Podcast "Die Physikalische Soiree"

Sprechkontakt mit Wissenschaft

Gespräche, Reportagen und Erzählungen. Frisch, stromsparend und elektrisierend. Themen: Naturwissenschaft, Gesellschaft, Technik. Produziert in Wien. Ausgestrahlt jeden ersten Montag im Monat im ORF Österreich 1 Campus Radio. Ständig verfügbar als Podcast.

Podcast-Episoden

Die letzten 300 Millionen Jahre der Erdatmosphäre

20 Minuten am Stück - ohne Unterbrechung - erzählt der Geologe und Palöoklimathologe Ralf Tappert von der Universität Innsbruck über die Erdatmosphäre, genau genommen die Änderungen in den letzten 300 Millionen Jahre - und wie man das bestimmen kann. Es geht über Eis - einige Zeit zurück, in dem die Lufteinschlüsse analysiert werden, aber so richtig zur Sache geht es, wenn man so genannte Proxies nimmt. Bernstein. Nein, nicht die Luft- oder Materialeinschlüsse, die man oft in Bernstein findet, sondern die Isotopenzusammensetzung der Kohlenstoffatome in Bernstein. Das gibt Aufschluss über die Verhältnisse von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid. Und da gibt es einige Überraschungen.

Erschienen: 02.06.2014
Dauer: 00:25:48

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Flusenfreie alte Filme

Alte Filme im Kino und im Fernsehen haben keine Flusen mehr im Bild, die stören. Kratzer, Flecken, alles weg. Wohin sind diese Störungen gekommen? Georg Thallinger von der "Joanneum Research Forschungsgesellschaft" in Graz erzählt. Gesprächspartner: Georg Thallinger, Forschungsgruppe “Audiovisuelle Medien” – Digital, Joanneum Research Forschungsgesellschaft, Graz.

Erschienen: 08.04.2014
Dauer: 01:32:44

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Fahrradfahren in der Stadt

Mobilitätspodcast: Das menschliche Verhalten in Verkehrssystemen studiert Paul Pfaffenbichler beim Fahrradfahren in der Stadt. Im Forschungsbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien, vor kurzem in einer Studie über das Abstellen von Räd

Mobilitätspodcast: Das menschliche Verhalten in Verkehrssystemen studiert Paul Pfaffenbichler beim Fahrradfahren in der Stadt. Im Forschungsbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien veröffentlichte der Verkehrsforscher vor kurzem in einer Studie über das Abstellen von Rädern. Eines vorweg: bei niedrigen Geschwindigkeiten regelt sich der Verkehr selbst. Biologie, Medizin, Psychologie, Ingenieurswissenschaften - all das spielt mit beim Verkehr. Städte sind hier auch sehr unterschiedlich. Wir sprechen über Besonderheiten und allgemeine Phänomene, die es im dynamischen Gleichgewicht des Miteinanders im Verkehr zu beachten gilt. Gesprächspartner: DI. Dr. Paul Pfaffenbichler Institut für Verkehrswissenschaften, TU Wien Links: 1) Anlass für diese Sendung: Wohin mit meinem Fahrrad? 2) Ringvorlesung ab März 2014: Fahrradfahren in der Stadt

Erschienen: 23.02.2014
Dauer: 01:34:36

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Physik des Abnehmens

Die Energiebilanz muss negativ sein. So einfach ist Abnehmen. Der Physiker Martin Apolin erklärt das in seinem Buch: "Mach das - die ultimative Physik des Abnehmens". Im Gespräch mit ihm erzählt er viel davon, wie Physiker die Welt sehen.

Die Energiebilanz muss negativ sein. So einfach ist Abnehmen. Der Physiker Martin Apolin erklärt das in seinem Buch: "Mach das - die ultimative Physik des Abnehmens". Im Gespräch er viel davon, wie Physiker der Welt begegnen: mit Abschätzungen und Überschlagsrechnungen. Gesprächspartner: Martin Apolin Link zum Buch: Ecowin Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde im ORF Radio Österreich 1 Sachbuchsendung Kontext vom 17. Jänner 2014 gesendet.

Erschienen: 23.01.2014
Dauer: 00:47:42

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Energiespeicher

Die aktuelle Ausgabe der Physikalischen Soiree beschäftigt sich mit Energiespeichern. Was kann man mit überschüssiger elektrischer Energie in Österreich tun. Karl Zach von der TU Wien hat ausgerechnet, wie lange die Pumpspeicher noch reichen.

Die aktuelle Ausgabe der Physikalischen Soiree beschäftigt sich mit Energiespeichern. Was kann man mit überschüssiger elektrischer Energie in Österreich tun. Karl Zach hat ausgerechnet, wie lange die Pumpspeicher noch reichen. Wir sprechen über den österreichischen Mix an Kraftwerksarten, die Aufteilung von Grund- und Spitzenlast, Entwicklung und Modellrechnung, Energiespeicherung in Pumpkraftwerken, alternative Methoden der Energiespeicherung, Politische Rahmen und die Vernetzung mit dem restlichen Europa. Gesprächspartner: Dipl.-Ing. Karl Anton Zach Energy Economics Group, TU Wien Links: Pressemitteilung der TU Wien | Publikation: "Abschätzung des zukünftigen Energiespeicherbedarfs in Österreich zur Integration variabler erneuerbarer Stromerzeugung" | Podcast Modellansatz: Pumpspeicher Modellierung Foto: Karl Zach

Erschienen: 13.12.2013
Dauer: 00:54:57

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Conrad Erdbebenobservatorium

Die Beobachtung von Erdbeben und Magnetfeld der Erde. Der Geophysiker Roman Leonhardt führt durch das Conrad Observatorium in der Nähe von Pernitz in Niederösterreich.

Seit 2002 befindet sich die Hauptstation des österreichischen Erdbebennetzes in einem Berg in der Nähe von Pernitz. Der seismisch-gravimetrische Teil des "Conrad Observatoriums" liefert seither für das weltweite Erdbebenbeobachtungsnetz zuverlässig genaue Werte für Erdbeben, ausgelöst etwa durch die Bewegungen der Platten der Erde. Das Observatorium besteht aus zwei Tunnels unterschiedlicher Länge, weitab von Störeinflüssen der Umgebung. Der geomagnetische Teil des Observatoriums wird gerade fertiggestellt und liefert jetzt schon Messwerte über das Magnetfeld der Erde. Es ist für Navigation und als Schutzschild für Teilchenstrahlung wichtig und ändert sich graduierlich bzw. plötzlich, dann nämlich, wenn Sonnenstürme auftreten. Die Daten des Observatoriums werden in Echtzeit über Internet bereitgestellt. Beobachtungsreihen und Vergleichsmessungen, internationale Messkampagnen und die Möglichkeit für Forschergruppen, in den Tunnels ihre mitgebrachten Messgeräte einzustecken und sofort betreiben zu können, unterstützen die Einbettung der Einrichtung in Forschung und Wissenschaft. Gesprächspartner dieser Physikalischen Soiree: Dr. Roman Leonhardt Leiter des Conrad Observatoriums Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Conrad-Observatorium

Erschienen: 08.11.2013
Dauer: 01:34:48

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Lokale Formen des Regens

Wissenschaft erzählt: Manfred Dorninger (Universität Wien) spricht über den Salzburger Schnürlregen, den Platzregen, Tropenregen und den Monsun.

Niederschlag entsteht, wenn gasförmiger Wasserdampf kondensiert. In der Wolke wird das sichtbar. Wenn in der Wolke die Tröpfchen größer werden, fallen sie zu Erde. Soweit so klar. Warum aber bestimmte Gegenden bestimmte Formen des Niederschlags aufweisen, darüber spricht Manfred Dorninger in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree. Link: Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik

Erschienen: 01.10.2013
Dauer: 00:26:04

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Technorama Winterthur

Alles angreifen. Mit dem Konzept des Science Centers gibt es im Technorama Winterthur 500 Exponate, an denen die Besucher Phänomene selbst erleben können. Gespräch mit Marco Miranda und Manuela Moor.

Die Physikalische Soiree auf Reisen. Besuch im Technorama in Winterthur. Früher war es ein technisches Museum, wie es in vielen Städten gibt. Ausstellungsstücke, die, wie der Name schon sagt, vor die Besucher hingestellt werden. Nicht angreifen. Mit dem Konzept der Science Center, das unter Frank Oppenheimer in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts in San Francisco im Exploratorium entstand, wurde das neu renovierte technische Museum in Winterthur völlig neu definiert. Das Phänomen steht im Mittelpunkt, es kann an 500 Stationen von den Besuchern erfahren werden. Die Didaktik steht im Mittelpunkt, der Prozess. Begeistert sind nicht nur die jungen Besucher und ihre Eltern, die schon mit der Sendung mit der Maus aufgewachsen sind, sondern auch ältere Menschen, die nun erstmals in einem Museum im Mittelpunkt stehen. Selbstbestimmt, schrittweise und individuell lernen. Die konsequente Realisierung des Science Centers in Winterthur, so schreibt der frühere Stiftungsratspräsident André Voillant, hat unter folgenden Vorgaben zu erfolgen: Die Rechnung ist ausgeglichen zu führen, das Haus ist schuldenfrei zu halten und alle Investitionen sind im gleichen Jahr voll abzuschreiben. Mit Erfolg. Seit 26 Jahren werden schwarze Zahlen geschrieben. Gesprächspartner: Marco Miranda und Manuela Moor, Technorama Winterthur

Erschienen: 26.08.2013
Dauer: 01:13:23

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Metaphysik

"Wahrheit hält nicht länger als ein Fisch". Gespräch mit dem Erziehungswissenschaftler Franz Riffert über die Verbindung von Physik, Metaphysik, Erziehung und Wissenschaft. Mit Kirschen als Verlockung und einem Mähdrescher, der kurz aufdringlich wu

Der amerikanische Physiker Richard Feynman hat in seinen berühmten Vorlesungen zur Physik auch über die angrenzenden Wissenschafts-Disziplinen gesprochen: Biologie, Chemie, alles Wissenschaften, aber "die Psychologie, das ist keine Wissenschaft", sagte er. "Psychologie ist bestenfalls ein medizinischer Prozess und vielleicht eher eine Geisterbeschwörung." Und der Anteil der Pychologie, der sich mit den neuronalen Netzten beschäftigt, das gilt auch nicht als Wissenschaft, weil das "Gedächtnisding", wie er es nennt, das kann leider nicht auf direktem Weg analsyiert werden. "Wenn wir herausfinden können, wie ein Hund funktioniert, wären wir schon ziemlich weit fortgeschritten. Hunde sind leichter zu verstehen als Menschen, aber niemand weiß bis jetzt, wie ein Hund funktioniert". Also überall wo Leben dabei ist, und wenn es um das Bewusstsein geht, da werden die Physiker unlocker. Gast: A.Univ.-Prof. MMag. Dr. Franz Riffert Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg

Erschienen: 24.07.2013
Dauer: 01:33:59

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Leben mit der Energie der Sonne

Wissenschaft erzählt: Der Biochemiker Gottfried Schatz spricht über die Herausforderung für Lebewesen, die Energie des Sonnenlichts nutzbar zu machen. Eine akustische Reise vom Beginn des Lebens, über Krisen, Gift und Atmung zu Zellen mit Mitochondi

Ob auf der Erde Leben entstehen konnte, oder ob es entstehen musste, darüber sind sich Wissenschafter ziemlich einig: Es musste entstehen. Die Chance, dass es entstehen konnte, war gering, aber da das "Experiment", wie Gottfried Schatz es nennt, so oft und so lange durchgeführt wurde - nämlich die passenden Moleküle zu bilden - war es nur eine Frage der Zeit, bis Leben entstand. Die Moleküle des Lebens sind im Vergleich zu vielen anderen chemischen Verbindungen sehr komplex. Um diese Komplexität zu behalten und um alle notwendigen Lebensaktivitäten aufrechtzuerhalten, brauchen lebende Zellen viel Energie. Mit dieser Energie wird in ihrer Umgebung "Unordnung" erzeugt: Wärme. Die große Frage ist, woher die Energie kommt. Erste Einzeller verwendeten Energie der Erde, die sie von anderen bereits gebildeten Molekülen im Ozean erhielten. Nachdem diese Energiequelle aufgebraucht war, begannen einige von ihnen, das Licht der Sonne zu nutzen. Die Photosynthese begann, bei der als Abfallprodukt Sauerstoff entsteht, ein für die meisten damals existierenden Einzeller giftiges Gas. Die erste Umweltkatastrophe fand statt. Ihr entkamen einige wenige Einzeller, indem sie die Atmung entwickelten. Mit Hilfe von Sauerstoff werden Überreste von sonnenlichtessenden Einzellern der Umgebung "veratmet", es entsteht dabei Energie. Sehr viel Energie, die es nun ermöglicht, komplexere Aufgaben des Lebens zu bewältigen. Der "große Wurf" gelang dem "Konzept Leben", als Einzeller, die sich nur wenig Energie durch Gärung erarbeiten konnten, Einzeller, die die Atmung beherrschten, in eine symbiotische Lebensgemeinschaft einluden. Sie sind als "Zellkraftwerke" auch heute noch in jeder Zelle enthalten und werden "Mitochondrien" genannt. Durch diese Symbiose entstanden Zellen, die eigentlich aus zwei Lebewesen bestanden. Die Mitochondrien brachten ihr eigenes Erbgut mit. Das von Gottfried Schatz maßgeblich entdeckte Erbmaterial in den Mitochondrien wird übrigens nur von der Mutter an das Kind weitergegeben und ermöglicht so zum Beispiel die Rückführung der Abstammung des modernen Menschen auf nur wenige Urmütter, die in Afrika gelebt haben. Pflanzenzellen entstanden durch eine zweifache Symbiose. Einerseits durch die Einladung von "Gästen", die die Atmung beherrschen (Mitochondrien), andererseits durch die Einladung von "Gästen", die die Umwandlung von Sonnenlicht durch Photosynthese beherrschen (Chloroplasten). Interviewpartner: Prof. Dr. Gottfried Schatz Biozentrum der Universität Basel

Erschienen: 05.07.2013
Dauer: 00:36:09

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