Podcast "Die Physikalische Soiree"

Sprechkontakt mit Wissenschaft

Gespräche, Reportagen und Erzählungen. Frisch, stromsparend und elektrisierend. Themen: Naturwissenschaft, Gesellschaft, Technik. Produziert in Wien. Ausgestrahlt jeden ersten Montag im Monat im ORF Österreich 1 Campus Radio. Ständig verfügbar als Podcast.

Podcast-Episoden

Seeigel im Meer

Der Paläontologe Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum der Stadt Wien spricht über Seeigel, die zu den Stachelhäuter gezählt werden und eine alte Klasse wirbelloser Tiere darstellen, die schon im Erdaltertum vor über 400 Millionen Jahren lebten. Sie stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren. Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher. Viele Wissenschafsgruppen beschäftigen sich mit Seeigel, die für sie einen Modellorganismus bilden. Ihre Eizellen sind sehr transparent und dadurch neugierigen Blicken in frühen Stadien der Zellteilung zugänglich. Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind. Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie zu begehrten Objekten schon in der Jungsteinzeige für kultische Zwecke. In den marinen Ökosystemen halten sie auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachseln. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen die die Riffe festigen. Foto-Credit: NHM Wien, A. Kroh / A. Schumacher Interviewpartner: Dr. Andreas Kroh Natural History Museum Vienna

Erschienen: 14.08.2015
Dauer: 00:54:03

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Netzwerk und Mittelalter

Byzanz: Menschen, Landschaften, Netzwerke. Kommunikation, Einfluss. Veränderung. Johannes Preiser-Kapeller untersucht mit den Mittel der Netzwerkanalyse Beziehungsgeflechte im Mittelalter.

Menschen, Landschaften, Netzwerke. Kommunikation, Einfluss. Veränderung. Johannes Preiser-Kapeller untersucht mit den Mittel der Netzwerkanalyse das Beziehungsgeflecht im alten Byzanz. Im Mittelalter. Wir sprechen über Päpste, Weihen, Beziehungen, Landschaften. Darüber, wie man ein Netzwerk darstellt und analysiert. Wir unterhalten uns über Komplexitätsforschung und über Bücher, die man mitnehmen müsste, wenn man das Büro fluchtartig verließe. Gesprächspartner: Johannes Preiser-Kapeller, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung, Abteilung Byzanzforschung Link: http://www.oeaw.ac.at/byzanz/ Buchtipp: Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II, Fernand Braudel

Erschienen: 09.07.2015
Dauer: 01:37:36

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PHS205 Grillen, Krautköpfe, Dalmatien

Physik und angrenzende Wissenschaften

Frisch, stromsparend und elektrisierend

Erschienen: 27.06.2015
Dauer: 01:35:18

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Grillen, Krautköpfe, Dalmatien

Wie haben sich Gesellschaften im Mittelalter entwickelt? Was bedeutet es, in die "Kapillaren" einer Gesellschaft forschend einzudringen? Und wie wird in Wien gegrillt? Gespräch mit Oliver Schmitt, Professor für Osteuropäische Geschichte in Wien. Im dritten Teil der Serie "VISCOM - die Physikalische Soiree jenseits der Ränder der Naturwissenschaft" - erzählt Oliver Schmitt von seiner Sicht aus über den Forschungsschwerpunkt der Österreichischen Akademie der Wissenschaft, eine Zusammenarbeit mehrerer Institute, die die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelalter aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet. Wir erfahren über die günstige Quellenlage beim Raub von Krautköpfen, sprechen viel, wie geisteswissenschaftliche Forschung aktuell gemacht wird und sehen uns auch die Themen der Gegenwart an: ein Bild Osteuropas, abgebildet an Wiens Donaustränden. Ja, wir sprechen auch über Lust am Lesen, Reden und an Forschung. Link: http://sfb-viscom.univie.ac.at

Erschienen: 27.06.2015
Dauer: 01:35:18

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Flöße auf Zellmembranen?

Zellmembranen teilen das Innere vom Äußeren. Wie sie aufgebaut sind, ist grundsätzlich klar: Lipidschichten und Proteine. Die Details aber sind in Bewegung. Bewegen sich die Moleküle wie Flöße auf der Oberfläche? Eva Sevcsik forscht und erzählt.

Eine Membran teilt das Innere vom Äußeren. Wie Membranen bei Zellen von Organismen aufgebaut sind, ist grundsätzlich klar: Sie bestehen aus Lipiden und Proteinen. Die Details aber sind - wie die beteiligten Moleküle selbst - in Bewegung. Bewegen sich Gebilde aus Proteinen und Lipiden wie Flöße auf der Oberfläche der Membran? Eva Sevcsik forscht und erzählt. Sie arbeitet an der TU Wien am Institut für Angewandte Physik im Bereich Biophysik. Die Schwierigkeit beim genauen Hinsehen ist: kann man eine lebende Zelle beobachten, oder eine tote Zelle? Neue Untersuchungsmethoden können einzelne Moleküle fluoreszierend machen, die in lebenden Zellen bzw. deren Membranen vorkommen. Mit zeitlicher Auflösung. Wir erfahren in diesem Gespräch viel, wie Grundlagenforschung im Detail funktioniert. Anhand einer Forschungsfrage - deren Ergebnis ein "nein" ist. Ungewöhnlich. Flöße auf der Zellmembran gibt es nicht. Zumindest nicht so, wie man sie bisher verstand. Link zu Eva Sevcsik: https://tiss.tuwien.ac.at/adressbuch/adressbuch/person/240778 Link zur Pressemitteilung: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/9428/

Erschienen: 23.05.2015
Dauer: 01:17:13

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Asphalt

Straßen werden asphaltiert. Bitumen, Steine. Eine interessante Mischung. Bernhard Hofko forscht an der TU Wien im Bereich Straßenwesen. Er findet zum Beispiel heraus, was man tun muss, damit der Energieaufwand beim Asphaltieren minimal wird.

Straßen werden asphaltiert. Bitumen, Steine. Eine interessante Mischung. Bernhard Hofko forscht an der TU Wien, was man tun muss, damit der Energieaufwand beim Asphaltieren minimal wird. Eine spannende Geschichte, die Sache mit dem Asphalt. Die Aufnahme knistert ein wenig. In irgend einem Kabel hat sich ein Bit quergelegt. Sorry. Link zur Pressemitteilung, die Ausgangspunkt für diese Sendung war: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/9414/ Link zum Gesprächspartner Bernhard Hofko, Leiter des Labors für Straßenwesen an der TU Wien: http://www.ivws.tuwien.ac.at/team/wissenschaftliches-personal/bernhard-hofko.html

Erschienen: 21.05.2015
Dauer: 01:00:42

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PHS203 Asphalt

Physik und angrenzende Wissenschaften

Frisch, stromsparend und elektrisierend

Erschienen: 21.05.2015
Dauer: 00:58:18

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Religion und frühes Mittelalter

Walter Pohl beschäftigt sich mit dem frühen Mittelalter in Europa. Warum ist das Römische Reich untergegangen, wie hat die christliche Religion Identitäten geprägt? Zweiter Teil unserer 5-teiligen Gesprächsreihe zu Religion, Geschichte, Wissenscha

Walter Pohl beschäftigt sich mit dem frühen Mittelalter in Europa. Warum ist das Römische Reich untergegangen, wie hat die christliche Religion Identitäten geprägt? Zweiter Teil unseres 5-teiligen Gesprächs zu Religion, Geschichte, Wissenschaft. Auch in diesem Gespräch werden wir uns wieder den Überlappungen der Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften beschäftigen. Wie werden Religionen politisch und sozial wirksam, und was hat das Internet heute damit zu tun? Wie Klöster, Askese und Reichtum unter einen - geistlichen - Hut passen. Ob Religionen auch evolutionär in der jüngsten Entwicklungsgeschichte der Menschen wirksam wurden. Und warum "gefällt mir" zwar gut, aber noch nicht unbedingt notwendiger geisteswissenschaftlicher Diskurs ist. Gesprächspartner: Walter Pohl, Professor für mittelalterliche Geschichte Link: http://www.univie.ac.at/Geschichte/htdocs/site/arti.php/90211

Erschienen: 11.05.2015
Dauer: 01:05:11

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Anthropologie und Religion

Weit über die Ränder der Naturwissenschaften hören wir in diesem Gespräch mit dem Anthropologen Andre Gingrich, mit welchen Methoden in seinem Forschungsbereich gearbeitet wird: Forschung über die Rolle von Religionen in der Entwicklung von Gesells

Teil 1 von 5: Tiefenschärfe für die Rolle von Religionen Gespräch mit Andre Gingrich, Sozialanthropologe, Wien Weit über die Ränder der Naturwissenschaften hören wir in diesem Gespräch mit dem Anthropologen Andre Gingrich, mit welchen Methoden in seinem Forschungsbereich gearbeitet wird: Forschung über die Rolle von Religionen in der Gesellschaft. Es gibt da einen "Spezialforschungsbereich" des Österreichischen Wissenschaftsfonds, den wir in den kommenden fünf Ausgaben der Physikalischen Soiree beleuchten. Wie sind Religionen sozial und politisch wirksam geworden? Welche Rolle hatten Religion in der Bildung von Identitäten? Zeitlicher Schwerpunkt: Spätantike, Frühmoderne. Mit regionaler Konzentration auf Eurasien. Erkenntnis ist auch immer wieder verbunden mit naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Spannende Einblicke sind zu erwarten.

Erschienen: 04.05.2015
Dauer: 00:57:20

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Science Center "am Land": Welios

Der Physikdidaktiker Leo Ludick erzählt von Chancen und Herausforderungen am Land ein Science Center zu errichten und zu betreiben. Thema dieser Episode ist das Welios - im oberösterreichischen Zentralraum Wels-Linz-Steyr.

Ein Science Center am Land zu errichten, ist eine Herausforderung, die alle freut. Aber nur solange es nicht ums Zahlen geht. Immerhin: ab 250.000 Besuchern pro Jahr kann es sich rechnen. "Welios" - so heißt das Science Center in Wels, im oberösterreichischen Zentralraum Wels-Linz Wien. Es ist kein Museum, sondern ein Zentrum zum Experimentieren, mit herausragender Architektur. Der pädagogisch-wissenschaftliche Berater des welios ist Leo Ludick. Er ist Fachdidaktiker "Physik" und  erzählt über die Arbeit des "Welios", das seinen Namen aus der Verbindung vom  Sonnengott "Helios" und der Stadt Wels erhalten hat. Wir sprechen auch über die Vermittlung von Physik. "Um die Wirklichkeit zu erfassen, brauche ich viele Sichtweisen". - Leo Ludick.

Erschienen: 02.05.2015
Dauer: 01:28:45

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Podcast "Die Physikalische Soiree"
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