Ein Essay von Eva Rosenkranz
Gärtnern ist in – sei es aus Lust am eigenen Tun, sei es als kleine Flucht aus einer Welt voller Zeitnot und Lärm. In ihrem Buch Überall ist Garten führt die Literaturwissenschaftlerin und passionierte Gärtnerin Eva Rosenkranz durch das Gartenjahr. Und stellt dabei immer wieder Tugenden und Haltungen in den Mittelpunkt, die im Garten ihren Nährboden finden – von Gelassenheit und Empathie bis zu Widerstandskraft und beherztem Tun. Ein leidenschaftliches und feinsinnig geschriebenes Plädoyer für das Gärtnern: als Schule des Lebens und Schule fürs Leben. Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/07/oekom-podcast_7-Rosenkranz.pdf
Erschienen: 01.07.2020
Dauer: 00:16:23
Ein Essay von Karlheinz A. Geißler
Bereits lange vor dem Corona-Virus hat ein anderen Virus unsere Gesellschaft befallen: der Virus der Beschleunigung. Auch er macht uns krank – zeitkrank: nervös, genervt, zappelig. Alles, was dauert, dauert uns grundsätzlich zu lang. Die Dinge können nicht schnell genug sein. Zeit ist in unserer Gesellschaft zu einem Synonym für Knappheit geworden und wird entsprechend bewirtschaftet. Denn Zeit ist Geld, time is money – was sonst!? Doch pausenlose Beschleunigung ist nicht alles. Wir kennen auch andere Formen, Zeit zu erleben: die Langsamkeit, das Warten und Pausieren, den Stillstand, die Muße, die Wiederholung – und besonders aktuell in den stillgestellten Zeiten von Corona: die Langeweile. Mit einer eigenen Themenfolge innerhalb des oekom podcasts wollen wir diesen „diskriminierten“ und kaum wertgeschätzten Zeitformen unsere Aufmerksamkeit schenken. Ihnen gemeinsam ist: sie entziehen sich einer wirtschaftlichen Verwertung. Zeit wird nicht in Geld übersetzt (und umgekehrt). Hier gilt: „Time is honey“. Der Essay über die „Langeweile“ stammt von dem bekannten Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler. Sprecher ist Werner Härtl. Ein Transkript dieses podcasts finden Sie unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/06/oekom-podcast_6-Geissler-time_is_honey-1.pdf
Erschienen: 12.06.2020
Dauer: 00:13:51
Eine Kindergeschichte von Christina Hagn
Sehnsüchtig wartet der kleine Eisbär auf den Winter. Denn erst, wenn das Meer richtig zugefroren ist, kann er mit seiner Mama auf Robbenjagd gehen - und endlich wieder mit seinen Freunden Schneefußball spielen. Doch der Winter will einfach nicht kommen. Es ist viel zu warm. Als Mama Eisbär ihm erklärt, dass es immer später kalt wird, weil die Lebewesen auf der ganzen Welt zu viel warme Luft machen, beschließt der kleine Eisbär, den anderen Tieren Briefe zu schreiben. Vielleicht wissen sie ja gar nichts davon? Und so bekommen sie alle Post vom Nordpol: der Elefant in Afrika , die Truthahnfamilie in Nordamerika, der Feldhase bei uns und viele mehr. Schnell werden die Tiere aktiv und finden zahlreiche gute Ideen, wie sie warme Luft einsparen können. Eine Geschichte über den Klimawandel und wie wir alle helfen können, weniger warme Luft zu machen. Für Kinder ab 5 Jahren. Gelesen von Isa Schurian-Radloff. Hinweis an die Erwachsenen: Da die Geschichte für Kinder geschrieben wurde, sind Fachbegriffe wie „Klimaerwärmung“, „CO2“ oder „Energieverbrauch“ durchgängig durch den Begriff „warme Luft“ ersetzt worden. Inhalt: 00.00 – 02:52: Anmoderation 02:53 – 07:59: In der Arktis 11:41 – 15:02: In einer Savanne Afrikas 15:03 – 17:54: Auf einem Feld in Europa 17:55 – 21:32: In einem Regenwald Südamerikas 21:33 – 24:43: Zurück in der Arktis Eine PDF mit dem Transskript der Anmoderation und weiteren Infos zu diesem Podcast findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_5-Eisbär.pdf
Erschienen: 29.05.2020
Dauer: 00:24:46
Ein Interview mit Vandana Shiva
„Wir alle haben es in der Hand, den Lauf der Welt zu ändern.“ So lautet die Aufforderung der weltweit bekannten Umwelt- und Sozialaktivistin Vandana Shiva an die Zivilgesellschaft, um der fortlaufenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen Einhalt zu gebieten. Denn sie ist überzeugt: „Eine andere Welt ist möglich!“ Eine Welt, in der es gerecht(er) zugeht und in der unser Leben und Wirtschaften wieder in besserem Einklang mit der Natur steht. In einem Interview erläutert die Trägerin des „Alternativen Nobelpreises“, welche Bedeutung dabei der Erhalt der biologischen Vielfalt nicht nur für die Ernährung der Weltbevölkerung, sondern auch für Demokratie und Frieden hat. Vandana Shiva sieht sich in der Tradition Mahathma Gandhis und ruft zu zivilem Ungehorsam und gewaltfreien Widerstand auf: gegen die fortlaufende Zerstörung der Natur und für den Erhalt einer bäuerlich-ökologischen Agrarkultur. – Das Interview wurde auf Englisch geführt; eine deutsche Übersetzung (PDF) findet sich unter: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_4-Shiva.pdf Inhalt 00:00 – 03:31: Anmoderation und Einführung Manuel Schneider 03:32 – 06:47: Frage I: Was muss geschehen, damit unser Planet nicht weiter zerstört und ein Leben der Menschheit nachhaltig gesichert wird? 06.48 – 08:54: Frage II: Überall auf der Welt setzen sich Menschen für Artenvielfalt und Nachhaltigkeit ein. Inwiefern ist der Aktivismus in Indien und Europa miteinander verbunden? 08.55 – 13:31: Frage III: Warum ist unser Ernährungssystem so instabil und was können wir tun, um Nahrungssicherheit für alle Menschen zu gewährleisten? 13:32 – 18:06: Frage IV: Welche Rolle spielen Gewaltlosigkeit und ziviler Ungehorsam für die Ermöglichung einer „anderen Welt“? 18:07 – 21:11: Frage V: Warum ist der Kampf für Artenvielfalt immer auch ein Kampf für mehr Demokratie und Frieden? Eine PDF mit dem Transskript zu diesem Podcast (inkl. der deutschen Übersetzung von Vandana Shiva) findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_4-Shiva.pdf
Erschienen: 22.05.2020
Dauer: 00:21:12
Vortrag von Marianne Gronemeyer
Grenzen – seit Menschengedenken arbeiten wir uns an ihnen ab: Kinder loten ihre Grenzen aus, Ländergrenzen werden umkämpft und vor „Eindringlingen“ geschützt, und die Medizin zögert die letzte aller Grenzen, den Tod, immer weiter hinaus. Die Corona-Krise ist eine Grenzerfahrung der besonderen Art: Der Virus kennt keine Grenzen – und verlangt von uns gerade deshalb überall Grenzziehungen. Der Vortrag der bekannten Kulturwissenschaftlerin Marianne Gronemeyer stammt noch aus der „Vor-Corona-Zeit“ – und ist aktueller denn je. Grenzenloses Wachstum, Globalisierung und die Grenzen der Natur: Ein kleines Virus stellt in Frage, was bereits zuvor brüchig war und keine Zukunft hatte. Eine PDF mit dem Transskript der Einführung von Manuel Schneider zu diesem Podcast findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_3-Gronemeyer.pdf
Erschienen: 11.05.2020
Dauer: 01:00:18
Zwei Essays von Niko Paech
Alles steht still, nichts geht mehr. Globale Lieferketten brechen zusammen. Die Wirtschaft wurde ins künstliche Koma versetzt. Eine weltweite Rezession von ungeahntem Ausmaß zeichnet sich ab. Und das alles nur wegen eines Virus’. Ist die Zeit der Wachstumskritik jetzt vorbei? Brauchen wir jetzt nicht mehr von allem, statt weniger? Warum sind unsere reichen Wirtschaftsysteme so fragil und verletzlich? Und welche Rolle spielen in Zukunft nachhaltige, genügsame Lebensstile? Der bekannte Wachstumskritiker Prof. Dr. Niko Paech sieht in der Corona-Krise eine Chance – für ein Experimentieren und Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit. Für ihn bleibt es dabei: „All you need is less“ ... Inhalt 00:00 – 04:10: Anmoderation und Einführung Manuel Schneider 04:11 – 13:38: Essay I von Niko Paech: „Suffizienz und die Frage nach der Freiheit“ 13:39 – 14:44: Überleitung und Anmoderation 14:45 – 23:53: Essay II von Niko Paech: „Corona und Resilienz“ Das PDF zu dieser Episode finden Sie [hier](https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/04/oekom-podcast_2-Paech.pdf).
Erschienen: 30.04.2020
Dauer: 00:23:27
Ein Essay von Karlheinz A. Geißler mit einer Einführung von Manuel Schneider
Vor kurzem war die Welt noch in Ordnung. Wirklich? Stöhnten wir nicht alle unter Zeitstress und Hektik und sehnten uns nach mehr „Zeitwohlstand“? Jetzt, nach der coronabedingten Vollbremsung, gibt es Zeit auf einmal genug – doch Muße will sich nicht richtig einstellen. Was tun, wenn das Hamsterrad mal stillsteht? Der bekannte Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler hätte da ein paar Vorschläge ... Hören Sie die erste Folge des neuen oekom podcasts über „Die guten Seiten der Zukunft“, ein Gemeinschaftsprojekt von oekom verein [https://www.oekom-verein.de/] und oekom verlag [https://www.oekom.de/]. Das PDF dieser Episode finden Sie [hier](https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/04/oekom-podcast_1-Corona-Zeit.pdf).
Erschienen: 17.04.2020
Dauer: 00:12:20