer: 01:22:05
Wer sich mit Heiligen beschäftigt, wird schnell an die Grenze zur Wissenschaft kommen, nämlich dann, wenn es um Wunder geht. Gespräch mit Bernadette Spitzer, die Heilige für Radio Stephansdom (Wien) portraitiert, über Menschen, Heilige und Wissensc
Bernadette Spitzer spricht über ihre Arbeit für "Radio Stephansdom" in Wien. Sie portraitiert für diese katholische Privatradiostation den "Heiligen des Tages", und besucht dazu Menschen, die viel über ihn wissen. Bernadette erzählt über diese Kontakte zu den Menschen, die sich mit Heiligen beschäftigen. Sie spricht über die Bedeutung ihres Namens, über das, was Heilige im Weltbild der katholischen Kirche bedeuten, wie sie gefunden und bestellt werden und was sie für Menschen und die Kirche bedeuten. Heilige sind ein Produkt der kirchlichen PR. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der "Public Relation" - des Kontakts der Kirche zu den Gläubigen. Es geht um's Lernen auch hier. Heilige sind Menschen, die sicher viel gelernt haben. Anderseits lernen Gläubige durch diese Vorbilder auch selbst. Wer sich mit Heiligen beschäftigt, wird schnell an die Grenze zur Wissenschaft kommen, nämlich dann, wenn es um Wunder geht. Anders als ein Staatspreis bezieht sich eine Heiligsprechung immer auch auf "das Ewige". Wie passt das in eine aufgeklärte Zeit? WP: Heiliger
Erschienen: 19.02.2015
Dauer: 01:19:50
Weitere Informationen zur Episode "Heilige und Wissenschaft"
Stefan Hinsch erklärt - kritisch - Wirtschaft. Was das heißt, und wie so eine kritische Erklärung in der Schule stattfinden kann erzählt er in diesem Gespräch, in dem es auch viel um konkrete wirtschaftlichen Fragen auch geht, die uns gerade bewegen.
Mythen gilt es zu hinterleuchten. Wirtschaft zu verstehen ist nämlich schwierig, wenn das eigene Wirtschaften mit dem Vaterunser und dem Wirtschaften des Staats vermischt wird. Abzuholen gilt es die Studierenden, wenn sie über Wirtschaft lernen, von diesen Mythen, die hinter unserem Denken über Wirtschaft liegt. Und ja, es geht um Geld, Agglomerationsvorteile, Interessensgruppen und das Wirtschaftswachstum. Transparenz und den Klimawandel. Stefan Hinsch spricht über Wirtschaft und die Wirtschaftsdidaktik. Er ist Wirtschaftsgeograf und hat darüber ein Buch geschrieben. Literatur: Wie funktioniert Wirtschaft - eine kritische Einführung. Stefan Hinsch und Pirmin Fessler, Promedia Verlag. Link zum Buch bei Amazon.
Erschienen: 08.02.2015
Dauer: 01:41:48
Weitere Informationen zur Episode "Vergib uns unsere Schulden: Wirtschaftsdidaktik"
Golriz Gilak ist Österreicherin mit persischem Hintergrund. Sie erzählt, wie es ist, in und zwischen den beiden Kulturen zu leben. Sie spricht über ihr Bildungsideal, ihre Arbeit als Integrationsbotschafterin und über das, was sie freut und kränkt.
Das erste, was Golriz Gilak bei ihrer Ankunft am Flughafen Wien als 4-jähriges Kind bemerkt hat, war ein Hund. Sie hat sich gewundert, wie seine lange Zunge wohl in seinem Maul passt. Ihr Vater brachte ihr fünf deutsche Worte bei, um im Kindergarten schnell zu lernen: "Bitte", "Danke", und: "was ist das". Im Gespräch erzählt sie, wie es ist, als Österreicherin mit persischem Hintergrund in und zwischen den Kulturen zu leben. Sie spricht über ihr Bildungsideal, ihre Arbeit als Integrationsbotschafterin und über das, was sie freut und kränkt.
Erschienen: 06.02.2015
Dauer: 01:15:09
Besuch im Interkulturelle Zentrum in Wien, bei Tine Gamper. Wir sprechen über das Gemeinsame und Trennende und beginnen dabei in Südtirol, "Grüßen Gott", streifen Blasmusik, Berge und Wirtshaus und schauen uns auch das Transkulturelle näher an.
Besuch im Interkulturellen Zentrum in Wien, bei Tine Gamper. Wir sprechen über das Gemeinsame und Trennende verschiedener Kulturen und beginnen dabei in Südtirol. Tine stellt im Gespräch die Arbeit des Interkulturelle Zentrums vor. Wir "grüßen Gott", streifen Blasmusik, Berge und Wirtshaus und schauen uns auch das Transkulturalität näher an. Gesprächspartnerin: Tine Gamper, Interkulturelles Zentrum, Wien.
Erschienen: 23.01.2015
Dauer: 01:48:43
Menschen, die impulshaft einkaufen, haben geweitete Pupillen. Das hat Benjam Serfas untersucht, in einer Arbeit am Institut für Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung. Im Gespräch erfahren wir, wie Forschung an der Uni funktioniert.
"Eyes wide shopped." Menschen, die impulshaft einkaufen, bekommen geweitete Pupillen dabei. Das hat Benjam Serfas untersucht, in einer Arbeit am Institut für Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung. Im Gespräch erfahren wir viel, wie die Forschung eines jungen Wissenschaftlers funktioniert. Weg durch Studium und Mitarbeit | Projektmitarbeit | Literaturstudium | Themen finden | Zeitbudget | Überleben an der Uni | Wissenschaftliche Fragen Link zur Pressemitteilung, die Anlass für dieses Gespräch war.
Erschienen: 21.01.2015
Dauer: 01:04:03
Die Mitarbeit an einem Workshop in einem Genetiklabor eine gute Möglichkeit, aktuelle Forschung in diesem Bereich selbst durchzuführen. Gespräch über das Vienna Open Lab mit Karin Garber, Open Science, Wien.
Erschienen: 18.01.2015
Dauer: 01:13:42