Häuser in Form einer Gitarre, ein Gebäude komplett aus Plastikmüll aus dem Ozean oder eine Wohnsiedlung in futuristisch verformter Optik. Mit künstlicher Intelligenz lassen sich die Städte der Zukunft jetzt schon neu denken. Macht KI Architekten bald überflüssig? Oder ist KI eine nützliche Hilfe beim Planen und Bauen? Und kann der Vormarsch künstlicher Intelligenz dazu beitragen, unsere Umwelt klimaverträglicher und sozialer zu gestalten? Gast der heutigen Folge ist Georg Vrachliotis, Professor für Theory of Architecture and Digital Culture und Leiter der Design, Data, and Society Group an der TU Delft, wo er auch The New Open vorsteht, einem neuen interdisziplinären Forschungsprojekt über Architektur im Zeitalter offener Daten. Er hat bei den De Gruyter Imprints Birkhäuser und Jovis u.a. das Buch The New Technological Condition. Architecture and Design in the Age of Cybernetics und ein zuletzt ein Vorwort zum Titel Ok Computer. Icons of Architecture, Rebuilt by AI erfasst.
Erschienen: 27.03.2024
Dauer: 00:38:06
Weitere Informationen zur Episode "Macht KI Architekten bald überflüssig?"
Künstliche Intelligenz hat schon längst Einzug in unseren Alltag gehalten. KI steckt in Video- und Musikstreamingdiensten, in Suchmaschinen, Sprachassistenten und im Verkehrsmanagement. Und Tech-Unternehmen forschen längst an der Symbiose von Mensch und Maschine. Die Entwicklung stellt uns vor neue ethische Herausforderungen. Welche Ethik braucht künstliche Intelligenz? Und wie kann sichergestellt werden, dass Unternehmen und Softwareentwickler*innen neue Technologien in den Dienst der Gesellschaft stellen? Wie geht gute KI? Das ist unser Thema in dieser Folge von WAGNIS WISSEN mit der Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann. Sarah Spiekermann leitet seit 2009 das Institut für Wirtschaftsinformatik & Gesellschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie ist Spezialistin für digitale Ethik und hat mit einem Team des weltweit größten Ingenieursverbands IEEE einen Standard erarbeitet, um ethische und wertbasierte IT-Systeme und KI zu entwickeln. Bei De Gruyter ist 2023 der Titel Value-based Engineering - a guide to build ethical technology for humanity erschienen.
Erschienen: 20.03.2024
Dauer: 00:37:30
Weitere Informationen zur Episode "Welche Ethik braucht künstliche Intelligenz?"
Hat das ein Mensch geschrieben - oder war eine Künstliche Intelligenz am Werk? Seit dem Durchbruch von ChatGPT lässt sich das oft nicht mehr so einfach feststellen. Schon werden Warnungen lauter, dass Menschen in Zukunft überflüssig werden, dass eine KI genauso gut Kunst und Literatur produzieren könnte. Aber stimmt das? Welche Texte schreibt KI schon jetzt überzeugend? Und was muss passieren, damit KI auch Literatur kann? Darum geht's in dieser Folge von WAGNIS WISSEN. Gast ist der Autor, Philosoph und Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr. Bajohr forscht zum Verhältnis von KI und Literatur, aktuell im Fachbereich Medienwissenschaft der Universität Basel. Im De Gruyter Handbuch Künstliche Intelligenz und die Künste schreibt er über Autorschaft und KI. In diesem Jahr ist von ihm das Roman-Experiment "Berlin, Miami" erschienen, das er mit Hilfe von KI geschrieben hat.
Erschienen: 13.03.2024
Dauer: 00:44:48
Der erste Blick des Tages führt meistens schon auf das Smartphone. Schnell checken, ob jemand geschrieben hat – auf WhatsApp, Telegramm oder Signal, danach einen Blick auf Instagram werfen. Der letzte Blick des Tages geht meistens auch wieder auf das Smartphone. Das Digitale ist mittlerweile so selbstverständlich geworden wie Zähneputzen. Auch in der aktuellen Literatur spiegelt sich das wider. Messengerdienste, Emojis und Social Media sind normale Bestandteile von Geschichten geworden und die wiederum werden auf Instagram, bei Snapchat oder auch TikTok beworben und auch besprochen. Und die sozialen Medien produzieren längst eigene literarische Formen. Die Literaturwissenschaft ruft deshalb die Popliteratur 3.0 aus. Wie wirken soziale Medien in die Literatur hinein und umgekehrt? Welche neuen Literaturformen und Formate sind in und durch Instagram und Co entstanden? Darum geht es in dieser Folge von WAGNIS WISSEN mit der Literaturwissenschaftlerin Stephanie Catani. Stephanie Catani ist Professorin für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Würzburg und forscht zu Literatur und KI. Bei De Gruyter hat sie den Band Popliteratur 3.0. sowie das Handbuch Künstliche Intelligenz und die Künste herausgegeben.
Erschienen: 14.02.2024
Dauer: 00:36:00
Weitere Informationen zur Episode "Popliteratur 3.0: SMS und Poetry Bots in der Literatur?"
Wer an Popliteratur denkt, denkt an Bret Easton-Ellis und Nick Hornby. An Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht und Benjamin Lebert. Vielleicht noch an Alexa Hennig von Lange. Popliteratur scheint ein Männerclub zu sein. Aber spätestens seit den 90er Jahren mischt der Popfeminismus die Popliteratur auf. Popfeminismus – was ist das überhaupt? Und wie passen feministische Positionen und Mittel des Pop – also Politik und Kommerz – zusammen? Darum geht es diesmal in WAGNIS WISSEN. Gast der heutigen Folge ist Anna Seidel. Sie ist Literaturwissenschaftlerin an der Universität Innsbruck und forscht aktuell zu Transformationen des Populären. Außerdem ist sie freie Autorin und gibt die Zeitschrift Testcard. Beiträge zur Popgeschichte mit heraus. Zum Handbuch Literatur & Pop bei De Gruyter hat sie den Artikel Pop-Feminismus/ Geschlechterverhältnisse im Pop beigesteuert.
Erschienen: 07.02.2024
Dauer: 00:43:36
Weitere Informationen zur Episode "Ist Popliteratur ein Jungsding?"
Literatur und Pop – Gegensatz, oder ein und dasselbe? Popliteratur wird oft als abwertendes Etikett für weniger anspruchsvolle Literatur benutzt. Für andere bietet Pop einen besseren Zugang zur Welt als andere gegenwärtige Literatur. Doch wenn die Grenzen zwischen high und low verschwimmen, was unterscheidet aus Sicht der Literaturwissenschaft noch gute von schlechter Literatur? Oder ist das alles nur Geschmacksfrage? Nadine Kreuzahler und Moritz Baßler sprechen über Popliteratur, populären Realismus und Midcult. Moritz Baßler ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Münster und hat bei De Gruyter das Handbuch Literatur & Pop herausgegeben. Mit seinen Thesen zu einem neuen Midcult und populären Realismus hat er jüngst eine weitreichende Literaturdebatte ausgelöst.
Erschienen: 29.01.2024
Dauer: 00:45:10
Weitere Informationen zur Episode "Wer bestimmt, was gute Literatur ist?"
WAGNIS WISSEN startet am 31. Januar 2024! In Folge 1 ist Moritz Baßler zu Gast, Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Münster und Herausgeber des Handbuchs Literatur & Pop bei De Gruyter. Dranbleiben und reinhören! Mehr zum Podcast hier
Erschienen: 23.01.2024
Dauer: 00:00:59