Mit Volker Leppin: Im zweiten Teil seines Lebens war Luther eingesperrt, 25 Jahre lang. Der Kaiser hatte die Reichsacht über ihn erlassen. Luther war eine rechtlose Person und jedermann war aufgefordert, ihn auszuliefern. Allerdings stand er unter dem Schutz seines Landesherren, dem Kurfürsten von Sachsen. Das heißt, bis zu seinem Tod drohte Martin Luther fast überall im Reich Lebensgefahr, nur nicht in Wittenberg und den dazugehörigen Territorien. Luthers Beschützer, Friedrich der Weise, rettete Martin nach dem Reichstag von Worms 1521. Er ließ Martin zum Schein entführen und versteckte ihn auf der Wartburg bei Eisenach. Unter dem Decknamen „Junker Jörg“ verbrachte Luther 10 Monate auf der Wartburg. Eine äußerst produktive Zeit. Er übersetzte die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche. In der „Luther-Bibel“ finden sich Wortkombinationen, die wir heute noch gebrauchen: die „Herzenslust“, die „Höllenangst“, der „Geizhals“, der „Denkzettel“ oder der „Feuereifer“. Alles Erfindungen von Martin Luther. Durch seine packende Sprache hat er nicht nur Lust auf die Bibellektüre gemacht. Sein Bibeltext war auch ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Hochdeutschen. Nach einiger Zeit entließ Luther sich selbst aus der Schutzhaft und zog nach Wittenberg, um den Verlauf der Reformation zu steuern. Doch wie geht das, von der Seitenlinie aus? Darüber spreche ich mit Volker Leppin. Der Theologe lehrt Kirchengeschichte an der Yale University. Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 29.04.2026
Dauer: 1:13:11
Weitere Informationen zur Episode "#55 Wie hält man Martin Luther aus? Ringen um die Reformation"
Mit Hiram Kümper: Zum ersten großen Bauernaufstand kam es 1476 im Taubertal. Der Prediger Hans Böhm scharrte 40.000 Menschen um sich. 17 Jahre später gründete sich im Elsass die „Bundschuhbewegung“. Die Verschwörer wählten ihren einfachen Schnürschuh zum Symbol des Aufstandes. 1514 begehrte in Württemberg der „arme Konrad“ auf. Die Wut über den Landesherren, Herzog Ulrich, war grenzenlos. Der Herzog hatte seine Hochzeit mit einem luxuriösen Fest gefeiert: 7000 Gäste schlemmten, tanzten und vergnügten sich 14 Tage lang in Stuttgart. Und weil sein Lebensstil so teuer war, trieb er neues Geld ein. Er ließ die offiziellen Marktgewichte reduzieren und trieb die Preise und seine Einnahmen in die Höhe. Bis dahin ungekannte Proteste der einfachen Stadtbevölkerung waren die Folge. Alle diese Aufstände wurden vom Adel brutal niedergeschlagen, die Rädelsführer gevierteilt und an den Landstraßen aufgehängt. Im Sommer 1524 kommt es zu ersten großen Bauernerhebungen im Süden Württembergs, in der Nähe von Nürnberg und in Mühlhausen in Thüringen. Im Jahr darauf formen sich bewaffnete Bauernhaufen von jeweils mehreren tausend Kämpfern. Im April 1525 dann der Höhepunkt. Ausgerechnet am Ostermontag, dem Hochfest der Auferstehung Christi, ließ der Bauernführer Jäcklein Rohrbach den Grafen Ludwig von Helfenstein und seine Mitstreiter so lange Spießrutenlaufen, bis sie erstochen und erschlagen niedersanken. Die Brutalität der „Weinsberger Bluttat“ schockierte viele Menschen bis ins Mark. Martin Luther wurde danach zum Bauernfeind. In der Flugschrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ rief er die Landesherren auf: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“. Die Phalanx des Adels stand. In der größten Schlacht des Bauernkrieges im thüringischen Frankenhausen metzelte ein Fürstenheer aus Hessen, Sachsen und Braunschweig 6000 Bauern nieder. Im Südwesten bekämpfte Georg Truchsess von Waldburg-Zeil mit 9000 Fußsoldaten und 1500 gepanzerten Reitern die Bauern. Schätzungsweise kamen insgesamt 75.000 Bauern ums Leben. Nicht nur die Bauern kämpften in dieser Zeit gegen die Obrigkeit, auch die Ritter versuchten ihren Platz in der Gesellschaft mit Gewalt zu verteidigen. Götz von Berlichingen verbündete sich mit den Bauern und wurde im Odenwald ihr Hauptmann. Franz von Sickingen führte einen der größten Ritteraufstände an und überfiel mit 23.000 Kriegern die Reichsstadt Metz. Er überzog Worms und Frankfurt am Main mit Fehden und erpresste den Landgrafen von Hessen um 35.000 Goldgulden. Auch er starb, als der Hochadel zum gemeinsamen Gegenschlag ansetzte. Was trieb die Bauern und Ritter an? Warum wurden sie zu den Verlieren der Neuzeit? Und wieso hatte Martin Luther kein Mitleid? Diese Fragen bespreche ich mit Hiram Kümper, Professor für die Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Uni Mannheim. Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 22.04.2026
Dauer: 1:18:51
Weitere Informationen zur Episode "#54 Bauernkrieg und Ritteraufstände - Die Verlierer der Neuzeit"
Mit Volker Leppin: Martin Luther war ein Studienabbrecher. Als der Jurastudent seinen Eltern beichtete, dass er nicht Jurist sondern Mönch werden wolle, wechselte sein Vater vom respektvollen "Sie" wieder zum herablassenden "Du" der Kindertage. Als Novize im Augsutinerkloster in Erfurt war Martin theologisch noch weitgehend unauffällig. Über seinen Beichtvater kam er mit der mittelalterlichen Mystik in Kontakt, die eine Gotteserfahrung nicht von äußeren Taten abhängig machte, sondern innere Versenkung predigte. Nach seinem Studum stieg Martin Luther schnell im Orden auf und ging als Professor der Theologie an die neugegründete Uni Wittenberg. 1517 machte er dort plötzlich mobil. Er nahm Anstoß an einer Ablasstour. Der Dominikaner Johannes Tetzel tourte durch benachbarte Territorien und sammelte Geld für den Bau des Petersdoms in Rom. Tetzel versprach, dass jede Geldspende die Tage im Fegefeuer verkürze. Sein Slogan :“ Wenn die Münz in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“. Hinter dieser Drückerkolonne verbarg sich ein finanzieller Deal von drei mächtigen Beteiligten. Der Erzbischof von Mainz und Magdeburg schuldete dem Papst 20.000 Goldgulden. Jakob Fugger, der Bänker aus Augsburg, hatte dem Erzbischof das Geld vorgestreckt. Die Ablasstour sollte die Summe wieder einspielen. Papst und Erzbischof hatten vereinbart, die Einnahmen brüderlich teilen. Luther kannte die Hintergründe nicht und schrieb empört an den Erzbischof, ob er überhaupt wisse, welches Unwesen da getrieben würde. Der Professor hatte in ein Wespennest gestochen. Sein Protest ging viral. Die Drucker schmissen ihre Pressen an und bald war Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablass eine deutschlandweite Berühmtheit. Wie sich aus der spontanen Empörung eine bahnbrechende neue Religion entwickelte, darüber spreche ich mit Volker Leppin, Professor für Kirchengeschichte an der Yale University. Die Reisetipps und mehr Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Zur Anmeldung für den Abend mit Prof. Knut Görich und mir in Würzburg am 22.4.2026 um 18.00 geht es hier lang: https://eveeno.com/542701555 Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 15.04.2026
Dauer: 1:09:23
Weitere Informationen zur Episode "Martin Luther - Wie wird man Reformator?"
Mit Mechthild Isenmann: Jakob und Anton Fugger waren die Geldgeber der Kaiser und Päpste. Sie gehörten zu den reichsten Menschen der frühen Neuzeit. Aus einem florierenden Augsburger Tuchhandel formte Jakob Fugger ein global agierendes Unternehmen: Montanbergbau, Handelshaus, Bank und Transportunternehmen, alles in einer Hand. Den Habsburger Königen und Kaisern lieh Jakob Geld und forderte im Gegenzug Bergwerksrechte. Der Montanbergbau gehörte zu den neuen profitabelsten Geschäftsfeldern der frühen Neuzeut. Kupfer wurde weltweit gebraucht, um Kanonen zu giessen, und Quecksilber war für die Silberproduktion unerlässlich. Bald dominierten die Fugger diese Metallmärkte. Mit genialem Management bauten sie Wertschöpfungsketten vom Bergbau in Spanien, Ungarn und Tirol bis zur Auslieferung der Metalle nach Westafrika, Indien und Amerika auf. Aus den sprudelnden Gewinnen liehen Sie den Habsburgern erneut Geld, die ihnen dafür weitere Schürfrechte zugestanden. Selbst der Papst war ihr Schuldner. Jakob Fugger finanzierte die Bodyguards des Heiligen Vaters, die Schweizer Garde, und sorgte 1519 mit 860.000 Goldgulden dafür, dass Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt wurde. Wie die Fugger den Aufstieg vom Textilunternehmen zu Kreditgebern von Königen, Kaisern und Päpsten gemanagt haben, darüber spreche ich mit Mechthild Isenmann, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Uni Leipzig. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 08.04.2026
Dauer: 1:11:54
Weitere Informationen zur Episode "Welthandel aus Oberschwaben - Wer waren die Fugger?"
Ein Talk unter Geschichtspodcastern: Kathi von Stories of Austria, Jonas von Deutschland 33/45 und Jan von Wer wir sind und warum das nicht klappte, plaudern über Shitstorms, veraltete Meistererzählungen und ihre Leidenschaft fürs Podcasten. Warum darf man den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer noch heute nicht vom Sockel stürzen? Eignet sich Martin Luther zum "Schrumpfgermanen"? Und warum wird das Grauen der Nazi-Zeit erträglicher, wenn man sich detailliert mit den Tätern befasst? Verpasst keine Folge von "Hinter der Geschichte" und abonniert den Podcast direkt. Beteiligte Podcasts: Stories of Austria: https://www.im-auftrag-ihrer-majestaet.at/ Deutschland 33/45:https://deutschland3345.podcaster.de/ Wer wir sind und warum das nicht klappte: www.99xgeschichte.de
Erschienen: 03.04.2026
Dauer: 1:51:45
Weitere Informationen zur Episode "Hinter der Geschichte: Sissi, Otto und der Rosenmontag"
Mit Daniel Hess: Albrecht Dürer war 28 Jahre alt, als er sich als Jesus Christus portraitierte. Sein Messias war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das Ölgemälde diente wahrscheinlich als Probestück für solvente Kunden. Denn schon in jungen Jahren war Albrecht Dürer ein Superstar. Der Druck seiner Holzschnitte und Kupferstiche hatte ihn rasch reich und berühmt gemacht. Die Apokalypse aus der „Offenbarung des Johannes“ war sein erstes erfolgreiches Druckprojekt mit hoher Auflage. Die Folge von 16 Blättern, basierend auf Holzschnitten, hatte einen enormen Eindruck auf die Menschen damals. Schauerliche dramatische Szenen mit den vier apokalyptischen Reitern, der Hure Babylon und dem heiligen Michael, der verzweifelt mit dem siebenköpfigen Drachen kämpft. Alles bedrohlich realistisch. Viele seine heute berühmtesten Bilder hat Dürer zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht. Nicht nur sein Selbstportrait als Jesus, auch Zeichnungen und Aquarelle, die er zu Studienzwecken anfertigte, sind heute populärer als viele andere seiner damals offiziellen Werke. Fast jede Hörerin und jeder Hörer wird schon mal den Hasen gesehen haben, den Albrecht Dürer nur für sich, als Fingerübung gezeichnet hat. Dieser hockende Feldhase ist das berühmteste Tier der Kunstgeschichte. Nie zuvor hat ein Künstler ein Tier so naturgetreu abgebildet. Mit einem Fell, dass man sofort streicheln möchte. Sein populärstes Bild wurde erst in seinem Nachlass gefunden. Dürers Lebensleistung ist die Entwicklung vom geschätzten mittelalterlichen Kunsthandwerker zum selbstbestimmten Malerstar der Renaissance, der seine Genialität mit wenigen Federstrichen beweist. Über den Wegbereiter der deutschen Malerei spreche ich mit Prof. Dr. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 01.04.2026
Dauer: 00:56:35
Weitere Informationen zur Episode "#51 Jesus - Dürer - Superstar"
Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:Mit seiner Heiratspolitik legte Maximilian den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? Und wer waren die Einflüsterer? Darüber wollen wir heute sprechen. Für die Ehen seiner Kinder setzte er ganz auf die spanische Karte. Er verheiratet seine Tochter Margarete an den spanischen Thronfolger und seinen Sohn Philipp an dessen Schwester. Zwanzig Jahre später zog er ein ähnliches Modell mit seinen Enkelkindern durch. Wieder eine Doppelhochzeit, diesmal mit Ungarn. Zusammen mit überraschenden Todesfällen sorgten die beiden Doppelhochzeiten dafür, dass die Krone Spaniens mit ihren Überseekolonien und auch die Krone Ungarns an das Haus Österreich fiel. Maximilians Enkel Karl V. herrschte schließlich über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Wie Maximilian diesen Machtzuwachs für seine Familie organisierte obwohl er bei seiner eigenen ersten Brautfahrt nicht genug Geld hatte, um den Zug von Wiener Neustadt nach Gent zu bezahlen, darüber spreche ich in dieser Folge mit Christina Lutter und Andreas Zajic. Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Uni Wien und Privatdozent Andreas Zajic leitet und koordiniert den Sonderforschungsbereich "Managing Maximilian" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 25.03.2026
Dauer: 1:14:39
Weitere Informationen zur Episode "#50 Glückliches Österreich heirate! Managing Maximilian Teil 2"
Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig: Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein? Seit der Graböffnung im Sommer 2025 haben sich über 50 international renommierte Wissenschaftler mit dem Grabinhalt und vor allem den menschlichen Überresten darin befasst. Und was fand man: Ein Tuch aus roter Seide, eine blaue Decke mit eingewebten Silberfäden, Obstkerne, ein Stück Fensterglas, eine Münze, den sogenannten Moritzpfennig aus dem 13. Jahrhundert und ein Ei. Das alles gibt Rätsel auf. Aber der wichtigste Fund im Grab waren Knochen. Zu der Frage, ob es sich bei diesen Gebeinen tatsächlich um die Überreste von Otto dem Großen handelt, entwickelte sich ein Wissenschaftskrimi. Die aktuellen Bilder vom Skelett Otts findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 20.03.2026
Dauer: 00:28:19
Weitere Informationen zur Episode "Sonderfolge: Das Skelett Otto des Großen"
Mit Christina Lutter und Andreas Zajic: Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein moderner Herrscher, der mit dem neuen Massenmedium Buchdruck an seinem Image feilt und mit der Familie Thurn und Taxis die Post erfindet. Meine Gesprächspartner sind Teil des Forschungsprojekts „Managing Maximilian“. Sie erforschen das vielfältige Netzwerk von Männern und Frauen, das Kaiser Maximilian umgab. Ihre These: Maximilians Politik, seine Kulturprojekte und der Machtausbau der Familie Habsburg waren nicht die Leistung eines einzelnen genialen Herrschers, sondern ein Gemeinschaftswerk. Für Ihr Forschungsprojekt „Managing Maximilian“ haben Sie tausende von Urkunden ausgewertet: Also Briefe, Protokolle und Verträge aus dem Umfeld von Maximilian ausgewertet von seiner Familie, aber auch vom Chef der Hofkanzlei bis zur Gärtnerin. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 18.03.2026
Dauer: 1:22:14
Weitere Informationen zur Episode "#50 Der letzte Ritter? Managing Maximilian Teil 1"
Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau. Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif. Die althergebrachen Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland. Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes über die Entwicklung von der Burg zum Schloss. Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa
Erschienen: 11.03.2026
Dauer: 1:13:25
Weitere Informationen zur Episode "#49 Von der Burg zum Schloss"