Die US-Wahl ist zu Ende. Lange hat das Ergebnis auf sich warten lassen und in der Zwischenzeit hat Donald Trump alles versucht, um das weitere Auszählen der Wahlzettel zu unterbinden - im Wissen, dass die Briefwahlzettel Joe Biden favorisieren würden. Genutzt hat es ihm nichts. Dennoch ist es ein knapper Sieg für Joe Biden. Was bedeutet das für die USA und die Welt? Amerika-Expertin und Akademiemitglied Prof. Dr. Heike Paul in einem Kurzvortrag vom 09.11.2020 in unserer Reihe "USA 2020". „Vote as if your life depends on it – because it does” – auf diesen eindringlichen Wahlaufruf von Michelle Obama hin gaben 2020 erheblich mehr Wählerinnen und Wähler in den USA bereits vor dem Wahltag ihre Stimme ab als bei vorherigen Präsidentschaftswahlen. Und tatsächlich stand bei der Wahl 2020 viel auf dem Spiel. Nun hat das amerikanische Volk gewählt: Was ist passiert? Wo stehen die USA jetzt? Was bringen die nächsten Tage und Wochen? Während in einigen Staaten noch ausgezählt wird, ordnet Amerikanistin Heike Paul die Wahl und ihr Ergebnis in historischer, gesellschaftlicher, politischer und kultureller Perspektive in einer neuen Folge des BAdW-Podcasts ein. Wer spricht? Prof. Dr. Heike Paul ist Professorin für Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie forscht über Sentimentalismus in Populärkultur und Politik, Amerikanische Mythen und Populärkultur, Kulturelle Mobilität, Implizites Wissen und Gender Studies. 2018 erhielt sie den Leibniz-Preis, 2019 wurde sie ordentliches Mitglied der BAdW. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Foto:Gage Skidmore/flickr.
Erschienen: 09.11.2020
Dauer: 00:26:45
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Nicht nur Altruismus sondern auch Egosimus hat eine Daseinsberechtigung, so die Sozialpsychologin Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm im neuen Podcast unserer Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte". Im Gespräch mit der Verhaltensökonomin und Moderatorin Verena Utikal spricht sie über Eigen- und Gemeinschaftsinteressen sowie Solidarität in der Corona-Pandemie. Prof. Dr. Abele-Brehm ist Professorin für Sozialpsychologie (FAU Erlangen-Nürnberg), Vizepräsidentin der BAdW und Co-Sprecherin der Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte". Dr. Verena Utikal ist Verhaltensökonomin, Beraterin und Moderatorin. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber. Bild: Florian Gaertner/photothek.netx. Die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe Zukunftswerte Die im Jahre 2019 eingerichtete Ad-hoc-Gruppe „Zukunftswerte“ widmet sich zentralen gesellschaftlichen Werten, die aktuell vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt sind, z.B. durch Digitalisierung und durch soziale Medien, durch Nationalismus und Populismus, durch Migration sowie durch die Infragestellung oder den Bedeutungsverlust wertstiftender Institutionen. Drei Paare von Werten stehen im Mittelpunkt und werden als Spannungsfelder analysiert, nämlich Freiheit und Sicherheit, Gemeinschaftsinteresse und Eigeninteresse sowie Multikulturalität und Identität. Die ad hoc-AG beschäftigt sich aus empirischer und normativer Perspektive u. a. mit folgenden Themen: Akzeptanz und Zurückweisung von Werten, Wertevermittlung und Zukunft der Wertevermittlung in gesellschaftlichen Institutionen; historische und kulturelle Verankerung von Werten und deren Transformationen; handlungsleitende und andere Funktionen von Werten. Die Arbeitsgruppe reflektiert und initiiert Forschung zu diesen Fragestellungen und möchte gleichzeitig die gesellschaftliche Debatte zu den o.g. Spannungsfeldern fördern.Sprecher der Arbeitsgruppe sind Andrea Abele-Brehm (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Gemeinschaftsinteresse und Eigeninteresse), Nicole J. Saam (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Freiheit und Sicherheit) und Michael F. Zimmermann (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Multikulturalität und Identität). > Zur Projektseite der Ad-Hoc-AG-Zukunftswerte
Erschienen: 30.10.2020
Dauer: 00:21:30
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Die Black Lives Matter Bewegung hat unter der Regierung Trump noch einmal an Wichtigkeit gewonnen. Rassismus und Polizeigewalt scheinen immer weiter zuzunehmen. Wo kommt die Bewegung her, was fordert sie und wie könnte es nach der Wahl weitergehen? Ein Gastbeitrag des Amerikanisten Dr. des. Cedric Essi vom 26.10.2020 in unserer Reihe "USA 2020". "Die Aussage, dass schwarzes Leben zählt, dass schwarzes Leben denselben Stellenwert hat wie das von weißen Amerikaner*innen, ist alles andere als selbstverständlich. Der Leitspruch ‚Black Lives Matter‘ der aktuellen, anti-rassistischen Protestbewegung ist keine banale Feststellung, sondern ein Aufruf, schwarzes Leben als gleichwertig anzuerkennen. Der Leitspruch ‚Black Lives Matter‘ ist damit sogar eine radikale Forderung", so Dr. des. Cedric Essi im Podcast. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anglistik/Amerikanistik der Universität Osnabrück, Habilitand im DFG Sonderforschungsbereich „Recht und Literatur“ und Mitherausgeber der Fachzeitschrift Amerikastudien. Seine Forschung widmet sich insbesondere der Frage, wie Rassismus die US-amerikanische Gesellschaft prägt. In seiner Doktorarbeit untersuchte er, wie der Nationalmythos des Melting Pot im Widerspruch zu einer langen Geschichte steht, in der Familienkonstellationen zwischen weißen und schwarzen Amerikaner*innen tabuisiert und gesetzlich verboten waren. Dabei zeigte er, wie aber seit den 1990er Jahren viele Menschen aus solchen interethnischen Familien durch Autobiografien öffentliche Anerkennung einfordern. Aktuell forscht er zu den Zusammenhängen zwischen Rassismus, Urheberrecht und der Herausbildung von amerikanischer Nationalliteratur im 19. Jahrhundert. Mehr zum Thema - Weiterlesen Alexander, Michelle. The New Jim Crow: Mass Incarceration in the Age of Colorblindness. New York: New Press, 2010. Ben-Moshe, Liat. Decarcerating Disability: Deinstitutionalization and Prison Abolition. Minneapolis: University of Minnesota Press, 2020. Bonilla-Silva, Eduardo. Racism without Racists. Lanham, MD: Rowman & Littlefield Publishers, 2013. Garza, Alicia. “GWS Keynote Lecture: Black Lives Matter.” YouTube, uploaded by UC Berkeley Events, 25 Oct. 2017, www.youtube.com/watch?v=ZDCxFABGkPw. Accessed 10 Sept. 2019. The Purpose of Power: How We Come Together When We Fall Apart. New York: One World, 2020.Gilmore, Ruth Wilson. Golden Gulag: Prisons, Surplus, Crisis, and Opposition in Globalizing California. Berkeley: University of California Press, 2006. Khan-Cullors, Patrisse, and Asha Bandele. When They Call You a Terrorist: A Black Lives Matter Memoir. New York: St. Martin’s Press, 2018. Laster Pirtle, Whitney. “Racial Capitalism: A Fundamental Cause of Novel Coronavirus (COVID-19) Pandemic Inequities in the United States.” Health Education & Behavior 47.4 (2020): 504-508. Coi: doi.org/10.1177/1090198120922942 Mills, Charles. The Racial Contract. Ithaca: Cornell University Press, 2014. Painter, Nell Irvin. The History of White People. New York: W.W. Norton, 2010. Roberts, Dorothy. Killing the Black Body: Race, Reproduction, and the Meaning of Liberty. New York: Pantheon Books, 1997. Ransby, Barbara. Making all Black Lives Matter: Reimagining Freedom in the Twenty-First Century. Oakland: University of California Press, 2018. Rose, Tricia, and Cornell West, hosts. The Tight Rope. SpkerBox Media, Spotify app, 2020. Podcast.Sexton, Jared. “Unbearable Blackness.” Cultural Critique 90 (2015): 159-78. https://www.jstor.org/stable/10.5749/culturalcritique.90.2015.0159. Black Masculinity and the Cinema of Policing. Cham: Palgrave, 2017. Sharpe, Christina. In the Wake: On Blackness and Being. Durham, NC: Duke University Press, 2016. Sze, Julie. Environmental Justice in a Moment of Danger. Oakland, CA: University of California Press, 2020. Stumpf, Benjamin. “The Whiteness of Watching: Surveillant Citizenship and the Carceral State.” Radical Philosophy Review 23.1 (2020): 117-36. Doi: 10.5840/radphilrev2020225105.Taylor, Keeanga-Yamahtta Taylor. From #BlackLivesMatter to Black Liberation. Chicago, IL: Haymarket Books, 2016. Thompson, Vanessa. Interview by Wolfram Eilenberger. “Sternstunde Philosophie: Rassismus, Polizeigewalt und die Zukunft der Demokratie.“ SFR Kultur, 14 June 2020, medien.srf.ch/-/-sternstunde-philosophie-rassismus-polizeigewalt-und-die-zukunft-der-demokratie. Accessed 1 July 2020. Washington, Harriet. Medical Apartheid: The Dark History of Medical Experimentation on Black Americans from Colonial Times to the Present. Westminster: Knopf Doubleday, 2008.Wilderson, Frank B., III. Afropessimism. New York: Liveright, 2020. Williams, Patricia. The Alchemy of Race and Rights. Cambridge, MA: Harvard University Press, 1991. ---. "The American Ritual of Racial Killings.” The Nation, 29 April 2015, www.thenation.com/article/archive/american-ritual-racial-killings/. Accessed 5 June 2016.
Erschienen: 28.10.2020
Dauer: 00:31:22
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Im Jahr 2020 sind die USA, wie die restliche Welt, geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Aber auch Waldbrände, Rassismus, der Tod von Richterin Ruth Bader Ginsburg und nicht zuletzt der Wahlkampf um die Präsidentschaft, halten das Land in Atem. Wer wird das Rennen machen? Joe Biden oder doch erneut Donald Trump? Darum geht es in unserer Podiumsdiskussion in der Reihe "USA 2020". Eine Veranstaltung vom 19.10.2020. Am 3. November wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner ihren Präsidenten. Wird Donald Trump wiedergewählt, oder zieht sein Herausforderer, der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden, ins Weiße Haus ein? Die kommende Wahl entscheidet nicht nur über die Zukunft der amerikanischen Demokratie und Gesellschaft, sondern auch darüber, in welchen Allianzen die globalen Zukunftsthemen wie Klima-, Sicherheits- und Handelspolitik künftig verhandelt werden. Mit bislang über 200.000 Corona-Toten sind die Vereinigten Staaten von der Pandemie besonders hart getroffen. Stimmen mehren sich, die Trump nicht nur Versagen in der Corona-, sondern auch in der dadurch verursachten Wirtschaftskrise vorwerfen. Außerdem schließen sich immer mehr Menschen der Black Lives Matter-Protestbewegung an und demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt. Biden oder Trump? Sie hören: Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung), Prof. Dr. Heike Paul (FAU Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Hans Vorländer (TU Dresden); aus den USA zugeschaltet: Dr. Karen Donfried (German Marshall Fund of the United States), Prof. Dr. Fatima El-Tayeb (University of California, San Diego). Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber. Bild: istock/mikhailkhusid > Zur Veranstaltung
Erschienen: 22.10.2020
Dauer: 01:23:31
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Der kürzliche Tod von Richterin Ruth Bader Ginsburg stimmte Viele traurig, aber vor allem bringt er noch mehr Unruhe in den amerikanischen Wahlkampf: Präsident Trump versucht im Eilverfahren die konservative Amy Coney Barrett einzusetzen, was nicht nur Auswirkungen auf die Frauenrechte, sondern auch das Gesundheitssystem haben könnte - und das inmitten einer Pandemie. Ein Gastbeitrag der Juristin Dr. Rhea Hoffmann vom 07.10.2020 in unserer Reihe "USA 2020". Zum Inhalt: Richterin Ruth Bader Ginsburg - Notorious RBG - war bekannt für ihren unerschütterlichen Kampf für die Frauenrechte. Als der damalige Präsident Bill Clinton sie 1993 zur Richterin am Supreme Court ernannte, war sie seit 26 Jahren die erste Person, die durch einen demokratischen Präsidenten nominiert wurde. Umso maßgeblicher ist die Frage nach ihrer Nachfolge. Präsident Trump hat seine Wunschkandidatin bereits vorgestellt, Amy Coney Barrett. Wenn es nach ihm geht, soll sie noch vor der Wahl ernannt werden, auf Lebenszeit. Am 12.10. startet die Anhörung der Nominierten.Barretts Ernennung (noch kurz vor der Wahl) wird insbesondere von Vertretern der Demokraten sehr kritisch betrachtet. Sie ist Mitglied der geistlichen Gemeinschaft „People of Praise“, deren Anhänger*innen ein Gehorsamsversprechen gegenüber geistlichen Anleitern ablegen. Die Führung ist männlich geprägt, der Mann gilt auch als Oberhaupt der Familie. Vorehelicher Geschlechtsverkehr, gleichgeschlechtliche Ehe und nichteheliche Lebensgemeinschaften werden als unbiblisch abgelehnt. Als Richterin gehört Barrett dem Originalismus an, gemäß dem die US-amerikanische Verfassung auch heute noch so ausgelegt werden solle, wie sie von den damaligen Zeitgenossen bei ihrer Entstehung mutmaßlich verstanden wurde. Barrett ist eine strikte Abtreibungsgegnerin, befürwortet das Waffenrecht und ist auf einer Linie mit Trumps harter Immigrationspolitik. Damit könnte sie keinen stärkeren Kontrast zu Ruth Bader Ginsburg darstellen - auch wenn einige ihrer Anhänger bereits T-Shirts mit dem Aufdruck "Notorious ACB" verkaufen. Doch nicht nur längerfristig könnte der Supreme Court durch eine Ernennung Barretts geprägt werden - es gilt auch als wahrscheinlich, dass sie direkt nach ihrer Ernennung die unter dem Namen "Obamacare" bekannte Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama aufheben würde, die den Zugang zur gesetzlichen Krankenkasse regelt. Zwanzig Millionen Amerikaner*innen könnten damit inmitten der Corona-Pandemie ihre Krankenversicherung verlieren. Wer spricht: Dr. Rhea Hoffmann ist Habilitandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Derzeit forscht sie zu Gleichheitsrechten aus einer wirtschaftsrechtlichen und menschenrechtlichen Perspektive. Sie ist außerdem stellvertretende Frauenbeauftragte des Fachbereichs. Frau Dr. Hoffmann studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Prag mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen im Jahr 2009 begann Sie am Exzellenzcluster „Herausbildung normativer Ordnungen“ der Universität Frankfurt am Main ihre Dissertation im Rahmen der Nachwuchsgruppe „Wandel des transnationalen Wirtschafts- und Arbeitsrechts“. Von Oktober 2011 bis Januar 2012 verbrachte sie einen Forschungsaufenthalt an der Osgoode Hall Law School, York University, Toronto, Kanada. Von 2013 bis 2015 absolvierte Frau Dr. Hoffmann ihr Rechtsreferendariat am OLG Frankfurt am Main. Danach arbeitete sie für die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) in Genf, wo sie bereits ihre Wahlstation während des Rechtsreferendariats absolvierte. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Bild: Ruth Bader Ginsburg beim Besuch der Wake Forest University School of Law, September 2005, flickr/Wake Forest University School of Law.
Erschienen: 12.10.2020
Dauer: 00:16:40
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Prof. Dr. Reinhard Genzel hat 2020 zusammen mit Andrea Ghez und Roger Penrose den Physik-Nobelpreis erhalten. Er konnte die Existenz eines schwarzen Lochs in der Milchstraße experimentel bestätigen. Bereits drei Jahre zuvor schilderte er bei einem Vortrag in der BAdW, wie das funktioniert. Eine Veranstaltung vom 28.11.2017. Seit der Entdeckung der Quasare vor mehr als 50 Jahren besteht die Hypothese, dass Galaxien in ihren Zentren ein massereiches Schwarzes Loch von Millionen bis Milliarden Sonnenmassen beherbergen. Der Vortrag stellt dar, wie spektroskopische und abbildende Messungen im nahen Infrarotwellenlängenbereich mit immer besserer Empfindlichkeit und Auflösung es erlaubt haben, diese Hypothese im Zentrum unserer Milchstraße experimentell zu bestätigen. "In einem Experiment haben wir dazu die 48m-Teleskope der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile zu einem 'Superteleskop' optisch 'zusammengeschaltet', so Genzel, "um damit die Gültigkeit der Einstein‘schen Allgemeinen Relativitätstheorie an diesem Schwarzen Loch im Galaktischen Zentrum zu testen." 2020 sollte ihm diese Arbeit den Nobelpreis einbringen. > Zur Veranstaltungsseite Prof. Dr. Reinhard Genzel ist Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Professor an der Graduate School for Physics and Astronomy der University of California in Berkeley. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Galaxienentwicklung und -dynamik sowie Massive Schwarze Löcher. Er ist ordentliches Mitglied der BAdW.Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Bild: Reinhard Genzel bei seinem Vortrag in der BAdW, © BAdW.
Erschienen: 06.10.2020
Dauer: 01:12:50
Weitere Informationen zur Episode "Auf der Jagd nach dem schwarzen Loch"
Wie weit darf man die Freiheit der Einzelnen – etwa durch Corona-Maßnahmen – einschränken, um damit die Sicherheit der gesamten Bevölkerung zu schützen? Sind Freiheit und Sicherheit immer Gegensätze, oder können sie sich auch ergänzen? Ein Interview unserer Ad-Hoc-AG Zukunftswerte vom 22. September 2020. Sie hören: Die Wissenschaftsredakteurin Jeanne Turczynski (BR), den Historiker Prof. Dr. Eckhart Conze (Universität Marburg) und den Philosophen Prof. Dr. Otfried Höffe (Universität Tübingen). Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber. Foto: flickr/Kai Schwerdt. Am 28. Oktober 2020 findet in der BAdW der Workshop "Freiheit und Sicherheit. Zur Koordination eines Wertekonflikts" der Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte" statt. Prof. Conze und Prof. Höffe sind ebenfalls beteiligt. > Mehr dazu Zur Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte" Die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe "Zukunftswerte" wurde 2019 eingerichtet und widmet sich zentralen gesellschaftlichen Werten, die aktuell vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt sind, z.B. durch Digitalisierung und durch soziale Medien, durch Nationalismus und Populismus, durch Migration sowie durch die Infragestellung oder den Bedeutungsverlust wertstiftender Institutionen. Drei Paare von Werten stehen im Mittelpunkt und werden als Spannungsfelder analysiert: Freiheit und Sicherheit (Sprecherin: Prof. Dr. Nicole J. Saam), Gemeinschaftsinteresse und Eigeninteresse (Sprecherin: Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm) sowie Multikulturalität und Identität (Prof. Dr. Michael F. Zimmermann). Die Ad Hoc-AG beschäftigt sich aus empirischer und normativer Perspektive u. a. mit folgenden Themen: Akzeptanz und Zurückweisung von Werten, Wertevermittlung und Zukunft der Wertevermittlung in gesellschaftlichen Institutionen; historische und kulturelle Verankerung von Werten und deren Transformationen; handlungsleitende und andere Funktionen von Werten. Die Arbeitsgruppe reflektiert und initiiert Forschung zu diesen Fragestellungen und möchte gleichzeitig die gesellschaftliche Debatte zu den o.g. Spannungsfeldern fördern.
Erschienen: 29.09.2020
Dauer: 00:28:32
Weitere Informationen zur Episode "Freiheit und Sicherheit: Gegenspieler oder Verbündete?"
Ein dunkelrotes Poloshirt mit einem großen A, das ist zunächst nichts Besonderes. Für den Postdoc im Bereich Spintronik Dr. Matthias Althammer ist es aber mit einer wichtigen Auslandserfahrung verbunden: seiner ersten Postdoc-Stelle an der University of Alabama, USA. Was hat er dort gelernt? Wo liegen die Unterschiede zwischen den Wissenschaftssystemen in Nordamerika und Deutschland? Ein Gespräch vom 01.04.2020. Dr. Matthias Althammer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Walther-Meißner-Institut (WMI) der BAdW. Seine Forschungsschwerpunkte sind Magnetismus & Spintronik sowie Thin Film Technology. Interview: Lisa Scherbaum, Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Foto: Myrzik und Jarisch. Das "Lieblingsstück" erscheint parallel in gekürzter Fassung auch in unserer Zeitschrift Akademie Aktuell. Das Gespräch fand zu Beginn der Corona-Pandemie am Telefon statt. Mängel in der Tonqualität bitten wir deshalb zu entschuldigen. Weitere Beiträge aus der Kategorie "Lieblingsstück" > Zum Podcast "Lieblingsstück: Edith Hanke über Max Webers Notizen zu 'Politik als Beruf'" vom 07.04.2020 > Zum Podcast "Lieblingsstück: Marcus Zagermann über eine Gewandspange mit Geschichte" vom 11.10.2019 > Zum Podcast "Lieblingsstück: Mirjam Goeth über die Grabplatte von Peter von Altenhaus" vom 12.06.2019 > Zum Podcast "Lieblingsstück: Bernhold Schmid über den Mielich-Codex" vom 16.04.2019
Erschienen: 01.09.2020
Dauer: keine Angabe
Im Interview spricht die Historikerin Mirjam Zadoff u.a. darüber, wie Mechanismen der Ausgrenzung im Nationalismus auch heute wieder verwendet werden und welche Relevanz die Erinnerungskultur für unsere heutigen Demokratien hat. Dabei geht es dann auch um eine Frage, die derzeit global diskutiert wird: Wie soll man mit Denkmälern, Straßennamen und Gebäuden umgehen, die auf Kolonialismus, Sklaverei und Terrorregime verweisen? Prof. Dr. Mirjam Zadoff leitet seit 2018 das NS-Dokumentationszentrum, davor war sie seit 2014 Associate Professor am Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhl für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington. Die Historikerin wurde an der LMU München mit der Arbeit "Nächstes Jahr in Marienbad. Gegenwelten jüdischer Kulturen der Moderne" promoviert, ihre Habilitationsschrift befasst sich mit dem Leben des Werner Scholem ("Der Rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem"). Dr. Isabel Leicht ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der BAdW und Historikerin mit einem Schwerpunkt auf lokalen Erinnerungskulturen in Deutschland nach 1945. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Bild: Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin, Direktorin des NS-Dokumentationszentrum München © Orla Connolly
Erschienen: 23.07.2020
Dauer: keine Angabe