Podcast "BAdW-Cast"

Hier finden Sie den Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag.

Podcast-Episoden

„Der Elefant im Porzellanladen“. Wie externe Eingriffe die afrikanische Landwirtschaft und ihre Nachhaltigkeit beeinflussen

In ihrem Vortrag beleuchtet die kenianische Autorin und Wissenschaftlerin Auma Obama die komplexen Auswirkungen internationaler Akteure auf lokale landwirtschaftliche Strukturen in Afrika. Die Veranstaltung stand im Rahmen der internationalen Konferenz „Africa Talks Environment“, die am 19. November 2025 in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Africa Multiple der Universität Bayreuth in der BAdW stattfand. Zum Inhalt  Auma Obama zeigt in ihrem Vortrag auf, wie globale wirtschaftliche und politische Interessen ökologische Gleichgewichte und nachhaltige Entwicklung auf dem Kontinent beeinflussen – und welche Perspektiven afrikanische Gemeinschaften selbst auf eine zukunftsfähige Landwirtschaft haben. Der Vortrag regt zum Nachdenken über Verantwortung, Eigenständigkeit und nachhaltige Kooperation im globalen Kontext an.  Kleine Mängel in der Tonqualität bitten wir zu entschuldigen.    Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW; Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth Dr. Auma Obama ist kenianische Autorin, Wissenschaftlerin und international anerkannte Fürsprecherin für nachhaltige Entwicklung und die Stärkung junger Menschen

Erschienen: 02.12.2025
Dauer: 00:53:39

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Lesung und Gespräch zum Ukraine-Krieg mit Katja Petrowskaja und Martin Schulze Wessel

Der vierte Abend der Veranstaltungs-Reihe „andererseits“ stand ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der uns alle betrifft und dessen Ende immer noch nicht absehbar ist. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 17. November 2025 mit der Autorin Katja Petrowskaja und dem Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel. Zum Inhalt  Die Autorin Katja Petrowskaja, die für ihr Buch „Vielleicht Esther“ mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis, hat sich von Anfang an auch literarisch mit dem Ukraine-Krieg beschäftigt. Ihr jüngstes Buch ist ihm gewidmet: In „Als wäre es vorbei“ sind die Fotokolumnen versammelt, die sie seit dem Februar 2022 für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geschrieben hat. Dabei handelt es sich um eindringliche Text-Bild-Kompositionen, die angesichts dessen, was sich tagtäglich ereignet, unsere Seh- und Lesegewohnheiten in Frage stellen. Der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel hat zahlreiche Essays in überregionalen Medien veröffentlicht, die den Krieg aus einer historischen Perspektive beleuchten. 2023 erschien sein Buch „Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte“, das den russischen Angriff im Kontext der russischen Imperiengeschichte seit dem 18. Jahrhundert erklärt. Sein neuestes, am 10. November erscheinendes Buch „Die übersehene Nation. Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert“ handelt von den Leerstellen der deutschen Wahrnehmung der Ukraine. Es erklärt, weshalb sich Deutschland mit der Unterstützung der Ukraine lange schwertat und eröffnet einen neuen Blick auf die Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen. > In der Veranstaltung gezeigte Fotos   Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW Katja Petrowskaja ist Autorin Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München und Mitglied der BAdW Moderation: Cathrin Kahlweit, Journalistin

Erschienen: 28.11.2025
Dauer: 01:22:00

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Tina Seidel, wie funktioniert guter Unterricht?

Was bedeutet heute guter Unterricht – in Zeiten von Bildungskrisen, enttäuschenden PISA-Ergebnissen und schleppender Digitalisierung? Die Unterrichtsforscherin Tina Seidel von der TU München untersucht, wie Lehrkräfte Unterricht zeitgemäß gestalten können. Dabei setzt sie auf digitale Bildungstechnologien wie Simulationen und VR-Umgebungen für Lehramtsstudierende. Wie können solche Tools die Lehramtsausbildung verändern? Darum geht es in dieser Folge von „kurzgesagt“. Zum Inhalt  Der heutige Unterricht passt oft nicht mehr zu den digitalen Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig stehen Lehrkräfte unter wachsendem Druck, moderne Lernprozesse zu gestalten und digitale Medien sinnvoll einzusetzen. Im Lehramtsstudium ist fehlender Praxisbezug allerdings einer der Hauptkritikpunkte. Oft steht die fachliche Ausbildung zu sehr im Vordergrund und die praktische Erfahrung bleibt auf der Strecke. Hier kommen digital simulierte Lernumgebungen ins Spiel. Im Digitalen Lehr-Lern-Labor des TUM Center for Educational Technologies testet die Bildungsforscherin Tina Seidel, wie Unterricht im digitalen Zeitalter gelingen kann. Welche Potenziale digitale Bildungstechnologien bieten und wie eine zeitgemäße Lehrerbildung gestaltet sein sollte – darum geht es in dieser Folge   Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Monique Opetz ist Redakteurin der Zeitschrift „Akademie Aktuell“ der BAdW Prof. Dr. Tina Seidel ist Psychologin und Inhaberin des Friedl Schöller-Stiftungslehrstuhls für Pädagogische Psychologie an der Technischen Universität München. Als Direktorin des TUM Center for Educational Technologies leitet sie den Bereich Evidence in Practice. Sie ist Mitglied der BAdW. Interview/Skript: Monique Opetz Schnitt/Postproduktion: Dr. Laura Räuber Foto Credit: Astrid Eckert   Quellen Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Pressemitteilung: Bayern entwickelt Lehrerbildung weiter. 7.05.2025: https://www.km.bayern.de/meldung/der-schoenste-beruf-der-welt Deutsches Schulportal: Lehramtsstudium: Die wichtigsten Fakten und Debatten. 9.07.2025: https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/lehramtsstudium-die-wichtigsten-fakten-und-debatten/ Forschung & Lehre: Mehr als 40 Prozent brechen ihre Lehrkräfte-Ausbildung ab. 6.01.2025: https://www.forschung-und-lehre.de/politik/mehr-als-40-prozent-brechen-lehrkraefte-ausbildung-ab-6853 Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.: Kernbotschaften aus John Hatties Visible Learning (Klaus Zierer). 2025: https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=c943ad48-df39-d2f1-aa54-80d5f432815a&groupId=252038 Süddeutsche Zeitung. Aktionsrat Bildung fordert flexiblere Bildungsphasen. 14.05.2025: https://www.sueddeutsche.de/bayern/schulen-aktionsrat-bildung-fordert-flexiblere-bildungsphasen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-250514-930-540022 TU München. Pressemitteilung: Fit für die digitalisierte Arbeitswelt. 22.12.2022:  https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/fit-fuer-die-digitalisierte-arbeitswelt   

Erschienen: 21.11.2025
Dauer: 00:18:36

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emtpy

 

Erschienen: 14.11.2025
Dauer: keine Angabe

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Kernfusion – Energiequelle der Zukunft?

In nicht allzu ferner Zukunft soll Fusionsenergie wirtschaftlich genutzt werden. Dieses Bestreben wirft jedoch einige grundsätzliche Fragen auf: Welche Rolle kann die Kernfusion überhaupt einnehmen? Wie passt sie zur Wind- und Solarenergie? Und wie steht es um die Akzeptanz der Kernfusion in der Gesellschaft? Hierüber spricht Ulrich Wagner mit Harald Lesch, Thorsten Müller, Karen Pittel und Jan Wörner in der aktuellen Folge von „weltbewegt“. Zum Inhalt Seit Jahrzehnten weckt die Kernfusion Hoffnungen auf saubere, sichere und nahezu unbegrenzt verfügbare Energie. Doch wie realistisch ist ihr Beitrag für den Energiemarkt der Zukunft? Soll sie bestehende erneuerbare Technologien ergänzen – oder steht sie in Konkurrenz zu ihnen? Und wie kann ein angemessener Rechtsrahmen für die Kernfusion aussehen? Am 26. September dieses Jahres fand ein interdisziplinäres Symposium unter der wissenschaftlichen Leitung von Markus Ludwigs, Karl Mannheim und Kyrill-Alexander Schwarz an der Universität Würzburg statt. Neben dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz war auch die Bayerische Akademie der Wissenschaften Kooperationspartnerin und unterstützte das Symposium über das Forum Technologie und das Schelling-Forum. Zum Abschluss der Veranstaltung fand ein Podiumsgespräch statt, bei dem die Bedeutung der Kernfusion und ihr Verhältnis zu den erneuerbaren Energien in den Blick genommen wurde. Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Moderation:  Prof. Dr. Ulrich Wagner (TUM/BAdW) Prof. Dr. Hans-Martin Henning (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE), Prof. Dr. Harald Lesch (LMU München), Prof. Dr. Thorsten Müller (Stiftung Umweltenergierecht), Prof. Dr. Karen Pittel (ifo Institut für Wirtschaftsforschung) und Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner (acatech)

Erschienen: 29.10.2025
Dauer: 00:51:55

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"Erinnerungsgesetze sind vergleichbar mit den Regeln der Zukunft"

Im Gespräch zwischen Ida Richter vom Forschungsprojekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie" der BAdW und der Juristin Dr. Paula Rhein-Fischer von der Universität zu Köln geht um die politischen Prozesse hinter Erinnerungsgesetzen - das sind Gesetze zum Umgang mit historischen Gewaltverbrechen, etwa dem Holocaust. Wir blicken damit in dieser Folge "nachgehakt" nicht nur zurück in die Geschichte, sondern auch in die mögliche zukünftige Gesetzgebung, z.B. bzgl. aktueller Konflikte, wie in Gaza. Zum Inhalt In Zeiten von Kriegen in der Ukraine und in Gaza werden Fragen um die Erinnerung an vergangene Gewaltverbrechen verstärkt diskutiert. Das internationale Forschungsprojekt Memocracy (memocracy.eu) hat untersucht, wie sogenannte "Erinnerungsgesetze" – also rechtliche Vorgaben zum öffentlichen Umgang mit Geschichte – in verschiedenen europäischen Ländern entstehen und wirken. Diese Gesetze schreiben etwa fest, dass bestimmte historische Ereignisse wie der Holocaust nicht geleugnet oder relativiert werden dürfen. In dieser Podcastfolge spricht Ida Richter mit der Juristin Dr. Paula Rhein-Fischer, die im Projekt den deutschen Fall analysiert hat. Im Gespräch geht es um nationale und europäische Gesetzgebungsprozesse, um verschiedene Arten von Erinnerungsgesetzen – und um die grundsätzliche Frage, wie sinnvoll oder problematisch es ist, Bezugnahmen auf die Vergangenheit mit Mitteln des Rechts zu regeln. Wer spricht Podcast-Intro/Schnitt: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Ida Richter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im BAdW-Projekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie" Dr. Paula Rhein-Fischer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz an der Universität zu Köln Das BAdW-Projekt Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie Demokratie ist ein fortwährender Prozess, der stets neu gedacht, verhandelt und praktiziert wird. Das Forschungsprojekt erforscht exemplarisch die rechtlichen, politisch-gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen und Formen demokratischer Entscheidungsprozesse. Der konzeptionelle Angelpunkt ist dabei der Begriff der „Verfassungskultur“, der hier als Ansatz zur Kulturgeschichte des Politischen verstanden wird und sich auf politisch-konstitutionelle Deutungsmuster bezieht. > Zum Forschungsprojekt  

Erschienen: 12.09.2025
Dauer: 00:30:28

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Angeklagte in der zweiten Reihe - Die Nürnberger Nachfolgeprozesse digital

Direkt im Anschluss an den Hauptkriegsverbrecherprozess gegen bekannte Größen des Nationalsozialismus wie Herrmann Göring oder Rudolf Heß folgten ab 1946 zwölf weitere Prozesse in Nürnberg. Diesmal gegen bestimmte Funktionseliten wie Ärzte, Juristen oder Wirtschaftsunternehmen gerichtet. Ein neues Projekt an der BAdW digitalisiert das Archivmaterial zu den Prozessen im Staatsarchiv Nürnberg nun zum ersten Mal vollständig, auch mit Hilfe von KI-Methoden, und macht es weltweit zugänglich. Eine Hördoku im Rahmen unseres Podcastformats "nachgehakt". Zum Inhalt Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nationalsozialismus in Nürnberg war gerade zu Ende gegangen, da folgten bereits zwölf weitere Prozesse, diesmal nicht ausgehend von allen Alliierten, sondern unter US-amerikanischer Leitung – und gegen führende Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Militär, Wirtschaft und Medizin des NS-Regimes gerichtet – die sogenannten Nürnberger Nachfolgeprozesse (Nuremberg Military Trials, NMT). Das Besondere daran: In diesen Prozessen wurden erstmals neue juristische Kategorien geschaffen: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, „Verbrechen gegen den Frieden“ – Grundlagen des heutigen Völkerstrafrechts. Die Verfahren haben nicht nur historische Bedeutung, sondern prägen bis heute geltendes internationales Recht – bis hin zu aktuellen Fällen vor dem Internationalen Strafgerichtshof, etwa gegen den russischen Präsidenten Vladimir Putin.  Ein neues Forschungsprojekt in Zusammenarbeit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, des Staatsarchives Nürnberg, der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg widmet sich nun der vollständigen digitalen Erschließung des dazugehörigen Archivmaterials: 2,5 Millionen Blatt, darunter Zeugenaussagen, Anklageschriften, Stenogramme und Vernehmungsprotokolle. Diese werden so erstmals weltweit von überall aus zugänglich, für Forschende aus den Rechts- und Geschichtswissenschaften oder auch für eine interessierte Öffentlichkeit. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz werden die Bestände auch systematisch analysiert und durchsuchbar. Welche juristischen Argumentationsmuster lassen sich erkennen? Unter welchen Gesichtspunkten trafen die Ankläger Ihre Urteile? Und wie könnte die KI sogar emotionale Haltungen der Betiligten aus den handschriftlichen Anmerkungen in den Akten rekonstruieren? In dieser Episode sprechen wir mit dem Juristen Christoph Safferling, der Historikerin Simone Derix, und dem KI-Experten Björn Eskofier, die das Projekt "DigiNMT" leiten – und fragen, warum die digitale Aufarbeitung der Nürnberger Nachfolgeprozesse nicht nur ein Gewinn für die Forschung, sondern ein Schlüssel für unser rechtsstaatliches Verständnis bis heute ist. > Mehr zum Forschungsprojekt „DigiNMT"  (Pressemitteilung der BAdW vom 24.01.2025)   In der Folge erwähnte Verlinkungen:  > Digitalisat 1: Krupp'sche Heilanstalt, weiße Schrift auf schwarzem Grund > Digitalisat 2: Krupp'sche Heilanstalt, Übersetzung ins Englische > Veranstaltung „Raymond D'Addario und Nürnbergs 'Stunde Null'“, 14. November bis 5. Dezember 2023 im Stadtarchiv Nürnberg > Begleitheft zur Ausstellung „Raymond D’Addario und Nürnbergs ‚Stunde Null‘“   Wer spricht Hosts: Dr. Laura Räuber (Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW) und Dr. Isabel Leicht (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BAdW) Prof. Dr. Christoph Safferling, Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Prof. Dr. Simone Derix, Lehrstuhlinhaberin für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der FAU Erlangen-Nürnberg Prof. Dr. Björn Eskofier, Lehrstuhlinhaber für Maschinelles Lernen und Datenanalytik an der FAU Erangen Nürnberg Dr. Hubert Seliger, Archivoberrat bei der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns Einleser: Dr. Benjamin Schönfeld Musik: Bombay/Musicfox Bild: Mitarbeiterinnen im Dokumentenraum des Internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg, 2. Oktober 1946. Stadtarchiv Nürnberg, A65-II-RA-121-D/Ray D'Addario   Quellen Bundeszentrale für politische Bildung. „20. November 1945: Beginn der Nürnberger Prozesse“. 17.11.2020: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/318965/20-november-1945-beginn-der-nuernberger-prozesse/ Bundeszentrale für politische Bildung. „Kalter Krieg“: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320587/kalter-krieg/#:~:text=%22Kalter%20Krieg%22%20nennt%20man%20einen,und%20mit%20wechselseitiger%20Aufrüstung%20ausgetragen LEMO. Lebendiges Museum Online. „Nürnberger Prozesse“: https://www.hdg.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre/entnazifizierung-und-antifaschismus/nuernberger-prozesse.html Museen der Stadt Nürnberg „Die Nürnberger Nachfolgeprozesse“: https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/themen/die-nuernberger-prozesse/die-nuernberger-nachfolgeprozesse NS-Dokumentationszentrum München. „Nürnberger Nachfolgeprozesse“: https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/nuernberger-nachfolgeprozesse-623 Stadt Ulm. „Der Ulmer Prozess“: https://www.ulm.de/tourismus/stadtgeschichte/schicksalstage-und-orte/der-ulmer-prozess#:~:text=Der%20%22Ulmer%20Prozess%22%20war%20aber,jedoch%20eher%20einem%20Zufall%20geschuldet Timeline Deutschland. „Originalaufnahmen: Die Nürnberger Nachfolge-Prozesse | Deutsche Geschichte“, YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=UeNnwQW8SEQ   Weitere Hördokumentationen der BAdW > Verschwörungsmythen - Hintergründe und Folgen (mehrteilig) > Olympia 72: Fakten, Hintergründe, Aufarbeitung > Post-Covid verstehen mit Künstlicher Intelligenz > Krebs besiegen - Eine Podcast-Dokumentation in vier Teilen  

Erschienen: 10.07.2025
Dauer: 00:56:19

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Die Rückkehr des Krieges

In der aktuellen Folge "weltbewegt" geht es um die Herausforderungen des russischen Imperialismus für Europa. Eine Veranstaltung des Schelling-Forums der BAdW in Würzburg vom 24. Juni 2025 im Gartenpavillon des Juliusspitals. Die Journalistin Cathrin Kahlweit (SZ) spricht mit Jana Puglierin, Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations, dem Osteuropaexperten Martin Schulze Wessel und dem Politikwissenschaftler und Experten für bewaffnete Konflikte, Carlo Masala. Zum Inhalt Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist der Krieg in vollem Umfang nach Europa zurückgekehrt. Seit Februar 2022 tobt der Krieg, der Zehntausenden das Leben gekostet und Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben hat. Russlands Krieg gegen die Ukraine verfolgt nicht nur das Ziel einer Annexion ukrainischer Territorien, sondern richtet sich auf weiterreichende Ziele, die die europäische Sicherheitsarchitektur betreffen. Auf dem Podium wurden zentrale Fragen diskutiert: Welche ideologischen und historischen Vorstellungen liegen der russischen imperialen Politik zugrunde? Inwieweit speist sich Russlands militärisches Handeln aus alten Großmachtphantasien? Mit welchem militärischen Potenzial wurde diese Politik betrieben? Und schließlich: Wie kann eine europäische Sicherheitsarchitektur aussehen, die dieser Herausforderung angemessen Rechnung trägt? Unter der Moderation der Journalistin Cathrin Kahlweit diskutierten der Politikwissenschaftler Carlo Masala, der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel und die Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin diese drängenden Fragen – auch im regen Austausch mit dem Publikum. Die Veranstaltung bot Einblicke in die historischen, politischen und sicherheitspolitischen Dimensionen eines Krieges, der Europa nachhaltig veränderte.   Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Prof. Dr. Carlo Masala ist Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München und seit 2024 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er ist ein vielgefragter Experte für bewaffnete Konflikte. Dr. Jana Puglierin ist Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations und seit Januar 2020 Leiterin des Berliner Büros. Von Dezember 2015 bis Dezember 2019 leitete sie das Alfred von Oppenheim Zentrum für Europäische Politik der DGAP und war von September 2013 bis November 2015 wissenschaftlicher Fellows des Berliner Forum Zukunft.bewaffnete Konflikte. Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist Professor für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von 2012 bis 2016 war er Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Moderation: Cathrin Kahlweit, Journalistin und Publizistin. Zuvor studierte sie Politikwissenschaft und Russisch. Für die Süddeutschen Zeitung berichtete sie als Sonderkorrespondentin für Mittel- und Osteuropa insbesondere über den Krieg in der Ukraine.

Erschienen: 02.07.2025
Dauer: 01:21:12

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Was wir von Schelling über die Zukunft lernen können

Was ist Zeit? Das fragte sich der große Philosoph Friedrich Joseph Schelling und entwickelte daraus die These, die Zukunft bilde den eigentlichen Schlüssel zum Verständnis der Zeit. In seinem Vortrag vom 12.06.2025 befasst der Philosoph Markus Gabriel sich mit Schellings Theorie und ihrer Bedeutung für die heutige Zeit. Der Vortrag fand im Rahmen von "System der Welt - Welt der Systeme- Internationaler Kongress zu Schellings 250. Geburtstag" vom 11.-13. Juni in der BAdW statt. Zum Inhalt Kein anderer Philosoph prägte während seines fast 30-jährigen Aufenthalts das intellektuelle Leben Münchens so sehr wie Friedrich Schelling (1775–1854). In seiner dort verfassten Philosophie der Weltalter stellt er sich derjenigen Frage, die bis heute zu den schwierigsten der Philosophie gehört: Was ist Zeit? Anders als sein Vorgänger Immanuel Kant erkennt er in der Zeit keine subjektive Anschauungsform des Menschen, sondern eine objektive Grundstruktur der Wirklichkeit: „Alles ist nur Werk der Zeit und durch die Zeit erhält jedes Ding seine Eigenthümlichkeit und Bedeutung.“ In seinem Vortrag entwickelt Markus Gabriel diesen Grundgedanken sowie Schellings bislang systematisch kaum erschlossene These, dass die Zukunft den eigentlichen Schlüssel zum Verständnis der Zeit bildet. Dabei bezeichnet Zukunft eben nicht den Raum des noch nicht Wirklichen, bloß Möglichen, sondern ist selbst Bestandteil der Wirklichkeit. Das von Schelling vertretene Primat der Zukunft gewinnt gerade für unsere Gegenwart an Bedeutung, da es erlaubt, menschliche Freiheit in die Struktur der Wirklichkeit zu integrieren – und zwar, ohne die Grundlagen der modernen Physik zu verletzen. Schelling erweist sich damit als ein Denker, der seiner Zeit voraus war: als Philosoph einer Zukunft, in der wir uns heute befinden. Schellings Denken zu verstehen, heißt daher auch: uns besser zu verstehen. Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Prof. Dr. Markus Gabriel ist Lehrstuhlinhaber für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart sowie Leiter des Internationalen Zentrums für Philosophie NRW und des Center for Science and Thought, Universität Bonn. 

Erschienen: 02.07.2025
Dauer: 01:31:37

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Streit um die streitbare Demokratie

Wie kann man unsere Demokratie schützen? Ist die Verfassung gegen alle demokatiefeindlichen Tendenzen gewappnet? Darüber diskutierten am 5. Juni 2025 der Rechtsphilosoph und Verfassungsrechtler Horst Dreier und die Leiterin der ARD-Rechtsredaktion/Hörfunk Gigi Deppe. Eine Veranstaltung des Schelling-Forums der BAdW in Würzburg, hier zum Nachhören. Zum Inhalt Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss geschützt und bewahrt werden. Verfügt unsere Verfassung über ausreichende Selbstschutzmechanismen, um extreme, auch verfassungswidrige Kräfte abzuwehren? Mit der Charakterisierung des Grundgesetzes als einer „streitbaren“ oder „wehrhaften“ Demokratie verbindet sich der Hinweis auf die Möglichkeiten des Vereinigungs- und Parteiverbots sowie der (individuellen) Grundrechtsverwirkung. Wer spricht Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW Prof. Dr. Horst Dreier ist Rechtsphilosoph sowie Verfassungsrechtler und war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2020 Lehrstuhlinhaber an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie der Leopoldina. Gigi Deppe ist Volljuristin und berichtet als Journalistin seit mehr als 30 Jahren über die Justiz, vor allem über das Bundesverfassungsgericht und andere Bundesgerichte. Im Juni 2024 erhielt sie den Medienpreis des Deutschen Anwaltvereins. > Zum Schelling-Forum der BAdW in Würzburg

Erschienen: 27.06.2025
Dauer: 01:11:36

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