Podcast "WAGNIS WISSEN"

Wie gerecht ist unsere Sprache? Wie politisch ist Kalorienzählen? Darf Medizin alles, was sie kann? Bei WAGNIS WISSEN, dem Wissenschaftspodcast vom Verlag De Gruyter Brill, spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten über drängende Fragen der Gegenwart. Der Podcast bringt Erkenntnisse aus den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften verständlich in den Alltag. Für alle, die kluge Gespräche suchen – aber keine Vorlesung. Neue Folgen erscheinen immer am 1. Freitag des Monats. ► Mehr unter: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen

Podcast-Episoden

Was erzählen uns Geschichten der Migration?

Migration ist eines der derzeit meistdiskutierten Themen in Politik und Gesellschaft. In der polarisierten Debatte überwiegen Positionen, die in der Migration nicht den historischen Normalfall, sondern ein gesellschaftliches Problem sehen, das dringend gelöst werden muss. Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel interveniert in diese Debatte und hebt sich von ihr deutlich ab, indem sie in ihrem neuen Buch Schlüssel, Pass, Fluchtboot (Erscheinungstermin: 6. Oktober 2025) aus ungewohnter Perspektive auf das Begriffspaar Migration und Remigration blickt. An der Schwelle von Literatur und Geschichte spürt Ursula Krechel leisen Zwischentönen nach, erzählt in historischen Vignetten von Geschichten des Aufbruchs und der Rückkehr, von Flucht und Ankunft, und fragt nach der Rolle von Erinnerung für unsere heutige Auffassung von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Foto: Inge Zimmermann

Erschienen: 05.09.2025
Dauer: 00:46:01

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Günter Grass: Was kann Literatur?

Günter Grass gehört zweifelsohne zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, nicht erst seit seiner Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis 1999. Bei De Gruyter ist im Februar das erste Handbuch zu Günter Grass erschienen, das alle biografischen Phasen und literarischen Facetten des Schriftstellers erschließt. Aber warum sollten wir uns heute noch mit Günter Grass beschäftigen? Was hat er uns heute zu sagen? Darum geht's in dieser Folge von Wagnis Wissen.Zu Gast ist Christoph Jürgensen, er ist Professor für neuere deutsche Literatur und Literaturvermittlung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er arbeitet literatursoziologisch und forscht unter anderem zu Gegenwartsliteratur und Popmusik. Bei De Gruyter hat er zusammen mit Michael Scheffel das Günter Grass Handbuch herausgegeben.

Erschienen: 08.08.2025
Dauer: 00:39:20

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Darf Medizin alles, was sie kann?

Komapatienten künstlich am Leben erhalten? Pränataldiagnostik einsetzen, um Behinderungen zu vermeiden? Hightech-Chips im Gehirn gegen Lähmungen? Und was heißt eigentlich Gerechtigkeit im Gesundheitswesen? Darf man alles tun, was medizinisch möglich ist – oder braucht medizinischer Fortschritt auch ethische Grenzen? In dieser Folge von WAGNIS WISSEN sprechen wir mit der Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert über die schwierigen Abwägungen zwischen Machbarkeit und Moral – und darüber, welche Orientierung die Medizinethik in einer Welt voller medizinisch-technischer Möglichkeiten geben kann.Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert studierte Humanmedizin und Philosophie/Bioethik in Freiburg, Göttingen, Wien, Los Angeles und Washington DC. Von 2003 bis 2023 hatte sie den Lehrstuhl für Medizinethik an der Universität Münster inne und ist seitdem Seniorprofessorin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin. Sie war Gründungsmitglied des 2001 einberufenen Nationalen Ethikrats bzw. des nachfolgenden Deutschen Ethikrats. Sie ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Academia Europaea, des International Bioethics Committee der UNESCO (seit 2022) und Mitglied des Zukunftsrat der Bundesregierung (seit 2022). In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit ethischen Fragen der modernen Medizin, darunter Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe, Forschungsethik, Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitssystem, Stammzellforschung, Enhancement und Psychiatrie-Ethik.Bei Brill I mentis hat Prof. Schöne-Seifert im letzten Jahr zusammen mit apl. Prof.Dr. Johann S. Ach den Titel Informed Consent in der Medizin: Begründung, Voraussetzungen, Kontroversen herausgegeben. 

Erschienen: 04.07.2025
Dauer: 00:48:11

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Wie mit umstrittenen Medien umgehen?

Die Stadtbücherei Münster hat kürzlich mit sogenannten „Einordnungshinweisen“ auf bestimmten Medien eine hitzige Debatte ausgelöst. Konkret betrifft dies unter anderem die Titel „Putin – Herr des Geschehens?“ von Jacques Baud sowie „2024 – Das andere Jahrbuch: verheimlicht, vertuscht, vergessen“ von Gerhard Wisnewski. Nach Leserbeschwerden wurden diese Werke mit einem Hinweis versehen, dass ihre Inhalte „unter Umständen nicht mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft vereinbar“ sein könnten – ein Schritt, der prompt den Vorwurf der Zensur nach sich zog. Im Fokus steht die Frage: Wie sollen öffentliche Bibliotheken – als Orte der Bildung und Meinungsvielfalt – mit Medien umgehen, die Verschwörungserzählungen, Impf- oder Klimaskepsis, radikale politische Positionen oder religiös-esoterische Weltbilder verbreiten? Dürfen oder müssen sie eingreifen – oder gefährden sie dadurch ihre Neutralität? In dieser Folge von WAGNIS WISSEN sprechen wir mit Christian Meskó über die Rolle von Bibliotheken im Spannungsfeld zwischen Informationsfreiheit und demokratischer Verantwortung. Christian Meskó arbeitet, nach einem politikwissenschaftlichen Diplom, einigen literarischen und politikwissenschaftlichen Publikationen und einem Bachelor-Abschluss in Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg in Berlin als Community-Manager und als Verantwortlicher für die Koordination der Ehrenamtlichen der Stadtbibliothek. Zusammen mit Annette Fichtner und Helmut Obst hat er das Praxishandbuch Medien an den Rändern. Umgang mit umstrittenen Werken in Bibliotheken herausgegeben. Abkürzungsverzeichnis EKZ - EKZ Bibliotheksservice: https://www.ekz.de/ VÖBB - Verbund Berliner Bibliotheken: https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&sp=SPROD00 dbv -  Deutscher Bibliotheksverband: https://www.bibliotheksverband.de/ mbr – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus: https://www.mbr-berlin.de/ 

Erschienen: 06.06.2025
Dauer: 00:49:58

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Was ist die Zukunft von Queer?

Von Conchita Wurst bis zu Comic-Superhelden, die schwul, lesbisch oder trans* sind, gehören queere Perspektiven heute in Kunst, Medien und (Pop-)Kultur längst zum Mainstream. Gleichzeitig sind sie heftigeren Angriffen von autoritären Kräften ausgesetzt als je zuvor. Seit drei Jahrzehnten untersuchen Queer Studies die Macht geschlechtlicher und sexueller Normen und wie diese infrage gestellt werden können. Queere Theorien haben sich im Laufe der Zeit weiter ausdifferenziert und sich über gender und sex hinaus auch weiteren Kategorien wie class, race oder dis/ability geöffnet. Damit haben queere Theorien versucht, sich Kritik zu stellen und ihrem eigenen Anspruch – Normen und Machtverhältnisse zu entlarven – gerecht zuwerden. Gelingt ihnen das? Oder haben queere Theorien immer noch einen zu engen Blick. Wenn queere Repräsentationen schon in Popkultur angekommen sind, sind sie dann mainstream? Kann Queerness dann noch Normen und Machtverhältnisse entlarven? Was können Kunst und Kultur, also ästhetische Formen und Praxen, dazu beitragen, queere Konzepte weiterzuentwickeln? Darüber sprechen wir heute mit Kathrin Dreckmann.PD Dr. Kathrin Dreckmann lehrt und forscht am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Acoustic Studies, Popular Culture, Queer Studies und Medienästhetik. Bei De Gruyter gibt sie zusammen mit Bettina Papenburg und Jami Weinstein die Reihe Queer Futures heraus.

Erschienen: 02.05.2025
Dauer: 00:38:22

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Wie kann digitale Inklusion gelingen?

Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: das ist Inklusion. So definiert es die „Aktion Mensch” – und das Grundgesetz der BRD garatiert in Artikel 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”. In der Praxis sieht das aber an vielen Stellen noch ganz anders aus. Viele Menschen stoßen zum Beispiel in der digitalen Welt auf Barrieren. In Apps, auf Webseiten, in Onlineshops, bei eReadern oder auch in Medien von Bibliotheken. Wer schlecht oder gar nicht sieht oder hört, wer kognitiv oder körperlich eingeschränkt ist, stößt auf viele Barrieren. Eine EU-Richtlinie soll Abhilfe schaffen. Ab Ende Juni tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft. Damit wird digitale Barrierefreiheit Pflicht. Das Gesetz ist sicherlich ein Meilenstein für gleichberechtigte Teilhabe, aber reicht das aus, um echte Inklusion zu schaffen? Was muss getan werden, damit digitale Inklusion gelingen kann? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Christiane Felsmann.Christiane Felsmann arbeitet seit nunmehr zwanzig Jahren als Kulturwissenschaftlerin an den Themen inklusiver Kultur- und Lesezugang. Sie begann 2004 an der damaligen „Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig” und begleitete aktiv die Entwicklung der Institution zum „Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen”. Seit 2010 leitet sie dort die Abteilung Bibliothek – Beratung – Verkauf. Außerdem ist sie ehrenamtlich aktiv, zum Beispiel in der Kommission „Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices“ des „Deutschen Bibliotheksverbands” und in der Sektion „Libraries Serving Persons with Print Disabilities” der „International Federation of Library Associations and Institutions”. Bei De Gruyter erscheint Anfang Mai das “Praxishandbuch Inklusion in Bibliotheken. Barrierefreier Zugang zu Information, Bildung und Kultur”, das sie gemeinsam mit Belinda Jopp und Anne Sieberns herausgibt.

Erschienen: 04.04.2025
Dauer: 00:33:12

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Gab es eigentlich Frauen in der Philosophie?

Philosophinnen bereichern seit der Antike die Philosophie - aber Denkerinnen und ihre Ideen hatten es nicht nur zu Lebzeiten schwerer als Männer, Gehör zu finden. Ihre Gedanken wurden auch immer wieder systematischaus der Geschichte des Wissens ausgeschlossen, sodass ihre Erkenntnisse uns heute kaum bekannt sind. Was ist der vergessene weibliche Beitrag zur Philosophiegeschichte? Welche philosophischen Positionen von Denkerinnen lohntes sich, heute wiederzuentdecken? Inwiefern wäre unsere Welt heute eine andere oder bessere, wenn das Erbe der Denkerinnen stärker Teil unserer Wissenskultur wäre? Mit diesen Fragen beschäftigt sich unser heutiger Gast, die Philosophin Ruth Hagengruber.Ruth Edith Hagengruber ist Professorin für Philosophie ander Universität Paderborn. Hagengrubers Forschung widmet sich vor allem der Wiederentdeckung der alternativen Beiträge von Frauen zur Geschichte der Philosophie. Bevor sie das "Center for the History of Women Philosophersand Scientists" gründete, hat sie sich vor allem mit Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsethik beschäftigt. Hagengruber ist ebenso Gründerin des Forschungsbereichs "EcoTechGender". Für das "Center" hat sie die erste und digitale "Encyclopedia of Consice Concepts by Women Philosophers" konzipiert. Bei De Gruyter Brill ist Hagengruber Mitherausgeberin der Reihe "Women Philosophers Heritage Collection" und des "Journal of the History of Women Philosophers and Scientists".

Erschienen: 03.03.2025
Dauer: 00:42:41

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Über Juli Zeh – wenn Literatur politisch wird

Literatur hat eine politische Rolle - davon ist dieSchriftstellerin Juli Zeh überzeugt. Sie gehört zu denen, die sich immer wieder politisch einmischen und sich konkret zu gesellschaftlichen Themen äußern. Und da ist sie nicht die einzige, gerade in jüngster Zeit ist dies wieder verstärktzu beobachten, zum Beispiel anhand der Apelle von Literaten zum Ukraine-Krieg. Andere Schriftsteller*innen vermeiden eine politische Einmischung bewusst oderüberlassen dies ihrer Literatur. Wie ist das Verhältnis von Literatur und Politik? Und was bedeutet dies bei der Betrachtung der Bestsellerautorin Juli Zeh, die mit ihren Positionen zu politischen und gesellschaftlichen Fragenpolarisiert und für ein Anschließen an rechte Diskurse kritisiert wird? Darüber sprechen wir in dieser Folge von WAGNIS WISSEN mit der Literaturwissenschaftlerin Sonja Klocke. Sie hat gemeinsam mit Necia Chronister und Lars Richter bei De Gruyter Brill den Sammelband "Juli Zeh: A critical companion" herausgegeben. Sonja E. Klocke ist Professorin für Neuere deutscheLiteratur, Film und Kultur an der University of Wisconsin – Madison. Dort lehrt sie auch in den Genderwissenschaften und den Europawissenschaften. Zudem ist sie Direktorin des vom DAAD geförderten Center for German and European Studies. Ihre Forschung und Lehre fokussieren auf die Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere auf Literatur und Film nach dem 2. Weltkrieg und sind beeinflusst von kulturwissenschaftlichen Theorien zu Körper- und Krankheitsdiskursen, Gender Theorien und politischer Theorie.

Erschienen: 27.01.2025
Dauer: 00:42:51

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Die „Wortrepublik“ Jiddisch: der ganzen Welt benachbart

Jiddisch – wir haben schon einmal davon gehört, aber wir wollen auch keinen "Stuss" erzählen. Die deutsche Sprache ist, wie in diesem kleinen Beispiel, voller jiddischer Wörter. Aber was ist Jiddisch? Ein Dialekt, Altdeutsch oder so ähnlich? Nur noch wenige Menschen sprechen Jiddisch, gleichzeitig wird die Sprache aber gerade wiederentdeckt, auch von Jüngeren. Jiddisch ist eine Sprache ohne Land. Sie ist überall und nirgends zu Hause und hat Teile der durch Verfolgung und Vertreibung zerstreuten jüdischen Diaspora stets zusammengehalten. Eine Sprache, die über Grenzen hinweg gesprochen und gelebt wird und die sich dabei immer wieder an die neue Umgebung angepasst hat. Unser heutiger Gast spricht sogar von der jiddischen Literatur als eine Art "Wortrepublik". In der neuesten Folge von WAGNIS WISSEN geht es um die Geschichte und Bedeutung der jiddischen Sprache und Literatur, und wir erfahren, was wir in Bezug auf Migration in der heutigen globalisierten Welt vom Jiddischen lernen können.  Unser Gast ist die in Israel geborene und in Deutschland lebende Autorin, Übersetzerin und Jiddistin, Efrat Gal-Ed. Sie studierte Judaistik, Germanistik und Komparatistik in Köln und Bonn. 2013 habilitierte sie sich in Jiddistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie als Professorin lehrte. Bei De Gruyter Brill gibt sie zusammen mit Roland Gruschka und Simon Neuberg die Reihe Jiddistik: Edition und Forschung heraus. 

Erschienen: 20.12.2024
Dauer: 00:42:33

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Christina Morina über die Deutschen und ihre Demokratie - Rücken wir tiefer in die Krise?

Die Deutschen und ihre Demokratie – das scheint im Moment kompliziert. Muss man sogar schon von einer Krise der Demokratie sprechen? Die Landtagswahlen haben in diesem Jahr den Osten wieder in den Fokus der Debatte gerückt. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen hat eine Partei große Erfolge gefeiert, die die Demokratie infrage stellt, und mit unverhohlenem Rassismus Stimmung macht. Aber auch im Westen sind immer weniger Menschen zufrieden mit der Demokratie in Deutschland. Woher kommt die Demokratieskepsis und wo liegen die historischen Wurzeln - im Osten - aber auch im Westen Deutschlands? Zu Gast in der heutigen Folge ist die Historikerin Christina Morina. Für ihr Buch Tausend Aufbrüche (Siedler) hat sie 2024 den Deutschen Sachbuchpreis erhalten. Darin untersucht sie die politische Kultur Ost- und Westdeutschlands seit den 80er Jahren und sucht nach Gründen für den Erfolg der Populisten.    Christina Morina ist derzeit 2024-25 Visiting Heuss Professor an der New School for Social Research in New York und seit 2019 Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Erinnerungsgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie in dem Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis. Christina Morina studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland (USA) und wurde 2007 mit einer Arbeit über den Krieg gegen die Sowjetunion in der deutsch-deutschen Erinnerungskultur promoviert. Bei De Gruyter Brill gibt sie die Reihe Vergangene Gegenwart. Debatten zur Zeitgeschichte (Vandenhoeck & Ruprecht) heraus.

Erschienen: 28.11.2024
Dauer: 00:41:15

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