Wie verkraften wir Krisen und Veränderungen? Der Informatiker Dieter Kranzlmüller erklärt, was Resilienz mit Informatik zu tun hat und zieht Bilanz aus 60 Jahren Leibniz-Rechenzentrum der BAdW. Interview vom 9. Juni 2022. Foto: Dirk Bruniecki/BAdW. Zum Inhalt Resilienz ist in aller Munde. Auf Menschen bezogen lässt sich das wohl am besten mit Widerstandsfähigkeit übersetzen. Wie lässt sich das Konzept auf Maschinen oder auch Unternehmen übertragen? Wie resilient ist das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der BAdW, wie gut ist es durch die letzten 60 Jahre gekommen - und was kommt als Nächstes? Das Interview erscheint in gekürzter Form parallel auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell". Wer spricht Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller ist Lehrstuhlinhaber für Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung an der Ludwig-Maximilians-Universität und Direktor des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) sowie außerordentliches Mitglied der BAdW. Sabrina Schulte ist Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am LRZ Susanne Vieser ist Redakteurin am LRZ. Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW
Erschienen: 03.11.2022
Dauer: 00:32:38
1992 kam die Schriftstellerin Lena Gorelik mit ihrer russisch-jüdischen Familie als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland. Welche Erfahrungen haben sich ihr als jüdische Einwanderin in der deutschen Gesellschaft eingeprägt? Wie kann sich Antisemitismus auch versteckt äußern? Und was muss sich an der deutschen Erinnerungskultur ändern? Interview vom 6. Juli 2022, im Rahmen unserer Ad hoc-AG "Judentum in Bayern". Foto: Magdalena Jooss Zum Inhalt Am 1. Januar 1991 beschloss die Regierung der wiedervereinten Bundesrepublik Deutschland - auch als Zeichen der Wiedergutmachung - Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion als sogenannte "Kontingentflüchtlinge", also als Flüchtlinge mit sofortiger Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, aufzunehmen. Im Rahmen dieser Initiative, die bis 2005 andauerte, kam die Schriftstellerin Lena Gorelik 1992 im Alter von 11 Jahren nach Deutschland. Im Podcast unserer Ad hoc-AG "Judentum in Bayern" berichtet sie von ihren Erfahrungen als Schülerin in einer schwäbischen Kleinstadt, über versteckten Antisemitimus, über die unterschiedliche Wahrnehmung Deutschlands der ersten und zweiten Generation von Kontingentgeflüchteten und darüber, was in Deutschland aus einer postmigrantischen Perspektive anders laufen sollte. Wer spricht Lena Gorelik ist Schriftstellerin und Publizistin. Die Autorin wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis und dem Förderpreis für junge Autoren der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet. 2021 erschien ihr jüngster Roman „Wer wir sind“. Seit 2020 ist sie Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. im Februar 2022 war sie bereits im Rahmen der Podiumsdiskussion "Jüdisches Leben in Bayern. Ein Generationendialog" bei der BAdW zu Gast. Den Video-Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier. Marguerite Bertheau studierte in Freiburg und Cambridge europäische Geschichte sowie Ethnologie und Kulturanthropologie. Seit 2021 promoviert sie am Lehrstuhl für „Jüdische Geschichte und Kultur“ der LMU mit einer Arbeit über die Zuwanderung jüdischer „Kontingentflüchtlinge“, die vor allem in der Zeit zwischen 1990 und 2005 nach Deutschland gekommen sind. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.
Erschienen: 17.10.2022
Dauer: 0:34:03
Was versteht man unter Cyber Security? Und wie können wir uns absichern? Im Gespräch mit dem Forschungsinstitut CODE der Universität der Bundeswehr München geht es um russische Cyber-Angriffe - und den Schutz kritischer Infrastrukturen, die EU-Richtline zu Cyber-Sicherheit, die digitale Souveränität Europas sowie Desinformation in den Sozialen Medien. Interview vom 22.09.2022 in unserer Reihe "Quo vadis Europa?" Zum Inhalt Durch den Ukraine-Krieg ist die Notwendigkeit sich in einem Angriffsfall verteidigen zu können ins Bewusstsein der Menschen in ganz Europa zurückgekehrt. Das deutsche Sondervermögen zur Stärkung der Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro sei entsprechend die "richtige Antwort auf die Zeitenwende", so Bundeskanzler Olaf Scholz. Doch Kriegsführung spielt sich heutzutage auch im Cyberspace ab: Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurden in 42 Ländern Attacken russischer Hacker festgestellt. Darunter waren das Rechenzentrum der ukrainischen Regierung, Regierungscomputer der NATO-Mitgliedsstaaten, verschiedene Nichtregierungsorganisationen, IT-Unternehmen, Energiebetriebe und andere wichtige Infrastrukturen. Neben solchen direkten Cyber-Angriffen wird auch immer wieder versteckte Schadsoftware eingesetzt, sogenannte "trojanische Pferde", die sich Nutzerinnen und Nutzer unwissentlich auf den Computer installieren. Der Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Cyber-Attacken beträgt damit derzeit insgesamt um die 203 Milliarden Euro. Auch gezielte Desinformation, die Streuung von Fake News in den Sozialen Medien, ist eine Methode von Cyberkriminellen. Sie dient der Manipulation der öffentlichen Meinung, um Falschnachrichten viral zu verbreiten und damit eine Gesellschaft zu destabilisieren oder auch direkte Gewinne zu erzielen. Der Facebook-Konzern "Meta" meldete kürzlich die "größte und komplexeste russische Desinformationsoperation seit Kriegsbeginn". Unzählige Webseiten, die große deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung imitierten, teilten hier prorussische Narrative und forderten eine Aufhebung der Sanktionen. Die Europäische Union hat die Bedrohungslage erkannt und "arbeitet an verschiedenen Fronten, um die Cyberabwehrfähigkeit zu fördern, die Cyberkriminalität zu bekämpfen und die Cyberdiplomatie und Cyberabwehr zu stärken", so etwa durch ein neues "Cyberresilienzgesetz" der EU-Kommission. Dazu zählt auch der Vorsatz, die digitale Souveränität Europas zu stärken. Ist Europa damit ausreichend geschützt? Wo liegen die größten Herausforderungen der Cyber-Sicherheit? Wie wird sich die Cyber Security zukünftig entwickeln und welche Rolle könnten Quanten Computing oder Künstliche Intelligenz dabei spielen? Wer spricht Prof. Dr. Wolfgang Hommel hat seit 2016 die Professur für IT-Sicherheit von Software und Daten an der Universität der Bundeswehr München inne. Er ist Experte für Digitale Identitäten und internationale Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastrukturen u. a. im Sektor eGovernment und forscht mit seinem Team an Security-Management-Architekturen für Kritische Infrastrukturen. Bevor er 2021 Leitender Direktor des Forschungsinstituts CODE wurde, war er als Studiendekan der Fakultät für Informatik unter anderem für die Einführung des Master-Studiengangs Cyber-Sicherheit und die Öffnung der Studiengänge der Fakultät für zivile Studierende von Bundesbehörden mit Sicherheitsaufgaben verantwortlich. Prof. Dr. Michaela Geierhos ist seit April 2020 Professorin für Data Science am Forschungsinstitut CODE und zudem seit 2021 Technische Direktorin des FI CODE. Ihre Forschung bewegt sich generell an der Schnittstelle zwischen Computerlinguistik und Informatik. Hierfür werden stets praktische Probleme bei der maschinellen Sprachverarbeitung in konkreten industrienahen Anwendungsszenarien behandelt. Aufgrund ihrer fachlichen Expertise ist sie regelmäßig als wissenschaftliche Gutachterin für die Europäische Kommission, verschiedene Bundes- und Landesministerien sowie diverse Stiftungen tätig. Zudem ist sie seit 2014 gewähltes Mitglied im Beirat der „Deutschen Biographie“ der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dr. Laura Räuber (Podcast-Einführung und Interview) ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. Das Forschungsinstitut CODE und das Forschungsprojekt CONCORDIA 2013 zunächst als Forschungszentrum gegründet, betreibt CODE seit seinem Aufwuchs zum Forschungsinstitut im Jahr 2017 als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität der Bundeswehr München sowohl Grundlagen- als auch anwendungsnahe Forschung und Technologie-Entwicklung in den Bereichen Cyber Defence, Smart Data, Artificial Intelligence und Quantum Technologies. In 15 Forschungsgruppen und zahlreichen Forschungsprojekten arbeiten mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb dieser Bereiche an den Themen der digitalen Zukunft. Dabei steht der Transfer von Ergebnissen und neuen Technologien in die Praxis insbesondere bei den Partnern aus Bundeswehr und Bundesbehörden, aber auch der Industrie im Vordergrund. Neben der Forschung gehören auch Lehre und Weiterbildung zu den Kernaufgaben, letztere insbesondere für IT-Offiziere der Bundeswehr und Reservisten. CODE führt u.a. das europäische Forschungsprojekt CONCORDIA und baut für dieses mit Hilfe des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der BAdW ein Ecosystem rund um die IT-Sicherheit in Europa auf. Im Rahmen von CONCORDIA hat das LRZ so genannte Cyberranges in seiner Cloud installiert, virtuelle Testumgebungen, mit denen Hackerangriffe und andere Sicherheitsvorfälle simuliert und Gegenmaßnahmen entwickelt und trainiert werden können. Diese Cyberranges stehen Unternehmen, vor allem aber Studierenden als Ausbildungsmöglichkeit offen. Zur Reihe "Quo vadis Europa?" Unter dem Titel „Quo vadis Europa?“ nimmt die BAdW in ihrer neuen Reihe einige der drängenden Fragen rund um Europa in Podcasts und Veranstaltungen in den Blick. Die Reihe erstreckt sich durch das ganze Jahr 2022. > Mehr dazu
Erschienen: 30.09.2022
Dauer: 00:46:47
Weitere Informationen zur Episode "Cyber Security - Wie schützt sich Europa?"
"Lügner", "Lümmel", "Idiot" - das sind nur drei der immer wieder gerne bemühten Klassiker, wenn es um Beleidigungen im deutschen Bundestag geht. Was passiert, wenn eine Diskussion aus dem Ruder läuft? Darüber sprach am 14.06.2022 Dr. Daniel Stienen aus dem BAdW-Forschungsprojekt "Kulturen politischer Entscheidungen" mit dem Historiker Dr. Thomas Werneke. Eine juristische Einordnung zum Thema ergänzt Prof. Dr. Christian Waldhoff. Bild: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel/photothek Zum Inhalt Eigentlich sollte das Parlament ein Ort der kühlen und sachlichen Debatte sein, doch immer wieder liefern sich Abgeordnete hitzige Schlagabtäusche und Auseinandersetzungen, die nicht selten von Beleidigungen begleitet werden. Zu einiger Berühmtheit gelangt sind beispielsweise die von SPD-Abgeordnetem Karl Mommers geprägte Umschreibung "die bundesdeutsche Atomkanone Franz Joseph Strauss" oder die Verballhornung "Übelkrähe", die Claus Grobecker an den CDU-Abgeordneten Jürgen Wohlrabe richtete. Welche Ziele verfolgen Politikerinnen und Politiker, wenn Sie andere Abgeordnete beleidigen? Entstehen die Beschimpfungen aus dem Affekt oder verbergen sich dahinter bisweilen auch geplante Attacken auf den poilitischen Gegner? Wie werden Beleidigungen im Bundestag sanktioniert? Und können sie auch positive Auswirkungen auf die parlamentarische Streitkultur haben? Wer spricht Dr. Thomas Werneke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin, am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Seit 2019 arbeitet er an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt mit dem Titel „Sprachliche und parasprachliche Kommunikation im Bundestag und im House of Commons zwischen den Jahren 1949 und 1990". Prof. Dr. Christian Waldhoff ist seit 2021 Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Finanzrecht an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist unter anderem Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte, der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen sowie des Ausschusses unabhängiger Persönlichkeiten des Europäischen Parlaments und des Rates über das Statut und die Finanzierung europäischer politischer Parteien und Stiftungen. Interview: Dr. Daniel Stienen, Projektkoordination und Teilprojektbearbeitung „Kulturen politischer Entscheidungen in der modernen Demokratie“ Aufzeichnungen aus dem Bundestag im Intro (Reihenfolge wie im Podcast): Claus Grobecker (SPD) am 24.06.1976, Herbert Wehner (SPD) am 20.03.1980, Barbara Hendricks (SPD) am 20.11.2020, Peter Horn (CDU) am 22.11.1983 Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW.
Erschienen: 26.08.2022
Dauer: 26:02
Es ist das vielleicht bekannteste Projekt der EU und hat bei vielen jungen Menschen geradezu Kultstatus: ERASMUS. Wie ist es entstanden und in welchem Maße hat es in den letzten 35 Jahren das Leben europäischer Studentinnen und Studenten geprägt? Darüber spricht im Rahmen unserer Reihe "Quo vadis Europa?" EU- und ERASMUS-Experte Benjamin Feyen. Bild: Erasmus Student Network International (2016) Zum Inhalt Heute ist für zahllose Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, mit ERASMUS ins europäische Ausland zu gehen, eine Selbtsverständlichkeit. Ob es aber überhaupt zur Einführung des ERASMUS-Programms kommen würde, stand 1987 auf Messers Schneide. Besonders die finanzielle Unterstützung für Studierende stand im EU-Parlament lange Zeit in der Kritik. Wie konnte sich das Programm schließlich durchsetzen? Welche Hürden hatte es zu überwinden? Wo gibt es bis heute Leerstellen in dem Programm? Und: Wie hat Erasmus die Biografien von mittlerweile mehreren Generationen von Akademikerinnen und Akademikern geprägt? Wer spricht Benjamin Feyen macht sich seit 2014 in Brüssel für europäische Kultur- und Bildungsthemen stark. Er hat für mehrere Europaabgeordnete aus verschiedenen Parteien gearbeitet und koordiniert die Aktivitäten der Cultural Creators Friendship Group, einer informellen Gruppierung von rund 30 Europaabgeordneten aus allen pro-europäischen Fraktionen und einem Großteil der EU-Länder. Während des Studiums war er in den europäischen Studentenorganisationen Erasmus Student Network (ESN) und European Students Forum (AEGEE) sehr aktiv, und hat zusammen mit Ewa Krzaklewska den Sammelband „The Erasmus Phenomenon – Symbol of a new european generation?“ herausgebracht. Interview: Ruth-Maria Zapf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Zur Reihe "Quo vadis Europa?" Unter dem Titel „Quo vadis Europa?“ nimmt die BAdW in ihrer neuen Reihe einige der drängenden Fragen rund um Europa in Podcasts und Veranstaltungen in den Blick. Die Reihe erstreckt sich durch das ganze Jahr 2022. > Mehr dazu
Erschienen: 05.08.2022
Dauer: 20:55
Pandemie, Krieg in der Ukraine, Inflation, Energiemangel – die europäische Wirtschaft sieht sich mit vielen Krisen gleichzeitig konfrontiert. Welche Strategien können Deutschland und Europa finden, um gegenzusteuern? Darüber sprach am 22.06.2022 Sebastian Matthes, Chefredakteur des Handelsblatts, mit Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts und ordentliches Mitglied der BAdW, im Rahmen unserer Reihe "Quo vadis Europa?" Foto: ifo Institut. Zum Inhalt Mitten in einer seit drei Jahren währenden Pandemie, die die Wirtschaft bereits stark belastet, sorgt der Krieg in der Ukraine für neue wirtschaftliche Einbrüche. Die Energie- und Lebensmittelpreise explodieren, die EZB musste jüngst ihren Zinskurs korrigieren, um die Inflation in Europa in den Griff zu bekommen. Auch das ifo-Institut hat seine zunächst positive Prognose für das Wirtschaftsjahr 2022 nach unten korrigiert. Droht eine neue Euro-Krise? Wie kann Europa sich neben den Global Playern USA und China behaupten? Und: Wo muss sich Europa stärker vernetzen, um die großen Herausforderungen gemeinsam zu meistern? Ein Gespräch über die Zukunft der europäischen Wirtschaft. Wer spricht Prof. Dr. Clemens Fuest ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der LMU München, Präsident des ifo Instituts und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen. Seit 2017 ist er ordentliches Mitglied der BAdW. 2016 wurde er in der Rangliste der einflussreichsten Ökonomen in Deutschland in den TOP 10 geführt. 2019 belegte er dort den zweiten Platz. Sebastian Matthes ist seit Anfang 2021 Chefredakteur des Handelsblatts. 2022 gewann er mit dem wöchentlich erscheinenden Handelsblatt Disrupt Podcast den renommierten Innovationspreis in der Kategorie Medien. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW.
Erschienen: 01.07.2022
Dauer: 00:50:49
Die Kammerkapelle der Kurfürstin Maria-Theresia in Schloss Oberschleißheim, der Bamberger Kaisersaal oder der Blutfluss im Arm des Menschen – das Lieblingsstück von Elisabeth Mayer sieht je nach Anwendung ganz unterschiedlich aus: die CAVE des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der BAdW. Interview vom 31.03.22. Zum Inhalt Die CAVE des Leibniz-Rechenzentrums eröffnet neue virtuelle Welten: Räume an fernen Orten, aus vergangenen Zeiten oder theoretisch sogar solche, die es gar nie gegeben hat. Virtual Reality lässt sich aber inzwischen auch bequem vom eigenen Wohnzimmer aus erleben und nicht zuletzt für die Forschung einsetzen, etwa das Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland (CbDD) der BAdW. Was ist mit der CAVE möglich, wie funktioniert das und was macht sie für Elisabeth Mayer zum Lieblingsstück? Darum geht es in diesem Podcast. Wer spricht Elisabeth ist technische Angestellte im Bereich Virtual Reality (VR) und beschäftigt sich insbesondere mit den Anwendungsgebieten 3D, Game Engines, Virtual Reality und Animation. Seit 2017 arbeitet sie am Leibniz-Rechenzentrum in Garching im Bereich Virtual Reality und Visualisierung (V2C). Das V2C verwendet modernste Technologien, um Unterstützung im Bereich von VR Soft- und Hardware sowie Datenvisualisierung anbieten zu können. Anfangs als Werkstudentin, später als Technische Angestellte war sie in der Bearbeitung und Aufbereitung von Virtual Reality Anwendungen für Head-Mounted Displays sowie professionelle Installationen tätig. Elisabeth hat sich auf Game Engines und 3D spezialisiert und setzt diese Tool für verschiedene Projekte von der Architektur bis zur Datenvisualisierung ein. Sie konnte im Rahmen ihres Studiengangs Kunst und Multimedia BA auch Erfahrungen bezüglich VR im Ausstellungskontext sammeln: einerseits bei der Campus Exhibition der Ars Electronica 2017 und andererseits in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle München. > Zur persönlichen Homepage von Elisabeth Mayer Dr. Isabel Leicht (Interview) ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der BAdW. Dr. Laura Räuber (Podcast-Intro) ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW.
Erschienen: 01.07.2022
Dauer: 00:23:44
Weitere Informationen zur Episode "Lieblingsstück: Elisabeth Mayer über die CAVE des LRZ"
Die gleichnamige Nachwuchsgruppe im Jungen Kolleg der BAdW, unter Leitung von Dr. Peter Schwardmann, untersucht, wie sich Informationen über CO2 -Emissionen auf die Überzeugungen und Konsumentscheidungen der Einzelnen in den Bereichen Verkehr, Lebensmittel und Energieverbrauch auswirken. Mit Hilfe von repräsentativen Umfragen und Feldexperimenten wurde untersucht, wie Informationen am besten gezielt eingesetzt werden können, um Verhaltensänderungen herbeizuführen. Interview vom 13.04.2022. Zum Inhalt Neben den genannten Umfragen wurde in weiteren Experimenten untersucht, ob sich Informationen und eine CO2 -Steuer ergänzend oder gegenläufig auf den Konsum auswirken und was die Einzelnen dazu veranlasst, unangenehme Informationen aktiv zu suchen oder zu vermeiden. Diese Forschung soll politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen mit dem Ziel die CO2 -Emissionen mittels Informationskampagnen einzudämmen eine Orientierung sein. Sie zielte auch darauf ab, unser grundlegendes akademisches Wissen darüber wie Individuen Informationen verarbeiten und nachfragen zu erweitern. Wer spricht Dr. Peter Schwardmann ist Verhaltensökonom und Assistant Professor of Behavioral Economics an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, USA, außerdem Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. Neben der Leitung der Nachwuchsgruppe, arbeitet er dort an seinem Forschungsprojekt "Die Ursachen und Folgen der Selbstüberschätzung": Hunderte Studien dokumentieren, dass sich viele durchschnittliche Personen für überdurchschnittlich fähig, attraktiv und nett halten. Solche Selbstüberschätzung kann zu teuren Fehlentscheidungen führen und verheerende Folgen haben. In meinem Forschungsprojekt untersuche ich anhand von Labor und Feldexperimenten ob dem menschlichen Hang zur Selbstüberschätzung vor allem hedonistische oder eher strategische Motive unterliegen. Macht uns ein gutes Selbstbild einfach glücklich, oder besitzt es auch instrumentellen Wert, in dem es uns zu größerer Überzeugungskraft und zu mehr Durchhaltevermögen verhilft? > Zur Homepage von Peter Schwardmann (u.a. mit Publikationsliste) Dr. Laura Räuber (Podcast-Intro und Interview) ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. Nachwuchsgruppen im Jungen Kolleg der BAdW Im Sommer 2020 nahmen im Jungen Kolleg der BAdW erstmals zwei Nachwuchsforschungsgruppen ihre Arbeit auf. Die Akademie setzt damit einen weiteren Akzent in ihrer Nachwuchsförderung. Sie sind mit jeweils 100.000 € pro Jahr dotiert. Den Mitgliedern des Jungen Kollegs bietet sich durch die Einrichtung von Nachwuchsgruppen die Möglichkeit, aktuellen und anspruchsvollen Forschungsfragen nachzugehen und zusätzliche Erfahrungen bei der Projektkoordianation zu sammeln. Das Format ist für die jungen ForscherInnen in der Organisation und Beantragung weniger aufwendig als beispielsweise eine Förderung durch die EU oder die DFG. Gleichzeitig kann es als Vorbereitung und Sprungbrett zukünftige Anträge dienen. Damit bieten die BAdW-Nachwuchsgruppen eine alternative Fördermöglichkeit in der frühen PostDoc-Phase, in der es oftmals an Förderformaten fehlt. Für jede Nachwuchsgruppe steht ein Budget in Höhe von maximal 100.000,- € pro Jahr für die Dauer von in der Regel 2 Jahren zur Verfügung. > Zum Jungen Kolleg der BAdW
Erschienen: 31.05.2022
Dauer: 00:27:15
Weitere Informationen zur Episode "Die Rolle von Informationen in der Bekämpfung von CO2"