Podcast "WAGNIS WISSEN"

Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen? Wie politisch ist Kalorienzählen? Darf Medizin alles, was sie kann? Bei WAGNIS WISSEN, dem Wissenschaftspodcast vom Verlag De Gruyter Brill, spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten über drängende Fragen der Gegenwart. Der Podcast bringt Erkenntnisse aus den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften verständlich in den Alltag. Für alle, die kluge Gespräche suchen – aber keine Vorlesung. Neue Folgen erscheinen immer am 1. Freitag des Monats. ► Mehr unter: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen

Podcast-Episoden

Wie politisch ist Kalorienzählen?

Kalorien scheinen objektiv, neutral, wissenschaftlich – ein einfacher Zahlenwert, der angibt, wie viel Energie in einem Lebensmittel steckt. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich: Die Kalorie ist alles andere als unpolitisch. Sie erzählt eine Geschichte von gesellschaftlicher Kontrolle, Disziplin und Körpernormen.Seit dem frühen 20. Jahrhundert hat die Kalorie unser Verständnis von Ernährung, Arbeit und Gesundheit geprägt. Sie machte Essen messbar, Körper vergleichbar – und schuf neue Vorstellungen davon, was als „richtig“ oder „gesund“ gilt. Mit dem Kalorienzählen entstanden neue moralische Erwartungen: Wer gilt als diszipliniert, wer als maßlos oder unbeherrscht? Zugleicht entstand auch die Idee der Kalorie als Maß für Arbeitskraft, welche als Legitimierung sozialer Ungleichheit diente. Mit der Historikerin Nina Mackert sprechen wir über die Geschichte der Kalorie, Macht und Körperpolitik. Nina Mackert schloss 2007 ihr Magisterstudium in den Fächern Geschichte, Gender Studies sowie Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg ab. Es folgte 2011 an der Universität Erfurt die Promotion in Geschichte. Seit 2012 war Nina Mackert als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an zwei Forschungsprojekten in Erfurt beteiligt und zuletzt seit 2019 im interdisziplinären LeipzigLab „Global Health“ angestellt. Im Dezember 2024 beendete sie, ebenfalls an der Universität Erfurt, ihr Habilitationsverfahren mit der Schrift „The Calorie: A History of Measure Food, Bodies, and Choices“. Seit Oktober 2025 hat Nina Mackert eine Professur für Nordamerikanische Geschichte und Public History am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg inne. Mackert hat verschiedene Arbeiten zur Geschichte der Kalorie publiziert, bei De Gruyter die Beiträge No Chocolate Creams Subjektivierung und die Klassenpolitik der Kalorie in den USA der Progressive Era und ‘Nature always Counts’: Kalorienzählen als Vorsorgetechnik in den USA des frühen 20. Jahrhunderts.

Erschienen: 05.12.2025
Dauer: 00:38:17

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DDR-Kinderkrippen – Fortschritt oder seelische Zumutung?

Kinderkrippen existierten in der DDR seit den 1950er-Jahren und galten dort als modern und fortschrittlich. Schon ab dem Säuglingsalter wurden viele Kinder in staatlichen Tages-, Wochen- oder Dauereinrichtungen betreut. Besonders die Wochenkrippen stehen heute im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, weil sich immer mehr ehemalige „Wochenkinder“ zu Wort melden und über psychische Folgen berichten, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiten. In der alten BRD fehlte Kinderbetreuung nicht völlig, sie war aber stark begrenzt und gesellschaftlich wenig akzeptiert. Dauereinrichtungen wie Säuglingsheime existierten zunächst, doch nachdem in den 1960er-Jahren gravierende Hospitalisierungsschäden bei den Kindern festgestellt wurden, baute man diese Einrichtungen fast vollständig ab. Heute erscheint es kaum vorstellbar, wenige Wochen alte Babys in ein Heim zu geben. Betreuung von Vorschulkindern in Kindergärten allerdings ist für die meisten Familien in Deutschland heute mittlerweile Alltag und gesellschaftlich akzeptiert. Dennoch entzündet sich an den DDR-Kinderkrippen bis heute ein ideologischer Streit. Während sie den einen als Beleg für die Unmenschlichkeit der Diktatur gelten, betrachten andere sie weiterhin als fortschrittliches Modell, das es Müttern ermöglichte, früh wieder arbeiten zu gehen. Wir sprechen heute über dieses Thema mit Dr. Carolin Wiethoff.Wiethoff studierte Neuere und Neueste Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Volkskunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Universität Erfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungsgeschichte der DDR, Medizin in Diktaturen sowie die Geschichte der Sozialpolitik und der sozialen Sicherung in Deutschland. Bei De Gruyter ist im Juli das Buch Allein unter vielen Alltag, Ausbau und Krise der Kinderkrippen in der DDR 1950–1968 erschienen.

Erschienen: 07.11.2025
Dauer: 00:41:12

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Was kommt nach der Aufklärung?

Fake News, Politikverdrossenheit, Autoritarismus. Ideale der Aufklärung, wie Demokratie, Gleichheit, Freiheit, Universalismus und das Vertrauen in rationales Denken sind heute zunehmend unter Beschuss. Dabei wird die Aufklärung nicht nur von ihren offensichtlichen Feinden attackiert, sondern steht seit Jahrzehnten auch von ihren Befürwortern in der Kritik, weil sie hinter die eigenen Ansprüche zurückzufallen droht. Philosoph Markus Tiedemann hat mit seinem Buch Post-Aufklärungs-Gesellschaft. Was wir verlieren und was uns bevorsteht eine engagierte Verteidigungsschrift für die Werte der Aufklärung verfasst. Aufklärung, sagt er, ist das Beste, was die Menschheit je hervorgebracht hat. Trotzdem konstatiert er das Ende der Epoche der Aufklärung - und wagt den kritischen Blick nach vorne, in eine Welt nach der Aufklärung.Prof. Markus Tiedemann studierte Philosophie, Psychologie, Geschichte und Erziehungswissenschaft. Nach dem Studium arbeitete er zwölf Jahre als Lehrer und Fachseminarleiter an einer Gesamtschule und am Hamburger Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Er lehrte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, der Freien Universität Berlin und folgte dann einem Ruf an die Technische Universität Dresden, wo er die Professur für Didaktik der Philosophie und für Ethik innehat. Zu seinen Arbeits- und Interessensschwerpunkten zählen Philosophiedidaktik, normative Integration und De-Radikalisierung und ethische Orientierung in der Moderne. Er ist Vorsitzender des „Forums für Didaktik der Philosophie und Ethik“ und Mitherausgeber der „Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik“. Bei Brill I Mentis erschien von ihm das Buch Post-Aufklärungs-Gesellschaft, welches 2025 auch in englischer Übersetzung veröffentlicht wurde: Post-Enlightenment-Society. What we are losing and what lies ahead.

Erschienen: 02.10.2025
Dauer: 00:45:48

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Was erzählen uns Geschichten der Migration?

Migration ist eines der derzeit meistdiskutierten Themen in Politik und Gesellschaft. In der polarisierten Debatte überwiegen Positionen, die in der Migration nicht den historischen Normalfall, sondern ein gesellschaftliches Problem sehen, das dringend gelöst werden muss. Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel interveniert in diese Debatte und hebt sich von ihr deutlich ab, indem sie in ihrem neuen Buch Schlüssel, Pass, Fluchtboot (Erscheinungstermin: 6. Oktober 2025) aus ungewohnter Perspektive auf das Begriffspaar Migration und Remigration blickt. An der Schwelle von Literatur und Geschichte spürt Ursula Krechel leisen Zwischentönen nach, erzählt in historischen Vignetten von Geschichten des Aufbruchs und der Rückkehr, von Flucht und Ankunft, und fragt nach der Rolle von Erinnerung für unsere heutige Auffassung von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Foto: Inge Zimmermann

Erschienen: 05.09.2025
Dauer: 00:46:01

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Günter Grass: Was kann Literatur?

Günter Grass gehört zweifelsohne zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, nicht erst seit seiner Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis 1999. Bei De Gruyter ist im Februar das erste Handbuch zu Günter Grass erschienen, das alle biografischen Phasen und literarischen Facetten des Schriftstellers erschließt. Aber warum sollten wir uns heute noch mit Günter Grass beschäftigen? Was hat er uns heute zu sagen? Darum geht's in dieser Folge von Wagnis Wissen.Zu Gast ist Christoph Jürgensen, er ist Professor für neuere deutsche Literatur und Literaturvermittlung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er arbeitet literatursoziologisch und forscht unter anderem zu Gegenwartsliteratur und Popmusik. Bei De Gruyter hat er zusammen mit Michael Scheffel das Günter Grass Handbuch herausgegeben.

Erschienen: 08.08.2025
Dauer: 00:39:20

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Darf Medizin alles, was sie kann?

Komapatienten künstlich am Leben erhalten? Pränataldiagnostik einsetzen, um Behinderungen zu vermeiden? Hightech-Chips im Gehirn gegen Lähmungen? Und was heißt eigentlich Gerechtigkeit im Gesundheitswesen? Darf man alles tun, was medizinisch möglich ist – oder braucht medizinischer Fortschritt auch ethische Grenzen? In dieser Folge von WAGNIS WISSEN sprechen wir mit der Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert über die schwierigen Abwägungen zwischen Machbarkeit und Moral – und darüber, welche Orientierung die Medizinethik in einer Welt voller medizinisch-technischer Möglichkeiten geben kann.Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert studierte Humanmedizin und Philosophie/Bioethik in Freiburg, Göttingen, Wien, Los Angeles und Washington DC. Von 2003 bis 2023 hatte sie den Lehrstuhl für Medizinethik an der Universität Münster inne und ist seitdem Seniorprofessorin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin. Sie war Gründungsmitglied des 2001 einberufenen Nationalen Ethikrats bzw. des nachfolgenden Deutschen Ethikrats. Sie ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Academia Europaea, des International Bioethics Committee der UNESCO (seit 2022) und Mitglied des Zukunftsrat der Bundesregierung (seit 2022). In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit ethischen Fragen der modernen Medizin, darunter Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe, Forschungsethik, Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitssystem, Stammzellforschung, Enhancement und Psychiatrie-Ethik.Bei Brill I mentis hat Prof. Schöne-Seifert im letzten Jahr zusammen mit apl. Prof.Dr. Johann S. Ach den Titel Informed Consent in der Medizin: Begründung, Voraussetzungen, Kontroversen herausgegeben. 

Erschienen: 04.07.2025
Dauer: 00:48:11

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Wie mit umstrittenen Medien umgehen?

Die Stadtbücherei Münster hat kürzlich mit sogenannten „Einordnungshinweisen“ auf bestimmten Medien eine hitzige Debatte ausgelöst. Konkret betrifft dies unter anderem die Titel „Putin – Herr des Geschehens?“ von Jacques Baud sowie „2024 – Das andere Jahrbuch: verheimlicht, vertuscht, vergessen“ von Gerhard Wisnewski. Nach Leserbeschwerden wurden diese Werke mit einem Hinweis versehen, dass ihre Inhalte „unter Umständen nicht mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft vereinbar“ sein könnten – ein Schritt, der prompt den Vorwurf der Zensur nach sich zog. Im Fokus steht die Frage: Wie sollen öffentliche Bibliotheken – als Orte der Bildung und Meinungsvielfalt – mit Medien umgehen, die Verschwörungserzählungen, Impf- oder Klimaskepsis, radikale politische Positionen oder religiös-esoterische Weltbilder verbreiten? Dürfen oder müssen sie eingreifen – oder gefährden sie dadurch ihre Neutralität? In dieser Folge von WAGNIS WISSEN sprechen wir mit Christian Meskó über die Rolle von Bibliotheken im Spannungsfeld zwischen Informationsfreiheit und demokratischer Verantwortung. Christian Meskó arbeitet, nach einem politikwissenschaftlichen Diplom, einigen literarischen und politikwissenschaftlichen Publikationen und einem Bachelor-Abschluss in Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg in Berlin als Community-Manager und als Verantwortlicher für die Koordination der Ehrenamtlichen der Stadtbibliothek. Zusammen mit Annette Fichtner und Helmut Obst hat er das Praxishandbuch Medien an den Rändern. Umgang mit umstrittenen Werken in Bibliotheken herausgegeben. Abkürzungsverzeichnis EKZ - EKZ Bibliotheksservice: https://www.ekz.de/ VÖBB - Verbund Berliner Bibliotheken: https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&sp=SPROD00 dbv -  Deutscher Bibliotheksverband: https://www.bibliotheksverband.de/ mbr – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus: https://www.mbr-berlin.de/ 

Erschienen: 06.06.2025
Dauer: 00:49:58

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Was ist die Zukunft von Queer?

Von Conchita Wurst bis zu Comic-Superhelden, die schwul, lesbisch oder trans* sind, gehören queere Perspektiven heute in Kunst, Medien und (Pop-)Kultur längst zum Mainstream. Gleichzeitig sind sie heftigeren Angriffen von autoritären Kräften ausgesetzt als je zuvor. Seit drei Jahrzehnten untersuchen Queer Studies die Macht geschlechtlicher und sexueller Normen und wie diese infrage gestellt werden können. Queere Theorien haben sich im Laufe der Zeit weiter ausdifferenziert und sich über gender und sex hinaus auch weiteren Kategorien wie class, race oder dis/ability geöffnet. Damit haben queere Theorien versucht, sich Kritik zu stellen und ihrem eigenen Anspruch – Normen und Machtverhältnisse zu entlarven – gerecht zuwerden. Gelingt ihnen das? Oder haben queere Theorien immer noch einen zu engen Blick. Wenn queere Repräsentationen schon in Popkultur angekommen sind, sind sie dann mainstream? Kann Queerness dann noch Normen und Machtverhältnisse entlarven? Was können Kunst und Kultur, also ästhetische Formen und Praxen, dazu beitragen, queere Konzepte weiterzuentwickeln? Darüber sprechen wir heute mit Kathrin Dreckmann.PD Dr. Kathrin Dreckmann lehrt und forscht am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Acoustic Studies, Popular Culture, Queer Studies und Medienästhetik. Bei De Gruyter gibt sie zusammen mit Bettina Papenburg und Jami Weinstein die Reihe Queer Futures heraus.

Erschienen: 02.05.2025
Dauer: 00:38:22

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Wie kann digitale Inklusion gelingen?

Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: das ist Inklusion. So definiert es die „Aktion Mensch” – und das Grundgesetz der BRD garatiert in Artikel 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”. In der Praxis sieht das aber an vielen Stellen noch ganz anders aus. Viele Menschen stoßen zum Beispiel in der digitalen Welt auf Barrieren. In Apps, auf Webseiten, in Onlineshops, bei eReadern oder auch in Medien von Bibliotheken. Wer schlecht oder gar nicht sieht oder hört, wer kognitiv oder körperlich eingeschränkt ist, stößt auf viele Barrieren. Eine EU-Richtlinie soll Abhilfe schaffen. Ab Ende Juni tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft. Damit wird digitale Barrierefreiheit Pflicht. Das Gesetz ist sicherlich ein Meilenstein für gleichberechtigte Teilhabe, aber reicht das aus, um echte Inklusion zu schaffen? Was muss getan werden, damit digitale Inklusion gelingen kann? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Christiane Felsmann.Christiane Felsmann arbeitet seit nunmehr zwanzig Jahren als Kulturwissenschaftlerin an den Themen inklusiver Kultur- und Lesezugang. Sie begann 2004 an der damaligen „Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig” und begleitete aktiv die Entwicklung der Institution zum „Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen”. Seit 2010 leitet sie dort die Abteilung Bibliothek – Beratung – Verkauf. Außerdem ist sie ehrenamtlich aktiv, zum Beispiel in der Kommission „Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices“ des „Deutschen Bibliotheksverbands” und in der Sektion „Libraries Serving Persons with Print Disabilities” der „International Federation of Library Associations and Institutions”. Bei De Gruyter erscheint Anfang Mai das “Praxishandbuch Inklusion in Bibliotheken. Barrierefreier Zugang zu Information, Bildung und Kultur”, das sie gemeinsam mit Belinda Jopp und Anne Sieberns herausgibt.

Erschienen: 04.04.2025
Dauer: 00:33:12

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Gab es eigentlich Frauen in der Philosophie?

Philosophinnen bereichern seit der Antike die Philosophie - aber Denkerinnen und ihre Ideen hatten es nicht nur zu Lebzeiten schwerer als Männer, Gehör zu finden. Ihre Gedanken wurden auch immer wieder systematischaus der Geschichte des Wissens ausgeschlossen, sodass ihre Erkenntnisse uns heute kaum bekannt sind. Was ist der vergessene weibliche Beitrag zur Philosophiegeschichte? Welche philosophischen Positionen von Denkerinnen lohntes sich, heute wiederzuentdecken? Inwiefern wäre unsere Welt heute eine andere oder bessere, wenn das Erbe der Denkerinnen stärker Teil unserer Wissenskultur wäre? Mit diesen Fragen beschäftigt sich unser heutiger Gast, die Philosophin Ruth Hagengruber.Ruth Edith Hagengruber ist Professorin für Philosophie ander Universität Paderborn. Hagengrubers Forschung widmet sich vor allem der Wiederentdeckung der alternativen Beiträge von Frauen zur Geschichte der Philosophie. Bevor sie das "Center for the History of Women Philosophersand Scientists" gründete, hat sie sich vor allem mit Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsethik beschäftigt. Hagengruber ist ebenso Gründerin des Forschungsbereichs "EcoTechGender". Für das "Center" hat sie die erste und digitale "Encyclopedia of Consice Concepts by Women Philosophers" konzipiert. Bei De Gruyter Brill ist Hagengruber Mitherausgeberin der Reihe "Women Philosophers Heritage Collection" und des "Journal of the History of Women Philosophers and Scientists".

Erschienen: 03.03.2025
Dauer: 00:42:41

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