Sehr geehrte Damen und Herren! Der Nachtbus ist abgeschleppt worden wegen Falschparkens. Und das Evidenz-Postamt quillt immer noch über. Also gibt es heute den versprochenen Teil 2 unseres Hörerpost-Doppels. Und ja: Hörerpost wird abgearbeitet, nicht aufgearbeitet. Fun Fact: Wer alles in die Shownotes verlinkt, treibt nebenbei den H-Index. Steigt der von 0 auf 1, sind das keine 100 Prozent Wachstum, sondern unendliches Wachstum, quasi die Singularität im wissenschaftlichen Publizieren. Bitte sehr.Diesmal kontert es aus dem Nordwesten und zwar mit einem ganzen Strauß an Präzisierungen zu unserem Kardio-Gipfel. Wir machen ein Antwort-Blitzlicht und arbeiten uns danach durch COBRRA, Katarakt, Zweitmeinung, Sankt Florian, die saftige Zitrone und den Panzer. (Aufgezeichnet haben wir Abend des 9. Juni, ein paar Tage nach dem BAM in Berlin, das Fortbildungsfestival. Über den Begriff „Kompetenzerhalt“ streiten wir ein andermal.)Erratum: Und weil einer von uns, obschon er’s besser können sollte und müsste, es manchmal mit dem präzisen Zitieren nicht so hat, gibt es heute eine Korrektur. In der letzten Episode hatten wir eine Hörerin zitiert, sie habe in ihrer Praxis nach der Organspendeberatung schon zwei Leuten einen Organspendeausweis mitgeben können. Das ist völliger Unfug. Tatsächlich erlebt sie, dass 8 von 10 am Ende einen Ausweis mitnehmen. Pardon für diesen Fail.Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/die-ruckkehr-des-briefkastens-zwischenDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/briefe-aus-dem-hamsterrad-teil-2Schreibt uns: podcast@evidenzupdate.deUnd für alle, die präzisier zitieren können, hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:03:52 HbA1c oder Nüchternglukose* 00:06:59 Weglassen vs. SDM* 00:08:13 Alter als Risiko* 00:09:09 RRR vs. ARR* 00:09:41 Sind Menschen wie Autos?* 00:10:11 Wann EKG?* 00:13:14 GCRC, ESC, NVL, ÄZQ* 00:19:01 COBRRA oder Regress* 00:22:44 Die Linsen-Lawine* 00:26:15 Zweitmeinung für alle und alles und jederzeit* 00:30:37 Vom Nihilist zum Antivaxer* 00:33:53 Empathische Füße* 00:39:09 Pharmaschrauben Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 21.06.2026
Dauer: 00:47:38
Weitere Informationen zur Episode "Die Rückkehr des Briefkastens: Zwischen Apixaban und Augenlinsen"
Einsteigen, bitte! Mittlerweile kommt die Post ja immer seltener, also die im Briefkasten. Bei uns ist es reziprok: Wir kommen mit der Hörerpost kaum hinterher. (Pardon für alle ausstehenden Antworten an dieser Stelle!) Also haben wir beschlossen: In zwei Episoden wird der Briefkasten geleert, zumindest im Ansatz. Und dann hat es auch noch „BAM“ gemacht hat. Oha! (Nein, das ist keine neue Erkrankung).Das hier ist Teil 1 unseres Briefkasten-Doppels. Wir arbeiten uns durch die freundlichen, die nachdenklichen und die expliziten Zuschriften. Und manchmal bleiben wir an einem Faden hängen, der gar nicht so rot ist: Gute Entscheidungen werden in unserem System nicht belohnt. (Aufgezeichnet haben wir am Freitag, 5. Juni; warum Pailletten und Multimorbidität zusammenpassen, wird vorerst nicht gespoilert.)Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/organspende-labor-beziehung-warumDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/briefe-aus-dem-hamsterrad-teil-1Schreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle, die sich für glitzernde CME-Punkte begeistern können, hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:01:03 Es hat BAM gemacht* 00:03:27 Ab in den Briefkasten* 00:05:11 Niemand macht das Licht an* 00:07:54 Weglassen ohne Belohnung* 00:11:00 GU als Ritual zum Berühren* 00:15:05 Bonus vs. Regress* 00:21:20 Noch mehr Zügel?* 00:24:26 Ihr Nihilisten!* 00:27:24 Organspende ohne Ziffer Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 17.06.2026
Dauer: 00:42:46
Prost! Hier kommt Teil 7 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 6, 5, 4, 3, 2 und 1). Und wieder wird es, Pardon, politisch: Prävention durch Steuern. Genauer gesagt bei Tabak, Alkohol und Zucker. Und es geht um die Frage, ob man Menschen gesünder besteuern kann, ohne sie zu bevormunden. Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) widmet dem Thema gleich drei eigene Empfehlungen (Nr. 64–66) und ein ganzes Kapitel mit dem schönen Titel „Einführung von Konsumsteuern zur Stärkung der Prävention“.Dahinter steckt eine alte Forderung, die spätestens seit dem dusseligen Gesunde-Herz-Gesetz auf dem Tisch liegt: Es wäre sinnvoller, die Rahmenbedingungen des gesunden Lebens zu verbessern, als die Medizin immer weiter aufzublasen.Spoiler: Das sind einige der wenigen Empfehlungen, bei denen Evidenz, Nutzen und Einnahmen in dieselbe Richtung laufen. Trotzdem hat es davon nichts ins GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz oder andere Regierungspläne geschafft. Warum, das ist eine Geschichte über Lobbyismus, Ressortgrenzen. Und über einen Sickerprozess, der vielleicht doch in Bewegung ist. (Aufgezeichnet haben wir am 21. April.)Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/ggvkhsg-statt-gkv-defizit-wieso-politikDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/wieso-politik-bei-zucker-und-zigarettenSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle mit oder ohne Limo-Durst gibt’s wieder die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:03:46 Prävention? Hä? Was’n das?* 00:07:14 Aha! Und was tut Politik?* 00:09:30 HIAP* 00:11:32 Anti-Zucker-Evidenz* 00:15:06 Noch mehr Evidenz* 00:22:24 Das GGVKHSG Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 08.06.2026
Dauer: 00:25:59
Gute Nacht! Weiter geht unsere kleine Reise durch die FKG-BStabG-Welt, heute zur Unzeit Teil 6 (nach Teil 5, 4, 3, 2 und 1): die pharmazeutischen Unternehmen, kurz und liebevoll auch einfach pU genannt (© J. Hecken et al.).Die Arzneimittelausgaben sind mittlerweile der zweitgrößte Ausgabenblock der GKV, gute 60 Milliarden Euro im Jahr, und das (wird ganz gerne vergessen) ganz ohne die Krankenhaus-Arzneimittel, die noch oben drauf kommen. Rund 80 Prozent der Arznei-Ausgaben entfallen auf die neuen, sog. innovativen Patentarzneimittel.Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat gleich einen ganzen Strauß an Sparvorschlägen vorlegt (die Empfehlungen 37 bis 44). Wir nehmen uns drei davon vor: den dynamischen Herstellerabschlag (Nr. 37), den obligaten Mengenrabatt ab Jahr drei (Nr. 38) und Selektivverträge für gleichwertige Patentarzneimittel (Nr. 39).Spoiler: Im Gesetzentwurf landet von der Wucht der FKG erstaunlich wenig. Und gleichzeitig bekommt die Branche mit der Abschaffung der AMNOG-Leitplanken sogar ein Geschenk. Wir fragen uns: Warum traut sich die Politik an die Pharmaindustrie so viel zaghafter heran als an Ärztinnen, Kliniken und Versicherte? (Aufgezeichnet haben wir am 21. April.)Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/pharma-politik-und-die-saftige-zitroneDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/wie-sich-mit-pillen-sparen-liee-transkriptSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle Pillendreher und Freunde der Pharmakotherapie, hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:03:55 Um was geht’s?* 00:05:57 Mal so’n Bauchgefühl* 00:09:34 Geld regiert die Gesundheitswelt* 00:13:17 Die Vorschläge ... und neue Rabattverträge* 00:16:34 Ein Lobbyerfolg?* 00:18:31 Was tun?* 00:23:00 Lieferengpässe Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 01.06.2026
Dauer: 00:26:43
Guten Abend! Hier kommt Teil 5 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 4, 3, 2 und 1): die Katarakt-Operation, der Graue Star. Rund 800.000 Eingriffe pro Jahr in Deutschland, die Zahl hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Die Finanzkommission Gesundheit (FKG) widmet ihr eine eigene Empfehlung mit der Nummer 18. Es geht um Effizienz, um Mengenausweitung, um Indikationsqualität und um die Frage, ob da nicht ein bisschen zu viel Industrie und ein bisschen zu wenig Medizin im Spiel ist.Die Katarakt-Op. ist hochwirksam, gut standardisiert, weitgehend ambulantisiert und ein Vorzeigebeispiel dafür, wie moderne Medizin funktionieren kann. Genau deshalb ist sie aber auch ein berufspolitisches Reizthema. Denn wo Standardisierung auf Mengenanreize trifft, entsteht jener Graubereich, in dem die Indikation manchmal etwas weiter gefasst wird, als der Visus es eigentlich hergibt. Wir nehmen uns Zeit, gucken durch die ungetrübte Lupe und sortieren Evidenz, Vergütung und Versorgungsrealität auseinander.Spoiler: Der Eingriff ist gut. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie. Und ob die Hightech-Varianten dem klassischen Verfahren wirklich überlegen sind. Cochrane sagt: eher nicht.Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/operation-grauer-star-eine-republikDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/operation-grauer-star-transkriptSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deUnd für alle mit Durchblick gibt es hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:03:30 Um was geht’s?* 00:06:49 Achthunderttausend Linsen* 00:09:26 Wo’s eh kaum was bringt* 00:12:25 Alternstoleranz & Ambulantisierung* 00:15:04 Indikationsqualität* 00:18:09 Die Cochrane-Keule* 00:22:29 Drölfklassenmedizin* 00:26:57 Eine Art Take-home-message Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 27.05.2026
Dauer: 00:30:50
Weitere Informationen zur Episode "Operation Grauer Star: Eine Republik im Linsenfieber"
Salve! Hier kommt Teil 4 unserer FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 3, 2 und 1). Dieses Mal gibt es einen Check-up über den Check-up, die Gesundheitsuntersuchung (GU). Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat empfohlen, sie evidenzbasiert anzupassen. Und die Bundesregierung will die GU überprüfen lassen und mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einen entsprechenden Auftrag ins Pflichtenheft schreiben.Dahinter steckt die alte, bekannte und dennoch unbequeme Frage: Bringt der Check-up eigentlich, was er soll? Oder reden wir uns das nur ein, weil er sich so gut anfühlt? Wir nehmen uns ein wenig Zeit für ein Thema, bei dem die harte Evidenz dünn, das ärztliche Bauchgefühl aber kräftig ist.Spoiler: Der Check-up ist als Screening-Instrument schwach. Als Gesprächsformat hingegen kann er ein echter Türöffner sein. Die spannende Frage ist nicht, ob man ihn braucht, sondern ob er einfach nur die falsche Verpackung ist.Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/gesundheits-check-up-wenn-er-schonDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/gesundheits-check-up-transkriptSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deUnd für alle, die die Episode in Kürze abchecken wollen, hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:01:07 Was ist das?* 00:03:15 Die Cochrane-Keule* 00:06:41 MGV, EGV, linke Tasche, rechte Tasche* 00:08:03 Kollateralnutzen* 00:11:31 Labor ohne Begründung* 00:15:25 Was macht die Bundesregierung? Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 19.05.2026
Dauer: 00:19:33
Moin! Heute gibt es Teil 3 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 2 und Teil 1). Und der geht unter, nein: auf die Haut. Wir nehmen uns das Hautkrebs-Screening vor, von uns manchmal liebevoll auch nur HaKaEs (oder HKS) genannt. Es ist bekanntlich das einzige seiner Art auf der ganzen Welt: ein flächendeckendes, anlassloses, bevölkerungsweites Programm, bei dem alle GKV-Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre anspruchsberechtigt sind.Die Kritik daran gibt es seit vor der Einführung. Sie ist nicht leiser geworden seither. Und nun soll das HKS endlich auf den Prüfstand: Auch die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hält es für nicht ausreichend evidenzbasiert und schlägt als Ersatz eine risikoadaptierte Strategie vor. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist diesem Vorschlag im geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) gefolgt, wenn auch mit angezogener Handbremse.Was steckt hinter dieser Entscheidung? Was sagt die Evidenz? Und müssen wir alle in Zukunft unerkannt an, durch oder mit Melanomen sterben? (Spoiler: Nein.)Und weil das von der lieben KI gebastelte Episodenbild wieder so herrlich blöde ist, gibt’s das hier nochmal zum Großgucken:Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/macht-euch-nackig-ubers-groe-hautguckenDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/ubers-groe-hautgucken-transkriptSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deUnd, wie immer, für alle, denen das Thema unter die Haut geht, oder die gerne auch mal aus der Haut fahren, gibt es hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:02:28 Um was geht’s?* 00:03:54 Das ist alles falsch!* 00:07:22 Happy Birthday* 00:13:36 Von der Re-Re-Evaluation zum Honorar* 00:15:45 Und was macht die Regierung?* 00:18:24 Arbeitslose Dermatologen* 00:21:30 ZwiFaz Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 12.05.2026
Dauer: 00:23:42
Weitere Informationen zur Episode "Macht euch nackig! Übers große Hautgucken"
Mahlzeit! Na, zweite Meinung gefällig? In dieser 2. Episode unserer kleinen Staffel zu FKG und BStabG (Teil 1 gibt es dort) nehmen wir uns die FKG-Empfehlung Nummero 32 vor: der schrittweisen Einführung obligater Zweitmeinungsverfahren für mengensensible elektive Eingriffe. Übersetzt: Wer in Deutschland zum Beispiel (!) vor einem neuen Kniegelenk steht, soll künftig verpflichtend eine zweite ärztliche Meinung erhalten, bevor das Messer angesetzt wird. Heute ist es bekanntlich eine Wahloption. Ob das klug ist, besprechen wir heute.Spoiler: Ein obligates Zweitmeinungsverfahren ist kein Übergriff und kein Eingriff in die ärztliche Berufsausübung, sondern eine Verbesserung der Indikationsqualität. Insofern ist es eine kollegial-coole Nummer. Die Evidenz dafür ist ermutigend, wenn auch nicht abschließend eindeutig. Entscheidend bleibt die Umsetzung: Gut gemacht, ist Zweitmeinung ein kluges Qualitätsinstrument. Schlecht gemacht, ist es nur ein weiteres Formular. Welchen Weg wohl Deutschland wählen wird? (Aufgezeichnet haben wir am 20. April.)Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/kann-man-machen-ist-keine-op-indikationDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/zweitmeinung-vs-zweitverschwendungSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle Meinungsstarken gibt es hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:01:56 Was ist das?* 00:04:14 Die Evidenz* 00:06:19 Überversorgte Eingriffe* 00:08:20 Ein anderer „Eingriff“* 00:11:27 Noch mehr Evidenz* 00:13:11 Weggenommene Hoffnung oder schneller dran* 00:14:56 Hilft weniger operieren?* 00:18:55 Ein Fazit Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 07.05.2026
Dauer: 00:21:38
Weitere Informationen zur Episode "„Kann man machen“ ist keine Op-Indikation"
Aloha! Zwei Abkürzungen sollte man sich merken: FKG und BStabG. Beide dürften die gesundheitspolitische Bubble im Jahre 2026 ähnlich prägen wie die beiden Worte „Meisterschaft“ und „Torwartfehler“ bei Fans des FC Bayern in dieser Saison. Während es beim Fußball-Rekordmeister aus Giesing nurmehr um die Frage geht, wie viele Titel die Frauen und Männer heuer holen (sogar vom Doppel-Triple ist die Rede), geht’s im Gesundheitswesen ums große „Sparen“. (Spoiler: Ein merkwürdiger Begriff, denn eigentlich geht es ums Reduzieren von Ausgaben.)Die 66 Vorschläge (auf 483 Seiten) der FinanzKommission Gesundheit (FKG) haben die Szene mit all ihren Lobbyisten aufgescheucht. Und dann kam der 157-seitige Entwurf für ein GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) aus dem Hause von Ministerin Nina Warken. Bei all dem öffentlichen Getöse um beide Drucksachen gerät ein wenig in den Hintergrund, für welche der Vorschläge es schlicht gute Gründe gibt. Diesen Gründen wollen wir in einer kleinen Staffel nachspüren.In dieser 1. Episode suchen wir die großen Linien, Und wir reden über den Zustand eines Systems, das einem Familienhaushalt ähnelt, in dem alle gleichzeitig vom Konto des Professors abheben – und nach der Kontosperrung wegen dauerhafter Überziehung des Limits alle behaupten, alle anderen seien schuld. (Aufgezeichnet haben wir am 20. April.)Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/gesundheitspolitik-a-la-sankt-florian Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/wenn-alle-feuer-rufen-und-niemandSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle, die sich für den Kontostand interessieren, hier die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:03:11 FKG und BStabG* 00:07:38 Das Big Picture* 00:17:54 Ein Daumen-hoch-Bericht* 00:21:20 Und was macht die Regierung daraus?* 00:23:30 Einnahmeorientierung* 00:28:48 Zwei Zahlen* 00:32:45 Sankt-Florians-Prinzip* 00:41:02 Brandhäuser in Zahlen* 00:47:06 Rhetorik* 00:49:12 Und Pharma?* 00:52:39 Was tun? Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 26.04.2026
Dauer: 01:02:34
Ahoi! Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Omeprazol und Co, sind wie „Smarties“ in der täglichen Pharmakotherapie: klein, auch ein wenig bunt, irgendwie toll und nützlich, scheinbar harmlos. Und in rauen Mengen im Umlauf: Allein Pantoprazol kommt 2024 in der GKV auf 23 Millionen Verordnungen, 3 Milliarden Tagesdosen und fast 400 Millionen Euro Nettokosten. Alte Schwedin!Ja: In aller Regel werden PPI sicher mit gutem Grund eingesetzt bzw. begonnen. Nur: Allzuoft werden sie dann „vergessen“, nicht abgesetzt, im Zweifel sogar einfach weiterverordnet.Was tun? Wie wird man sie wieder los? Das hat ein Team französischer Hausärzte et al. um Jean-Pascal Fournier aus Nantes in der DeprescrIPP-Studie (NCT04255823) untersucht. Die besprechen wir hier und heute.Spoiler I: Die Studie verdient etliches Lob und bekommt es auch.Spoiler II: Die Implementierung der untersuchten Intervention wäre ein Problem.Spoiler III: Man kann aber einiges ableiten. (Aufgezeichnet haben wir am 14. April 2026.)Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/wenn-ppi-zu-legacy-drugs-werden-undDas Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/ppi-als-legacy-drugs-transkriptSchreibt uns: podcast@evidenzupdate.deFür alle Protonen- und Ionen-Freunde gibt es selbstverständlich die Kapitelmarken:* 00:00:00 Intro* 00:01:56 PPI* 00:05:37 Wie Smarties* 00:08:16 Ganz kurz: Die Protonenpumpe* 00:10:22 DeprescrIPP-Studie* 00:13:10 Die Ergebnisse* 00:17:38 NNT von 15* 00:21:19 Briefe zur Systemrettung?* 00:24:12 Methodenkritik* 00:26:32 Glossar: Cluster Randomized Trial* 00:28:12 Übertragbarkeit F auf DE* 00:30:18 Side Step ARena* 00:32:07 Legacy Drugs* 00:33:38 Key takeways Get full access to EvidenzUpdate at www.evidenzupdate.de/subscribe
Erschienen: 18.04.2026
Dauer: 00:37:34