Podcast "Wissen schafft Sprache"

Fragen rund um Sprache. Antworten aus der Wissenschaft.

Podcast-Episoden

Erstspracherwerb: Erste Wörter (Teil 3)

... wie Kinder ihre ersten Wörter lernen

Wenn Kinder ihre ersten Wörter lernen, müssen sie diese irgendwo abspeichern. Und wo speichert man Wörter besser als in einem Lexikon. Auch unser menschliches Gehirn hat ein solches mentales Lexikon. In der heutigen Folge schauen wir uns an, welche Wörter Kinder in ihren ersten Lebensjahren dort ablegen und wie sie diese mit Bedeutung verknüpfen.

Erschienen: 12.07.2022
Dauer: 00:32:18

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Verlorene Sprachen

... welche Sprache die Métis in Nordamerika sprechen?

Sprachwissenschaftler·innen gehen heute davon aus, dass auf der Erde rund 7.000 Sprachen gesprochen werden. Die größten Sprachen haben Hunderte Millionen von Sprecher·innen. Die Sprecher·innen der kleinsten kann man oft an einer Hand abzählen. Im "Atlas der verlorenen Sprachen" beschreibt die Literaturwissenschaftlerin Rita Mielke die Geschichte und die linguistischen Besonderheiten dieser kleinen Sprachen. Der Verlag (Duden) schreibt das Buch als "hochwertige[n] Atlas zum Stöbern und 'Darinversinken'". Dem kann ich mich als Sprachwissenschaftlerin nur anschließen. Eine der Sprachen aus dem Atlas möchte ich in dieser Episode vorstellen: die nordamerikanische Mischsprache Michif.

Erschienen: 28.06.2022
Dauer: 00:30:18

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Mehrsprachigkeitsunterricht in der Schule

... wie Unterricht in allen Fächern sprachsensibel gestaltet werden kann

Mehrsprachigkeit und die mehrsprachigen Repertoires der Schüler·innen sind heute nicht nur Bildungsziele, sondern auch Rahmenbedingungen für alle Bildungsprozesse. Mehrsprachigkeit ist für all Kinder in der ein oder anderen Form Realität und muss in der Schule nicht nur unterstützt, sondern auch aktiv gefördert werden. Doch wie kann neben der Unterrichtssprache auch das restliche sprachliche Repertoire der Schüler·innen gefördert werden? Genau das wollen wir uns in dieser Folge ansehen — an drei praktischen Beispiele für sprachsensiblen und/oder Mehrsprachigkeitsunterricht. Doch wie kann neben der Unterrichtssprache auch das restliche sprachliche Repertoire der Schüler·innen gefördert werden? Genau das wollen wir uns in dieser Folge ansehen — an drei praktischen Beispiele für sprachsensiblen und/oder Mehrsprachigkeitsunterricht.

Erschienen: 14.06.2022
Dauer: 00:37:11

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Deutschförderung in der Schule

… warum einsprachige Deutschförderung nicht funktioniert

Sprachförderung, die sich zu sehr an einsprachigen Normen und einer objekthaften Vorstellung von Sprache an sich orientiert, wirkt sich nicht nur negativ auf das Sprachenlernen aus, sondern hat auch harte diskriminierende Effekte auf die Sprachlerner·innen. Ein kritischer Blick auf das österreichische Modell der Deutschförderklassen zeigt, warum einsprachige Deutschförderung der falsche Weg ist, um Bildungsgerechtigkeit zu garantieren.

Erschienen: 31.05.2022
Dauer: 00:38:38

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Mehrsprachigkeit in der einsprachigen Schule

… warum Sprachen in der Schule unterschiedlich viel wert sind

Jedes Kind kommt mit einem in irgendeiner Form mehrsprachigen Repertoire in die Schule. Doch weiß die Schule das auch? Im ersten Teil dieser neuen Serie zum Thema "Mehrsprachigkeit in der Schule" sprechen wir über sprachliche Bildung in Österreichs Schulen. Und wir suchen Antworten auf die folgenden Fragen: Was versteht man hier unter sprachlicher Bildung? Wie viele Sprachen passen in eine (österreichische) Schule? und Wie viel ist Mehrsprachigkeit in der Schule eigentlich wert? 

Erschienen: 17.05.2022
Dauer: 00:36:07

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Erstspracherwerb: Lautinventar (Teil 2)

wie wir lernen, Kinder besser zu verstehen

Ein Kind muss viel lernen, um für uns Erwachsene verständlich zu sprechen. Es muss lernen, den Rhythmus einer Sprache zu beherrschen, es muss lernen, seinen Sprechapparat soweit unter Kontrolle zu haben, um Sprachlaute bilden zu können, und es muss lernen, dieses mühsam erarbeitete Lautinventar zu Silben zu kombinieren, die irgendwann schließlich mit Bedeutung gefüllt werden können. Der kindliche Spracherwerb im Bereich der Phonetik und Phonologie ist nicht ganz ohne. Doch Kinder wissen, was ihnen hilft, ihre Umgebungssprachen zu lernen. Und genau das wollen wir uns in dieser Folge ansehen.

Erschienen: 03.05.2022
Dauer: 00:31:53

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Lesen zwischen Kompetenz und Praxis II

... wie Dialogisches Lesen funktioniert

Wir sind im April und wie auch schon das letzte Mal geht es auch heute wieder nur um eins: das Lesen. Nach dem durchaus kritischen Blick auf das Lesen als unabdingliche Kulturtechnik für das Funktionieren in einer Gesellschaft, die sich als  hochentwickelt und wissensbasiert versteht, widmen wir uns heute dem Lesen als soziale Praxis. Wie versprochen möchte ich euch heute mitnehmen zu uns nach Hause und euch an ein paar Beispielen mit unseren Kindern zeigen, wie Lesen bei uns in der Familie funktioniert.

Erschienen: 19.04.2022
Dauer: 00:24:52

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Lesen zwischen Kompetenz und Praxis I

… warum lesen (nichts) mit Bildung zu tun hat?

Es ist April: Weltbuchtag, internationaler Kinderbuchtag, die Welt liest. Oder SOLL lesen! Doch was heißt "lesen" überhaupt? Was bringt es mir, wenn ich es kann? Wir werfen heute einen kritischen Blick auf die Idee von "Lesekompetenz" und spannen den Bogen von der Erwachsenenbildung zur Lesesozialisation in der Familie. In Teil Eins dieser zweiteiligen Serie geht es um das "Lesenkönnen" als ökonomischen Faktor in der "literaten" Wissensgesellschaft — und um soziologische Ansätze, die diese Verwirtschaftlichung der Lesefähigkeit versucht zu durchbrechen.

Erschienen: 05.04.2022
Dauer: 00:28:50

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Sprache für den Frieden

… warum es so schwierig ist, über Frieden zu sprechen

Wir müssen über den Frieden sprechen. In dieser Episode geht es nicht nur um die Herkunft des deutschen Wortes "Frieden", sondern auch um Friedenskonzepte der Neuzeit, Friedenssymbole seit dem Zweiten Weltkrieg und den Frieden im öffentlichen Diskurs. Ein Podcastessay zu einem Thema, das nie nicht Thema sein darf.CN: Im zweiten Teil der Folge wird der Ukrainekrieg angesprochen. Ich bin weder Politologin noch Expertin in diesem Gebiet. Der Folgeninhalt stellt keine Analyse der aktuellen politischen Lage dar. Der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine wird explizit verurteilt. 

Erschienen: 22.03.2022
Dauer: 00:30:15

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Grammatik und Geschlecht

… wie es zu "Männerklassen" in der Grammatik kommen kann

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Zusammenhang von Grammatik und Geschlecht wird oft belächelt, wenn nicht sogar als ungültig erklärt, weil sie vom weiblichen Standpunkt aus passiert, und deswegen nicht “objektiv” sein kann. Doch was, wenn sich Grammatik als “Speicher sozialer Verhältnisse” erweist? Und wir diese Verhältnisse über unser Sprechen, und unser Kommunizieren allgemein, immerfort reproduzieren? Hat sich ein gesellschaftlicher Sexismus in der Grammatik festgesetzt, wodurch bei Frauen nun grammatisch nicht mehr zwischen Handelnder und Erduldender unterschieden wird? Wodurch Frauen grammatisch gesehen schwach belebten Lebewesen näher steht als dem Mann? Wir wollen diese (kühnen?) Hypothesen am Beispiel des deutschen Deklinationsklassensystems überprüfen. 

Erschienen: 08.03.2022
Dauer: 00:36:11

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