Jugendliche gestalten Erinnerungskultur in Ravensbrück Geschichte hinterlässt Spuren – manche sind auf den ersten Blick sichtbar, andere liegen im Boden verborgen. In Ravensbrück haben Schülerinnen eines Leipziger Gymnasiums gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen genau nach diesen Spuren gesucht. Dabei ging es nicht nur um archäologische Funde, sondern auch um die Frage, wie Erinnerungskultur heute gestaltet werden kann. Im Rahmen der „Aktion Schöpfung bewahren“ verbrachten Jugendliche aus Leipzig zwei Wochen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, um den historischen Ort kennenzulernen und aktiv mitzugestalten. Dabei ging es nicht nur ums Zuhören und Lernen, sondern vor allem ums Mitmachen. In der ersten Woche entwickelten die Jugendlichen eine neue Informationsstele für die ehemalige Baracke 32. Sie macht die Ergebnisse archäologischer Untersuchungen sichtbar und hilft Besucher:innen, die Geschichte dieses Ortes besser zu verstehen. Anschließend wurde es praktisch: Gemeinsam mit Archäolog:innen und Grabungstechnikern des BLDAM beteiligten sich die Jugendlichen an Ausgrabungen im Bereich der sogenannten „Nacht-und-Nebel-Baracke“ 32. Dabei wurde schnell deutlich, dass Archäologie weit mehr ist als das Freilegen von Funden – sie macht Geschichte greifbar und eröffnet neue Perspektiven auf einen Ort, dessen Vergangenheit bis heute bewegt.
Erschienen: 31.07.2026
Dauer: 00:18:14
Weitere Informationen zur Episode "084 Kann man Erinnerung ausgraben?"
Ein Einhorn mitten in Brandenburg – und kaum jemand kannte es. Seit Jahrhunderten hängt in der St. Gotthardtkirche in Brandenburg an der Havel ein außergewöhnlicher Einhornteppich, der bis heute Fragen aufwirft. Woher stammt er? Was erzählt seine Darstellung? Und warum gilt er als europaweit einzigartig? Die aktuelle Folge der DENKMALZEIT geht dem Geheimnis dieses mittelalterlichen Einhorns auf den Grund. Die Folge begleitet die feierliche Rückkehr des Kunstwerks in die Kirche und lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen: Besucherinnen und Besucher, Wissenschaftler:innen sowie die „Brandenburger Bücherkinder“, die sich kreativ mit dem Einhornteppich auseinandergesetzt haben. Ihr Mentor Armin Schubert spricht über kulturelle Bildung und darüber, wie historische Kunstwerke junge Menschen dazu anregen können, sich mit Geschichte, Sprache und Kultur auseinanderzusetzen. Die Gespräche führte Anne-Marie Graatz.
Erschienen: 10.07.2026
Dauer: 00:44:02
Weitere Informationen zur Episode "083 Das geheime Einhorn von Brandenburg an der Havel"
20 Jahre Archäologie im Film, unzählige Geschichten aus dem Boden Brandenburgs: In der neuen Folge der DENKMALZEIT feiern wir das Jubiläum der Archäologie-Filmreihe „Momentaufnahmen“. Dafür haben wir mit dem Regisseur Thomas Claus und dem Sprecher und Hörspielautor Harry Kühn gesprochen. Getroffen haben wir die beiden Ende Februar bei der Premiere des aktuellen Jahresfilms im Rahmen der Jahrestagung der Brandenburgischen Landesarchäologie im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel. Im Gespräch mit Anne-Marie Graatz blicken beide auf Entstehung und Entwicklung der Filmreihe zurück. Thomas Claus, der seit über zwei Jahrzehnten archäologische Themen filmisch begleitet, berichtet, wie aus einzelnen Grabungen dokumentarische Geschichten werden. Die Filme folgen dabei einem festen Konzept: Jedes Jahr werden archäologische Projekte aus ganz Brandenburg vorgestellt und in eine spannende Erzählung eingebettet. Ziel ist es, die oftmals verborgene Arbeit der Archäologinnen und Archäologen zu zeigen und Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Erschienen: 17.06.2026
Dauer: 0:51:46
Studierende der Grabungstechnik im Gespräch In der aktuellen Folge der DENKMALZEIT dreht sich alles um den deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang „Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Nach einer Zeit der Unsicherheit konnte der Studiengang erfolgreich gerettet werden und nimmt nun wieder Bewerber*innen auf. Im Mittelpunkt stehen zwei Studierende, Miriam und Benjamin. Sie berichten von ihrem Studienalltag, ihrer Begeisterung für archäologische Arbeiten und den Erfahrungen, die sie besonders geprägt haben. Die positive Stimmung nach der Rettung des Studiengangs ist deutlich spürbar. Mit viel Engagement machen die Studierenden auf den Studiengang aufmerksam und unterstützen Interessierte beim Einstieg. Das Gespräch führte Anne-Marie Graatz.
Erschienen: 03.06.2026
Dauer: 00:26:38
Weitere Informationen zur Episode "081 Romantische Ackergrabungen und Römerliebe"
Brandenburgs Gartendenkmale im Klimawandel Ein einzigartiges Projekt der Gartendenkmalpflege setzt sich für den Erhalt des gartenkulturellen Erbes Brandenburgs ein. Über 400 historische Gärten und Parks prägen die Kulturlandschaft des Landes und sind zugleich wertvolle Zeugnisse seiner Geschichte. Doch orkanartige Stürme, Starkregen und zunehmende Trockenperioden infolge des Klimawandels gefährden ihren Bestand zunehmend. Um dieses kulturelle Erbe auch für kommende Generationen zu bewahren, sind gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung dringend erforderlich. Seit einem Jahr arbeitet beim BLDAM ein eigens dafür zuständiges Projektteam an einer landesweiten Bestandsaufnahme. Ziel ist es, die bereits entstandenen sowie künftig zu erwartenden Klimaschäden in denkmalgeschützten Gärten und Parks systematisch zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Darüber hinaus unterstützen sie und beraten bei der Erstellung von Förderanträgen und dienen als Multiplikator*innen ins Land hinein. Im Rahmen einer Veranstaltung des GartenForums Glienicke stellte kürzlich das Projektteam seine Arbeit im Schloss Babelsberg in Potsdam einem großen Publikum vor. In der Podcastfolge spricht Anne-Marie Graatz mit dem Projektteam. Im Anschluss sind die Vorträge des Projektteams dokumentiert.
Erschienen: 22.05.2026
Dauer: 00:45:05
Weitere Informationen zur Episode "080 Zwischen Sturm, Hitze und Starkregen"
Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel fand die vierte bundesweite Fachtagung des Verbandes für Grabungstechnik und Feldarchäologie statt. Neben fachlichem Austausch, neuen Methoden und digitalen Dokumentationsverfahren stand vor allem eine Nachricht im Mittelpunkt: Der bedrohte Studiengang Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik und Archäologie an der HTW Berlin soll erhalten bleiben. In der Podcastfolge spricht Anne-Marie Graatz mit verschiedenen Teilnehmer:innen der Tagung und mit dem Vorsitzenden des Verbands, Dr. Thomas Schenk, Professor für Grabungstechnik und Feldarchäologie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin
Erschienen: 06.05.2026
Dauer: 00:32:39
Weitere Informationen zur Episode "079 Ein starkes Signal für Grabungstechnik und Feldarchäologie"
In dieser Folge der DENKMALZEIT nehmen wir Sie mit nach Wünsdorf – in das amtseigene Messbild- und Bildarchiv der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege. Die analoge Bildsammlung besteht aus mehr als 260.000 Aufnahmen, ein Teil der Aufnahmen ist erschlossen und nun seit kurzem auf einer Fotodatenbank online zugänglich. Darüber spricht die Pressesprecherin am BLDAM, Anne-Marie Graatz, mit Astrid Mikoleietz, der Referatsleiterin für Dokumentation, Messbild- und Bildarchiv der Bau- und Kunstdenkmalpflege am BLDAM.
Erschienen: 12.03.2026
Dauer: 00:25:36
Spektakulärer Fund in Berlin und Brandenburg Was Dating-Apps versprechen, hat die Archäologie hier wirklich geliefert: „It’s a match“ – „Es passt zusammen“. Berlin und Brandenburg erleben eine archäologische Liebesgeschichte mit Happy End. Ein Radkreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert und seine Gussform haben sich wiedergefunden. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Manja Schüle, präsentierte bei einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg gemeinsam mit Prof. Dr. Franz Schopper, Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM), Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Berliner Landesarchäologe und Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin, Lukas Goldmann, wissenschaftlicher Referent für das slawische Mittelalter und Ehrenamt beim BLDAM, sowie der Finderin und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerin Juliane Rangnow einen außergewöhnlichen Bronzefund aus dem Havelland. Das Radkreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert wurde von der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerin Juliane Rangnow im Rahmen genehmigter Detektorbegehungen auf einem Fundplatz im westlichen Havelland entdeckt. Das Besondere an dem Fund: Das Bronze-Kreuz war in einer Form gegossen worden, die bereits vor mehr als 40 Jahren in Spandau zutage gekommen und die als „Spandauer Kreuz“ bekannt ist.
Erschienen: 05.02.2026
Dauer: 0:48:06
Junge Denkmale in Frankfurt (Oder) Denkmale vom Fahrradsattel aus erkunden? Frankfurt (Oder) bietet dafür beste Voraussetzungen: Kaum eine andere Stadt verfügt über so viele junge Denkmale – Bauten aus DDR-Zeiten, die das Stadtbild bis heute prägen. Dazu zählen kleine Verkehrsgebäude ebenso wie Kirchen, Kultur- und Bildungsbauten, ganze Straßenzüge wie die Magistrale oder der Komplex der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung. Im September des vergangenen Jahres lud die Frankfurter Stadtverordnete Sahra Damus in Kooperation mit dem BLDAM sowie der Ortsgruppe Frankfurt (Oder) des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu einer geführten Radtour zu ausgewählten Beispielen dieser jungen Denkmale ein.
Erschienen: 22.01.2026
Dauer: 00:53:32
Weitere Informationen zur Episode "076 Auf zwei Rädern durch die Ostmoderne"
Mit Spaten, Kratze und viel Neugier arbeiten junge Archäolog*innen auf der Burgruine Putlitz in der Prignitz. Was nach klassischer Ferienfreizeit klingt, ist ein außergewöhnliches Bildungsprojekt: Das Archäologiecamp „Junge Archäologen Prignitz“ verbindet echte Forschungsarbeit mit Jugendbeteiligung – und wurde dafür 2025 auf Bundesebene mit dem Vermittlungspreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz ausgezeichnet.
Erschienen: 19.12.2025
Dauer: keine Angabe
Weitere Informationen zur Episode "075 Preisgekröntes Archäologiecamp für Jugendliche"