Cuneiform Artefacts of Iraq in Context (CAIC) - Keilschriftartefakte Mesopotamiens heißt ein neues Forschungsvorhaben an der BAdW, das sich mit rund 5000 Jahre alten Schriftstücken im heutigen Irak befasst. Ein Gespräch mit den Hauptverantwortlichen des Vorhabens, Karen Radner, Walther Sallaberger und Enrique Jiménez. Zum Inhalt Die Keilschriftartefakte des Iraq Museum Baghdad sind ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes Mesopotamiens, auf dem Gebiet des heutigen Irak. Das Vorhaben dokumentiert, ediert und analysiert interdisziplinär rund 17.000 Keilschrifttafeln aus dem antiken Mesopotamien mit neuesten digitalen Methoden, um sie der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Warum sind die Keilschrifttafeln gefährdet? Wie kann man sie erforschen und welche digitalen Methoden kommen dabei zur Anwendung? Darum geht es im Podcast. Wer spricht Podcast-Intro und Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. Prof. Dr. Enrique Jiménez ist Professor für altorientalische Literaturen an der LMU München. Prof. Dr. Karen Radner hat den Alexander von Humboldt-Lehrstuhl für die Alte Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens an der LMU München inne und ist Mitglied der BAdW. Prof. Dr. Walter Sallaberger ist Professor für Assyriologie an der LMU München und Mitglied der BAdW. Sie leiten gemeinsam das Vorhaben „Cuneiform Artefacts of Iraq in Context“ (CAIC), ein Projekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit Arbeitsstellen in München und Bagdad. Es wird im Akademienprogramm vom Bund und vom Freistaat Bayern gefördert/finanziert.
Erschienen: 29.04.2023
Dauer: 00:38:34
Bahn statt Flugzeug? Fahrrad statt Auto? Gemüse statt Fleisch? Verzichten müssen, können und lernen sind die drei Fokusthemen unserer Veranstaltungsreihe. Hier hören Sie den Podcast von Teil 1. Zum Inhalt Lieber das Video ansehen? Die Videoaufzeichnung unseres Livestreams gibt es hier. „In einer endlichen Welt kann man nicht unendlich wachsen“, so ein Fazit der renommierten Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann in ihrem 2022 erschienenen Buch „Das Ende des Kapitalismus“. Ihr Vorschlag: Eine völlig andere Form des Wirtschaftens, die auf das „Immer Mehr“ kapitalistischen Zuschnitts verzichtet. Auf persönlicherer Ebene nähert sich dem Thema Verzicht die Autorin Karen Duve in ihrem 2010 erschienen Buch „Anständig Essen“, in dem sie im Selbstversuch vegetarische, vegane und frutarische Lebensweisen ausprobiert und einen ethischen Umgang mit Lebensmitteln fordert. Ausgehend von diesen beiden kritischen Perspektiven auf unsere Wohlstandgesellschaft geht die Auftaktveranstaltung „Verzichten müssen“ der Frage nach, was unter den Vorzeichen eines notwendigen Verzichts als Maßstab für ein gelungenes Leben gelten kann und welche gesellschaftlichen Veränderungen es dafür braucht. Eine Veranstaltung des Schelling-Forums der BAdW in Würzburg. > Zur Veranstaltungsseite mit Flyer > Mehr zur Reihe "Verzichten müssen, können, lernen" Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW Begrüßung: Dr. Isabel Kalous, ehem. wissenschaftliche Koordinatorin des Schelling-Forums, wissenschaftl. Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Heike Paul Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin bei der taz und Bestseller-Autorin. Zuletzt erschien ihr Buch "Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind - und wie wir in Zukunft leben werden. Die Autorin Karen Duve musste leider kurzfristig absagen. Moderation: Prof. Dr. Heike Paul (FAU Erlangen-Nürnberg/BAdW)
Erschienen: 27.04.2023
Dauer: 01:08:08
Ab 1. Mai 2023 widmet sich die BAdW in vier Podcastfolgen, die gemeinsam eine lose Geschichte bilden, Verschwörungsmythen. Genauer: Geheimbünden, Antisemitismus, Hass und Hetze sowie Klimawandelleugnung. Zum Inhalt Vom Glauben an mächtige Geheimbünde bis zur Leugnung des Klimawandels: Verschwörungsmythen sind bis heute weit verbreitet. Die Attentate von Halle und Hanau, massive Drohungen im Netz gegen Andersdenkende oder der versuchte Reichsbürgerputsch im Dezember 2022 sind nur einige Beispiele für ihr zerstörerisches Potenzial. Woher kommen diese Verschwörungsmythen, warum glauben Menschen daran und wie ist die Faktenlage? Die BAdW widmet sich diesen Fragen interdisziplinär in vier Podcast-Folgen, die zusammen eine lose Geschichte bilden. Wer spricht Mit Audio-Beiträgen u.a. von (in alphabetischer Reihenfolge):Prof. Dr. Frank Bajohr, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien, Institut für Zeitgeschichte München-BerlinDr. Marina Chernivsky, Psychologin und Antisemitismus-ExpertinMax Czollek, AutorProf. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher/Präsident der Akademie der Wissenschaften HamburgProf. Dr. Roland Pail, Astronomische und Physikalische Geodäsie, TU München/BAdWProf. Dr. Helmut Reinalter, Freimaurer Experte, ehem. Universität InnsbruckProf. Dr. Astrid Séville, Politikwissenschaftlerin, TU München/BAdWDr. Nina Schrott, Juristin/Junges Klimaforum der LMU MünchenDr. Olaf Simons, Illuminaten-Experte, Forschungszentrum GothaProf. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Geschichte der Frühen Neuzeit, Wissenschaftskolleg zu Berlin/BAdWIrma Trommer, Sprecherin der Letzten GenerationMarina Weisband, Politikerin und PublizistinAnna Wegscheider, Juristin bei HateAidDr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokuzentrum/BAdW Mehr zu Verschwörungsmythen? Bereits 2021 hat die BAdW sich mit ihrer Reihe "Fakt und Fake" dem Thema Verschwörungsmythen gewidmet. In dieser haben wir gefragt: Woher kommt der Glaube an Falschinformationen (Fake News) und Verschwörungen? Woher rührt die wachsende Wissenschaftsleugnung? Und wie geht man damit um? > Mehr dazu
Erschienen: 11.04.2023
Dauer: 00:01:52
Weitere Informationen zur Episode "Trailer: Verschwörungsmythen - Hintergründe und Folgen"
Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT sind in aller Munde. Wie wirken sie sich auf Unterricht und Lehre aus? Wo liegen die Fallstricke und Potentiale? Darum ging es in unserer Veranstaltung vom 28. März 2023, hier als Podcast zum Nachhören. Zum Inhalt Sprachmodelle wie ChatGPT oder Bard beherrschen seit Wochen die öffentliche Diskussion und lenken die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: Während sich die einen über inhaltliche Fehler der Robotertexte empören, sind die anderen begeistert, wie mit technischer Hilfe Texte in Sekundenschnelle generiert werden können. Generell lässt sich auf den ersten Blick kaum noch unterscheiden, ob ein Text von einer Maschine oder einem Menschen verfasst wurde - dieser Text hier wurde beispielsweise mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz umgeschrieben. Fest steht: Der digitale Wandel ist nicht aufzuhalten. Textautomatisierungsprogramme werden immer besser werden und sich auf viele Lebensbereiche auswirken, insbesondere auch auf unser Bildungssystem. Wie werden wir in Zukunft lehren und lernen? Wie können wir KI konstruktiv und sinnvoll in Unterricht und Lehre einsetzen? Welche Vorkenntnisse und Kompetenzen setzt dies bei Lehrenden, Studierenden, Schülerinnen und Schülern voraus? Wo liegen die Grenzen, Gefahren und Herausforderungen dieser neuen Technologie? Und kann KI zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen? Wer spricht Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Präsentation des KI-Tutors PEER: Kathrin Sessler, Doktorandin am Lehrstuhl für Human-Centered Technologies for Learning Podiumsdiskussion: Navika Bhardwj, Schülerin (10. Klasse) am Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg Prof. Dr. Eric Hilgendorf, Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Uni Würzburg und Mitglied im bidt-Direktorium der BAdW Prof. Dr. Enkelejda Kasneci, Direktorin des TUM Center for Educational Technologies, Liesel-Beckmann Distinguished Professor und Lehrstuhlinhaberin für Human-Centered Technologies for Learning an der TUM Oliver Masur, Studienrat, Fächer Deutsch und Englisch, am Münchner Theresien-Gymnasium Dr. Matthias Stadler, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München und Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW Moderation: Heike Schmoll, FAZ
Erschienen: 06.04.2023
Dauer: 01:33:57
Weitere Informationen zur Episode "Schreibst du noch selbst? Wie KI unser Bildungssystem verändert"
Wir schließen unsere Reihe "Quo vadis, Europa?" mit einem Blick auf die Zukunft, die angesichts von Klimawandel, Krieg und Energieknappheit von Tag zu Tag unsicherer zu werden scheint. Welche Vorstellungen von Zukunft kursieren derzeit in Europa und wie gehen Politik und Rechtsstaat damit um? Darüber spricht Judith Grosch, Akademie-Mitarbeiterin im Projekt “Kulturen politischer Entscheidungen in der modernen Demokratie”, mit Elke Seefried, Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte der Neuzeit an der RWTH Aachen. Juristische Expertise steuert die Rechtswissenschaftlerin Meike Krakau bei. Zum Inhalt Wie eine Gesellschaft sich die Zukunft vorstellt, liefert in erster Linie Erkenntnisse über die Stimmungslage der Gegenwart - so eine grundlegende Prämisse der Zukunftsforschung, die sich mit verschiedenen Zukunftsvisionen der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt. Wie haben sich die Vorstellungen von Zukunft in den letzten Jahrzehnten gewandelt? Haben angesichts von multiplen Krisen utopische Zukunftsvorstellungen ausgedient? Und wie verändert sich das Nachdenken über Zukunft, wenn die Forschung - beispielsweise durch Klimamodellierungen - erstmals quasi gesicherte Aussagen über zukünftige Entwicklungen treffen kann? Welche Konsequenzen Politik und Rechtsstaat in Europa aus dieser schwierigen Gemengelage ziehen, steht im Mittelpunkt dieses Podcasts, der unsere Reihe "Quo vadis, Europa?" abschließt. Wer spricht Prof. Dr. Elke Seefried ist Lehrstuhlinhaberin für Geschichte der Neuzeit (19.-21. Jh.) mit ihren Wissens- und Technikkulturen an der RWTH Aachen. Bekannt ist sie als Historikerin unter anderem für ihre Auseinandersetzung mit der Zukunftsforschung, der Geschichte von Zukünften und der Zukunftskommunikation sowie mit Zukunft als Kategorie politischen Handelns. Zu ihren Publikationen zum Thema zählen: "Politische Zukünfte im 20. Jahrhundert. Parteien - Bewegungen - Umbrüche", Frankfurt a.M. 2022. sowie "Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945–1980 (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 106), Berlin u.a. 2015. Judith Grosch ist Akademie-Mitarbeiterin im Projekt “Kulturen politischer Entscheidungen in der modernen Demokratie”, wo sie zum Thema "Emotionen in gesundheitspolitischen Entscheidungen in Deutschland und in Polen ca. 1985–1995" forscht. Meike Krakau ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht an der LMU München. Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Zur Reihe "Quo vadis Europa?" Unter dem Titel „Quo vadis Europa?“ nimmt die BAdW in ihrer neuen Reihe einige der drängenden Fragen rund um Europa in Podcasts und Veranstaltungen in den Blick. Die Reihe erstreckt sich durch das ganze Jahr 2022. Bild: Dominic Wunderlich auf Pixabay
Erschienen: 23.12.2022
Dauer: 0:35:45
Weitere Informationen zur Episode "Utopien in der Krise? Europäische Zukunftsvisionen der Gegenwart"
Eine transparent gestaltete, europäische Suchmaschine, die es endlich mit Google aufnehmen kann: Das ist das Ziel des Projekts "Open Web Search", an dem das Leibniz Rechenzentrum der BAdW als Partner beteiligt ist. Im Rahmen unserer Podcast-Reihe "Quo vadis Europa?" erzählen der Leiter des LRZ, Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, sowie Stefan Voigt, Vorstand der "Open Search Foundation", wie eine solche Suchmaschine Wirklichkeit werden kann. Zum Inhalt "Digitale Souveränität" ist geradezu zum Kampfbegriff europäischer Netzpolitik geworden - denn als zu groß wird die Abhängigkeit Europas von amerikanischen Megakonzernen wie Google und Co empfunden. Das Projekt "Open Web Search", das von "Horizon Europe", dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, gefördert wird, will dem etwas entgegen setzen und eine eigene europäische Suchmaschine entwickeln.14 Partner aus 7 Ländern haben sich bereits zusammengetan, um die riesige Infrastruktur, die dafür nötig ist, aufzubauen. Aber wie muss man überhaupt vorgehen, um eine funktionierende Suchmaschine zu entwicklen? Wo liegen die größten Hürden? Wo die größten Chancen? Wer spricht Stefan Voigt ist Geograf und Forscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Außerdem ist er Vorstand der Open Search Foundation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Grundlagen für eine offene, transparente Suche im Netz zu schaffen. Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller leitet seit 2017 das Leibniz Rechenzentrums (LRZ) der BAdW. An der LMU München ist er Professor für Informatik und forscht zu IT-Managment und -Sicherheit, parallelen Rechnerarchitekturen und wissenschaftlichem Visualisieren. Moderation: Simone Fasse (Wirtschafts- und Technikjournalistin, schreibt u.a. für VDI nachrichten und Sheconomy) Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Zur Reihe "Quo vadis Europa?" Unter dem Titel „Quo vadis Europa?“ nimmt die BAdW in ihrer neuen Reihe einige der drängenden Fragen rund um Europa in Podcasts und Veranstaltungen in den Blick. Die Reihe erstreckt sich durch das ganze Jahr 2022.
Erschienen: 09.12.2022
Dauer: 0:23:37
Wie kann man aus der Geschichte lernen, ohne die Situation in den Zwischenkriegsjahren mit der heute schlicht gleichzusetzen? Was bedeuten Wahlsiege wie der von Giorgia Meloni in Italien für die Demokratie in Europa? Und welchen Einfluss haben Faktoren wie soziale Ungleichheit auf einen politischen Rechtsruck? Prof. Dr. Andreas Wirsching und Prof. Dr. Martina Steber vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Gespräch. Interview vom 27.10.22 in unserer Reihe "Quo Vadis Europa?". Zum Inhalt Demokratie und Europa, das gehört vermeintlich fest zusammen. Bereits die Jahre rund um die beiden Weltkriege aber haben gezeigt, was heute nicht zuletzt durch den Ukraine-Krieg wieder nachfühlbar wird: Demokratie ist nicht selbstverständlich und weit weniger stabil als man annehmen würde. Während in Deutschland Feinde der Demokratie wie Rechtsextremisten oder die Querdenker-Szene diese von innen heraus angreifen, drohen "außen", auf europäischer Ebene, durch demokratische Wahlen selbst vermehrt Antidemokratinnen und -demokraten an die Macht zu kommen. Dies beeinflusst die Zusammenarbeit aller europäischen Staaten oder auch gemeinsame Vorhaben, wie die Asylpolitik. Wie ließ sich in der Vergangenheit Demokratie schrittweise aushebeln? Wie kann man sie heute schützen? Was macht eine stabile Demokratie aus, wo sind die Bruchstellen? Und welche Rolle spielen neben politischen Ideen wirtschaftlich geprägte, wie der Neoliberalismus? Am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin findet aktuell die Vorlesungsreihe "Demokratie. Versprechen - Visionen - Vermessungen" statt, mit Vorträgen rund um das Thema Demokratie. Bild: Demonstration Pulse of Europe in Köln am 26. März 2017, © Superbass / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons). Wer spricht Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und ordentliches Mitglied der BAdW. Prof. Dr. Martina Steber ist Professorin für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg und Zweite Stellvertretende Direktorin am IfZ. Dr. Laura Räuber (Podcast-Einführung und Interview) ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. Zur Reihe "Quo vadis Europa?" Unter dem Titel „Quo vadis Europa?“ nimmt die BAdW in ihrer Reihe einige der drängenden Fragen rund um Europa in Podcasts und Veranstaltungen in den Blick. Die Reihe erstreckt sich durch das ganze Jahr 2022. > Mehr dazu
Erschienen: 28.11.2022
Dauer: 01:01:37
Das Lieblingsstück von Claudia Heine besteht aus Metallplatten und Schrauben: Ein Dirigent, den ihr Großvater ihr schenkte, passend zu ihrem Beruf als Musikwissenschaftlerin im Projekt "Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss". Zum Inhalt orschungstheorie und Aufführungspraxis gehen hier Hand in Hand, denn zu Claudia Heines Aufgaben gehört es, Fehler in bestehenden Notenblättern zu finden, zu tilgen und eine neue Notenschrift zu edieren - dies ermöglicht es Dirigenten und ihren Orchestern, die Werke von Richard Strauss so aufzuführen, wie es der Komponist einst intendierte. Einer der letzten Arbeitsschritte ist dann die Probeaufführung der neuen Noten durch ein Orchester, um letzte Fragen zu klären und Fehler zu tilgen. Für ihr jüngstes Notenwerk, Strauss' Salome, wurde Claudia Heine mit dem Deutschen Musikeditionspreis "Best Edition 2021/2022" ausgezeichnet. Das Lieblingsstück erscheint in gekürzter Form auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell", im Podcast hören Sie das dazugehörige Interview. > Zum im Podcast erwähnten Beitrag in der "Akademie Aktuell" über die Salome-Edition Wer spricht Dr. Claudia Heine ist wissenschaftiche Mitarbeiterin im Projekt "Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss". Das Projekt erarbeitet erstmals eine quellenkritische Edition der wichtigsten Werkgruppen im Schaffen des Komponisten: sämtlicher Bühnenwerke, Lieder, Orchester- und Kammermusikwerke, inklusive divergierender Fassungen. Geplant sind 52 (teilweise aus mehreren Teilbänden bestehende) Notenbände mit Kritischen Berichten sowie eine Online-Dokumentenplattform. Ein internationales Verlagskonsortium übernimmt Herstellung und Vertrieb der Partituren und Aufführungsmateriale, so dass die Ergebnisse auch in die weltweite Musikpraxis einfließen werden. Interview: Dr. Isabel Leicht, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der BAdW. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW.
Erschienen: 24.11.2022
Dauer: 00:23:59
Politische Kommunikation hat sich verändert. Im Zeitalter von Sozialen Medien sind neue Kanäle sowie neue Formen der politischen Ansprache entstanden. Politikerinnen und Politiker sprechen Botschaften unmittelbar in ihre Handykameras, veröffentlichen eigene Bilder selbst auf Instagram und sprechen über Persönliches in Podcasts. Veranstaltung vom 09.11.2022. Zum Inhalt Mit dem Wandel der politischen Kommunikation geht auch ein Wandel der politischen Berichterstattung einher. Einer der intimsten Kenner des politischen Berlins ist der Journalist Markus Feldenkirchen. Seine Reportagen über die Wahlkämpfe von Martin Schulz und Armin Laschet haben Aufsehen erregt. In den letzten Jahren war er zudem an zahlreichen neuen Formaten der politischen Berichterstattung beteiligt, die noch einmal einen anderen Blick auf Politik ermöglichen. Der Soziologe Dr. Julian Müller erforscht wiederum politische Selbstdarstellungen und neue Formen politischer Kommunikation. Gemeinsam wollen sie über das Spannungsverhältnis von Politik und Medien sowie über die gegenwärtigen Herausforderungen des politischen Journalismus diskutieren. > Zur Veranstaltungsseite mit Flyer Wer spricht Markus Feldenkirchen ist politischer Autor im Hauptstadtbüro des SPIEGEL. Er moderiert auf spiegel.de den Video-Talk „Spitzengespräch“. Feldenkirchen wurde u. a. mit dem Deutschen Reporterpreis und dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Für das TV-Format „Konfrontation“ (ARD) hat er gerade den „Deutschen Fernsehpreis“ gewonnen. Prof. Dr. Julian Müller leitet das von der Gerda Henkel Stiftung finanzierte Forschungsprojekt „Re/Präsentation. Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache in der kommenden Gesellschaft“. Derzeit vertritt der Soziologe die Professur für Politische Soziologie an der Philipps- Universität-Marburg, zuvor war er Akademischer Rat a. Z. am Institut für Soziologie der LMU München. Moderation: Prof. Dr. Astrid Séville ist Vertretungsprofessorin für Politische Theorie an der Hochschule für Politik, TU München. Die Politikwissenschaftlerin wurde 2015 mit einer Arbeit zur politischen Rhetorik der Alternativlosigkeit promoviert, für die sie 2016 den Deutschen Studienpreis erhielt. Seit 2018 ist sie Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. Bild: picture alliance/Flashpic/Jens Krick.
Erschienen: 11.11.2022
Dauer: 01:11:19
Weitere Informationen zur Episode "Politik beobachten. Politische Kommunikation im Wandel"
Leistungsdruck, Drittmittelwettbewerb, Evaluierungen, befristete Beschäftigungsverhältnisse, unter dem Hashtag #ichbinHanna machten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihre schwierige Situation aufmerksam. Lässt sich darin eine zunehmende Ökonomisierung der Wissenschaft erkennen? Darum ging es in unserer Podiumsdiskussion vom 20. Oktober 2022. Zum Inhalt Bereits seit den 1970er Jahren wird weltweit um die Messbarkeit wissenschaftlicher Leistungen gerungen. Im Zuge der Exzellenzinitiativen der 2000er Jahre etablierten sich betriebswirtschaftliche Managementtechniken auch an deutschen Hochschulen. Steigender Leistungsdruck, Drittmittelwettbewerb, Evaluierungen und befristete Beschäftigungsverhältnisse im Mittelbau prägen zunehmend den akademischen Arbeitsalltag. Mit der unter dem Hashtag #IchbinHanna geführten Diskussion machte der wissenschaftliche Nachwuchs jüngst auf seine prekäre Lage aufmerksam. Die Befürchtung, dass das Ethos einer freien und unabhängigen Wissenschaft durch das Leitbild eines ökonomischen Nützlichkeitsprinzips ersetzt werde, nimmt zu. Wie wirken sich die Krisen, die sich derzeit überlagern, auf die Wissenschaftslandschaft aus? Ist die Wissenschaft im Jahr 2022 wirklich stärker denn je ökonomischen Interessen unterworfen? Und wenn ja, welche Folgen hat dieser Wandel für die universitäre Bildung? Wie muss sich erkenntnisgetriebene Grundlagenforschung positionieren, wenn es um die konkrete Beantwortung großer und drängender Zukunftsfragen geht und dadurch die anwendungsorientierte Forschung stark in den Vordergrund rückt? Welche Rolle kommt den Geisteswissenschaften zu? Bietet die Ökonomisierung vielleicht auch neue Chancen? Und schließlich: Müssen wir Universität und Wissenschaft anders denken als bisher? > Zur Veranstaltungsseite mit Flyer Wer spricht Prof. Dr. Sabine Doering Manteuffel ist Präsidentin der Universität Augsburg und Lehrstuhlinhaberin für Europäische Ethnologie. Als Vorsitzende der Bayerischen Universitätskonferenz Uni Bayern e.V. fördert sie das Zusammenwirken bei der Gestaltung exzellenter Rahmenbedingungen für Wissenschaft. Prof. Dr. Uwe Schimank ist Lehrstuhlinhaber für Soziologische Theorie an der Universität Bremen und stellvertretender Sprecher des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Bremen. Er ist Mitglied der DFG-Forschungsgruppe „Multipler Wettbewerb im Hochschulsystem“, deren Teilprojekt „Fächer im Wettbewerb“ er leitet. Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Direktor des Leibniz-Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin und Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der LMU München. Er forscht u. a. in der DFG-Forschungsgruppe „Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften“ und ist Mitglied der BAdW. Prof. Dr. Martina Brockmeier, Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, war leider verhindert. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW
Erschienen: 09.11.2022
Dauer: 1:23:30
Weitere Informationen zur Episode "Wissen als Ware. Droht eine Ökonomisierung der Wissenschaft?"